Pro NRW – Beisichts phantastische Tagträume von einer intensiven Zusammenarbeit mit der FPÖ

DeliriumBlick in die Vergangenheit
Es gab in der Tat einmal Zeiten, in denen die FPÖ die Absicht hegte sich in Deutschland zu etablieren. „Die FPÖ plant, ein eigenes Büro in Deutschland zu eröffnen, um bei der Entstehung einer neuen bundesweit aktiven Rechtspartei zu helfen. Auch ein Partner ist schon gefunden. Die FPÖ will mit der Pro-Bewegung gemeinsame Sache machen. Für diesen Mittwoch haben beide Seiten eine Pressekonferenz unter dem Titel „Zusammenarbeit der europäischen Rechten“ vereinbart. Dort wollen sie gemeinsam eine langfristige Strategie präsentieren. Die Chancen stünden gut, eine Rechtspartei bundesweit zu etablieren, teilte „Pro NRW“ mit. Fundament dafür sollen die bestehenden Pro-Strukturen in Nordrhein-Westfalen sein“, war am 29.10.2010 im Spiegel online zu lesen. Daraus geworden ist natürlich nichts!

Grund für das Interesse der FPÖ sich in Deutschland zu etablieren, waren die Wahlerfolge bei den Kommunalwahlen 2009 wo u. A. Judith Wolter und Markus Wiener für Pro Köln (5,4% – 5 Sitze) einfahren konnte. Bei der Landtagswahl im Mai 2010 bekam „Pro NRW“ 1,4 Prozent der Stimmen. Die Österreicher kommen also auch, um Aufbauhilfe zu leisten, hieß es damals. Außer einer angeblichen, aber nirgendwo verzeichneten oder belegten Finanzspritze in 6 stelliger Höhe war es das im Groben dann auch.

Beisichts Geschwafel
„Seit der Parteigründung von PRO NRW gibt es eine intensive Zusammenarbeit mit der FPÖ und diese wird in Zukunft noch weiter ausgebaut“, schwafelt der selbsternannte honorige Rechtsanwalt aus Leverkusen auf seinem Propagandablog.

Schon 2010 berichteten die Medien von einem „Drehen an der Populismus-Schraube“. Die Pro-Bewegung wolle sich mit erfolgreichen Parteien aus dem Ausland auf eine Stufe stellen und so für Aufsehen sorgen. Auf der anderen Seite wende sich die FPÖ einzig aus einem „Mangel an Alternativen“ an „Pro NRW“. Die modernisierte und erfolgreiche Rechte habe in Deutschland schließlich keinen Ansprechpartner, auch die Pro-Führungskräfte seien keine Charismatiker wie Strache in Österreich oder Geert Wilders in den Niederlanden.“

Kommentar
Der Restehaufen, der von Anführer Markus Beisicht unter dem Namen Pro NRW geführt wird und vom Verfassungsschutz nach wie vor als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichnet wird, ist schon lange kein Partner für eine politische Zusammenarbeit mit der FPÖ mehr. Beisichts zerbröselte Partei verfügt im Grunde nur noch über 2 Kreisverbände, die auf seiner Linie liegen (Leverkusen und Essen). Jürgen Hintz aus dem Rhein-Erft-Kreis kann als Unterstützer Beisichts wohl auch nicht mehr genannt werden, obwohl er bis Dato standhaft den Rechtsextremisten zugewendet bleibt aber keinerlei Unterstützung bei deren Miniaktionen mehr leistet.

So gelingt es dem Phantasten Markus Beisicht nicht einmal mehr eine ernst zu nehmende Außenwirkung mit mehr als 30 Personen, die meist vorwiegend aus gewaltbereiten Hooligans, Extremisten aller Couleur und nur einer Handvoll eigener Parteimitglieder besteht, zusammen zu bekommen.

Wichtige und vorzeigbare Repräsentanten von Pro NRW / Köln haben die Partei längst verlassen. So verließen z. B. Kevin Gareth Hauer, Judith Wolter und Markus Wiener als ehemals bei der FPÖ gern gesehene Gäste Beisichts Radikalen-Partei, die Wiener sogar als NPD 2.0 bezeichnete. Es ist einfach lächerlich, wenn der verbliebene Rest der Besucher, der z. T. arbeitslos in Lagerhallen und auf schmuddeligen Feldbetten und Matratzen nächtigt, Beisichts Diplomaten bei der FPÖ und Christian Strache sein sollen.

In unserem Bericht: „Akademikerball Wien: Pro NRW-Propaganda obligatorisch“ vom 05.01.2015 haben wir die angebliche Zusammenarbeit zwischen FPÖ und Pro NRW beleuchtet.

Fazit: Schon 2010 wollte die FPÖ auf keinen Fall etwas mit radikalen Gruppierungen oder gar der NPD zu tun haben. Aus genau dieser Mischpoke besteht aber Beisichts Restetruppe, was ihm sogar der Verfassungsschutz attestiert. Der ehemalige Wiener FP-Landtagspräsident Johann Herzog stellte klar: “ich bin enttäuscht, dass eine Zeitung, die im Eigentum der Republik Österreich steht, sich daran beteiligt, die Freiheitlichen mit radikalen Gruppierungen in Zusammenhang zu bringen. Herzog beruhigte damals: “Wir suchen uns unsere Freund sehr genau aus”, und Markus Beisicht gehört sicherlich nicht mehr dazu, denn:

Auf den Seiten der FPÖ und deren Spezies, wie der Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ), FPÖ.at, HC Strache im WWW, Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), Freiheitliche Arbeitnehmer Österreichs (FAO) oder der Seite von Andreas Mölzer, finden sich keine Bezugspunkte oder Verweise zu den Rechtsextremisten rund um Markus Beisicht und Pro NRW.

Bedient man sich der Suchfelder auf diesen Seiten mit den Begriffen wie Mengersen, Fiedler, Beisicht oder Pro NRW, ist das Ergebnis immer „keinen Eintrag gefunden!“ Soviel zu Beisichts Geschwätz von „einer intensiven Zusammenarbeit mit der FPÖ“. Kann man diesen notorischen Wichtigtuer und Maulhelden eigentlich noch ernst nehmen?

Ihr Ronald Micklich

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