Pro NRW im Sturzflug – Was ist übrig geblieben? +Zahlen-Korrektur+

Absturz in die BedeutungslosigkeitWas ist übrig geblieben?
Der Anführer der rechtsradikalen und verfassungsfeindlichen Splitterpartei Pro NRW, der selbsternannte „honorige“ Anwalt Markus Beisicht aus Leverkusen, kann knapp 2 Jahre nach der Kommunalwahl 2014 auf eine erbärmliche Restetruppe zurückblicken. In der folgenden Auflistung sehen Sie was an Mandaten geblieben ist. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kreisfreie Großstädte
Aachen: 1,3% (1 Mandat) minus 1 Mandat

Bochum: 1,3% (3 Mandate)
Bonn: 1,6% (2 Mandate) minus 1 Mandat, das verbliebene möglicherweise gekauft (Quelle)
Duisburg: 4,3% (11 Mandate) minus 9 Mandate
Essen: 1,7% (8 Mandate)
Gelsenkirchen: 4,3% (8 Mandate) minus 8 Mandate
Leverkusen: 4,4% (5 Mandate) minus 1 Mandat
Mönchengladbach: 1,9% (1 Mandat) Parteiausschlussverfahren läuft (Quelle)
Remscheid: 4,4% (3 Mandate) minus 3 Mandate
Solingen: 2,6% (2 Mandate)
minus 2 Mandate
Wuppertal: 2,5% (2 Mandate)
minus 2 Mandate

Landkreise
Rhein-Erft-Kreis: 3,2% (2 Mandate)

Oberbergischer Kreis: 1,5% (1 Mandat) minus 1 Mandat

Kreisangehörige Städte
Bergheim: 5,9% (2 Mandate)

Pulheim: 2,8% (2 Mandate)
Radevormwald: 4,3% (2 Mandate) minus 2 Mandate
Witten: 2,8% (2 Mandate) minus 1 Mandat

Weitere Abgänge
Gegen den Stadtrat aus Mönchengladbach, Dominik Horst Roeseler läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren. Sollte Roeseler aus der Partei fliegen dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach auch das Mandat in Mönchengladbach verlustig gehen. Ein weiteres Mandat könnte mit einem möglichen Austritt von Holm Teichert in Essen verloren gehen. Auch ist unklar ob, wann und wie Karl Hermann Heiter seine Ankündigung aus der Partei auszutreten und alle Pöstchen niederzulegen umsetzt. Möglicherweise sind also 3 weitere Mandate als abgängig vakant.

Bilanz
Von den ehemals 56 Mandaten sind 31 verlustig, 3 weitere könnten folgen. 1 Mandat (Christopher von Mengersen in Bonn) ist zumindest mit einem gewissen „Geschmäckle“ zu betrachten.
Somit hat es Markus Beisicht, der Regent von Pro NRW geschafft, mehr als die Hälfte seiner Mandatare zum Austritt zu bewegen. Ob dies schon das Ende der Fahnenstange ist, dürfte völlig offen sein.

Über den von ex. NPD´lern durchsetzten Vorstand und Funktionären in den Kreisverbänden berichten wir gesondert.

Kommentar
Das sich die Partei unter Beisichts Führung im steilen Sturzflug in Richtung Walhalla befindet, weiß mittlerweile jeder politisch Interessierte an der „Rechtsaußenszene“. Doch Beisicht haut immer noch mächtig auf den Putz.

So wird auf der Märchenseite der Propagandisten von gut zwei Dutzend hoch motivierten Pro NRW-Funktionären und -Mitgliedern gefaselt, die trotz widriger Witterungsverhältnissen, einen erfolgreichen Landesaktionstag durchgeführt haben wollen. Die Aktivisten hätten 20.000 Flugblätter zum Thema Asylmissbrauch verteilt, phantasiert der Schreiberling. Für den vergangenen Sonntag sollten es dann ursprünglich sogar 30.000 Exemplare sein.

Nachdem sich selbst hartgesottene Beisicht-Fans vor Lachen den Bauch hielten, hat die Propagandatruppe dann wohl doch eingesehen, dass sie „ein wenig“ übertrieben hatte und die Anzahl der zu verteilenden Hetzflyer auf 10.000 Stück reduzierten. („Unsere Funktionsträger, Mitglieder und Sympathisanten sind nach wie vor hoch motiviert und aktionsbereit und werden am Sonntag in Oberhausen wieder wenigstens 10.000 Flyer unserer Partei für einen Kurswechsel in der Asylpolitik verteilen.“)

Die angekündigte Kreismitgliederversammlung in Oberhausen, in der ein neuer Kreisvorstand gewählt werden sollte, scheint auch in die Hose gegangen zu sein; so wird zumindest aus informierten Quellen berichtet. Es scheinen sich schlicht und ergreifend einfach keine (neuen) Mitglieder mehr vor Beisichts Karren spannen lassen zu wollen. Wer lässt sich schon sehenden Auges verbrennen. Es gibt schließlich politische seriöse Alternativen, die weder verfassungsfeindlich sind noch vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Ihr Ronald Micklich

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