Pro NRW – Wichtigtuerisch angekündigte „Groß-Demo“ am 18.06.2016 in Bonn abgesagt

Christopher von Mengersen, angekündigter Redner für die Bonn Demo am 18.06.2016 im Mai 2012

Christopher von Mengersen, angekündigter Redner für die Bonn Demo am 18.06.2016, im Mai 2012

Pro NRW / Identitäre Aktion Demo abgesagt
Die mit viel Tamtam zum Thema „Gegen die ausufernde Jugendgewalt zumeist mit Migrationshintergrundangekündigte „Großdemo“ am 18.06.2016 in Bonn, ist von den Veranstaltern Pro NRW und Identitäre Aktion abgesagt worden.

Im gewohnten Propagandastil wird die Absage sowohl auf der Internetseite der rechtsextremistischen sogenannten Bürgerbewegung Pro NRW als auch auf der Facebookseite der „Identitären Aktion“, mit dem  Ausfall einiger hochkarätiger Redner aus den Niederlanden und Frankreich begründet. Hinterfragt man, wer denn die „Hochkaräter“ gewesen wären, bekommt man von der Identitären Aktion folgende Antwort: „Aus Frankreich welche vom Online Blog Reposte Laique die auch schon zur Dügida nach D´dorf kamen. Aus NL die wären über PRO NRW beigebracht worden. Da weiß ich die Namen nicht. Aber wir werden jene Redner für September neu einladen.“

Schon fast pathologisch erscheint da die Ankündigung, dass neben den bereits angekündigten Rednern (oben beschriebene Hochkaräter), Ester Seitz sowie Christopher von Mengersen und dem Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Minipartei Pro NRW, auch bekannte Persönlichkeiten aus den Niederlanden, Österreich und Frankreich zur Verfügung stehen sollen.

Kommentar
Da schwafelt Beisicht von 300 Demo-Teilnehmern und einer massiven Werbung mit „Demo-Aufrufen“. Gehört oder gesehen hat man davon allerdings nichts. Die Organisation scheint völlig in die Hose gegangen zu sein. Es sollen nur ca. 60 Zusagen auf Facebook zu verzeichnen gewesen sein. Die rechtsradikalen Schreihälse widmen sich offensichtlich lieber der Fußball EM. Bei einer Kiste Bier vor der Glotze unter Kameraden oder Hooligans, bei drei live übertragenen spannenden Fußballspielen, lässt sich auch ein schönes patriotisches Gefühl erzeugen. Für Viele sicher besser als sich die immer gleiche gebetsmühlenartig vorgetragene Hetze der angekündigten Selbstdarsteller in Bonn anzuhören.

Man darf gespannt sein, um welche weiteren „bekannten Persönlichkeiten und Hochkaräter“ es sich bei dem nun für den September angekündigten zweiten Versuch „eine wirklich öffentlichkeitswirksame Großdemonstration zu organisieren“, handeln wird.

Ihr Ronald Micklich

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