Daniel Obst erläutert die Beweggründe zu seinem Austritt im Juli 2015 aus der Alternative für Deutschland

AfDVorgeschichte
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat am 04.06.2013 in Overath ihren Rheinisch-Bergischen Kreisverband gegründet. Sprecher der neuen Partei im Kreis ist der (damals) 30-jährige Daniel Obst.

Text von Daniel Obst
In einem ersten Schritt konnte mit Gründung der Alternative für Deutschland ein beträchtliches Wählerpotential angesprochen werden, dass die Versäumnisse und Verfehlungen in der etablierten Parteienlandschaft in Deutschland erkannt hat und bereit ist, die Bemühungen um einen Wandel zu honorieren.

Wie schwierig eine Parteigründung ist, haben schon viele Anläufe in den letzten Jahrzehnten gezeigt. Weltverbesserer, politische Glücksritter, gescheiterte Existenzen und auch politische Grenzgänger (und Grenzüberschreiter) werden leider insbesondere von jungen, kleinen Parteien angezogen wie Motten vom Licht.

Dabei kann ein ’schlechter‘ Parteifreund durch sein Wirken durchaus mehreren ‚guten‘ Mitgliedern die Lust an der Sache verderben (oder schon die Lust zum Beitritt), nicht aber umgekehrt. Auch daran ist die AfD gescheitert.

Das Sammelsurium von Gruppierungen und Zweckgemeinschaften, das sich bei der AfD nach rund zwei Jahren durchgesetzt hat und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diese Partei irreparabel beschädigt hat, musste ich hinter mir lassen. Es ist kein innerparteilicher Weg mehr aussichtsreich gewesen, um die Gründungsgedanken von 2013 und die politischen Leitlinien vor ihrer Zerrüttung, insbesondere durch Menschen mit diversen Phobien, zu retten.

Deshalb bin ich, Daniel Obst, am 31.07.2015 aus der Alternative für Deutschland ausgetreten und distanziere mich ganz klar von der ’neuen AfD‘, die sich insb. auch, aber nicht nur, um Menschen wie Björn Höcke formiert hat.“

Daniel Obst am 10.01.2016

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