Pro Deutschland: Vorstandsmitglied will Lohn einklagen

brot_fuer_berlinSchlechte Zahlungsmoral?
Mit der Zahlungsmoral bei Pro Deutschland (PD) soll es nicht zum Besten stehen. Immer wieder wird von verzögerten oder ausbleibenden Lohnzahlungen, Urlaubsgeldern etc. berichtet. Jetzt wurde es offensichtlich einem Vorstandsmitglied zu bunt, der noch auf offene Zahlungen des Landes- und Bundesverbandes wartet.

Gerichtliche Klärung
Da eine Übereinkunft wegen der offenen Zahlungen (nach Anschreiben und Abmahnung) nicht zustande kam, findet nun am 13.01.2017 im Arbeitsgericht Berlin (Raum 224) um 11:30 Uhr eine Güteverhandlung unter dem Az. 39 Ca 16067/16 statt. Hierbei geht es um eine Gesamtforderung von ca. 1.750 Euro.

Erfolglose Geschäfte
Offenbar um die Liquidität der Partei weiter zu gewährleisten und die klamme Parteikasse zu füllen, wurde ein Onlineshop ins Leben gerufen. Hier sollen bedruckte Polohemden, T-Shirts etc. mit den bekannten Bekundungen der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Partei Pro Deutschland, wie Merkel muss weg, Support für Trump, Putin, Marine Le Pen, Viktor Orban oder Rapefugees not welcome an den Mann/Frau gebracht werden.

Wie aus zuverlässigen Quellen zu erfahren war, rechnet sich das Geschäft aber nicht. Die Einnahmen sollen demnach nicht die Ausgaben decken. Es besteht offenbar einfach keine ausreichende Nachfrage. Die Anschaffungskosten der benötigten Gerätschaften wie z. B. Drucker, Druckpresse und der Textilien (T-Shirts, Polohemden und Pullover), sollen mit etwa 3000,00€ veranschlagt werden.

Brot für Berlin
Auch diese Geschäftsidee stammt von Pro Deutschland. Gut verkleidet wird hier auf eine Spende gehofft. Über den Spendenbutton (4) gelangt man auf eine Seite, auf der personenbezogene Daten abgefragt werden. Hier steht dann auch für wen man spendet „„Brot für Berlin“ ist eine Initiative der Bürgerbewegung pro Deutschland.“ Weiter wird die Initiative wie folgt beschrieben:

„Hier setzt „Brot für Berlin“ an. Wir wollen ein Netzwerk ehrenamtlicher Helfer organisieren, die ab dem 18. März 2017 unverdorbene Lebensmittel  beim Einzelhandel abholen. Was der Kühlung bedarf, soll gekühlt werden. Die Lebensmittel werden sodann in ein Verkaufsfahrzeug mit Kühltheke verladen und aus diesem Fahrzeug heraus an geeigneten Standorten verschenkt.“

Dafür werden noch ehrenamtliche Mithelfer gesucht. „Wir treffen uns jeden Mittwoch-Abend um 19:00 Uhr zur Besprechung dieser Kampagne im Hauptstadtbüro der Bürgerbewegung pro Deutschland, Alte Rhinstraße 16, 12681 Berlin“ lässt Manfred Rouhs, Vorsitzender von Pro Deutschland wissen.

Kommentar
Es ist äußerst fraglich, ob die Berliner Einzelhändler ausgerechnet eine rechtsradikale Gruppierung wie Pro Deutschland unterstützt. Dieses auf den ersten Blick förderungswürdige Projekt scheint aber von vornherein zum Scheitern verurteilt. Geht es hier nicht vielmehr um das Generieren neuer Adressen, um mit Spendenbitten vorstellig werden zu können? Erhofft sich PD über das Projekt schon jetzt einige Spenden? Sollen bei den Besprechungen zu dieser Kampagne neue, zahlende Mitglieder angeworben werden? Wir werden den Fortgang der Aktivitäten und der gerichtlichen Auseinandersetzung im Auge behalten und zur gegebenen Zeit berichten.

Ihr Ronald Micklich

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Weihnachtsgrüße 2016

Weihnachtsgrüße_2015Liebe Freunde, zum Weihnachtsfest wünschen wir Euch besinnliche Stunden. Zum Jahreswechsel Heiterkeit und Frohsinn. Für das Neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg!

Herzliche Weihnachtsgrüße, Euer B.S.-Team

Kevin Krieger – neu gewählter Bundesvorsitzender der REP mimt Adolf Hitler

Weitere Bilder des designierten Spitzenkandidaten (LTW 2017) und Bundesvorsitzenden der Republikaner finden Sie hier.

Weitere Bilder des designierten Spitzenkandidaten (LTW 2017)
und Bundesvorsitzenden der Republikaner finden Sie hier.

Nachtrag zur Wahl
Am 05.11.2016 fand in der Sporthalle der Schule Schulweg 2 in 89431 Bächingen ein Bundesparteitag der Republikaner (REP) statt. Kernpunkt der Veranstaltung war die Wahl eines neuen Bundesvorstandes. Teilnehmen durften nur Delegierte, die ein Wahlprotokoll ihres Verbandes (Kreis- oder Landesverband) als Delegierter vorweisen konnten. Bedingt durch diesen Filter waren letzten Endes nur 73 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

Wahlergebnis:
Der bisherige Bundesvorsitzende Johann Gärtner kandidierte nicht mehr für sein Amt. Neu gewählt wurde der nordrhein-westfälische Spitzenkandidat zur Landtagswahl und Landesjugendbeauftragte Kevin Krieger. In ihren Ämtern bestätigt wurden der bisherige stellv. Bundesvorsitzende Maniera, sowie der Bundesschriftführer Kik, sowie Herr Schöne, Frau Fischbacher und Herr Stauch als Beisitzer. Neue Beisitzer sind Herr Seidemann und der bisherige Bundesschatzmeister Goertz, dessen Amt nun Frau Bahtiri wahrnimmt. Ebenfalls neu gewählt wurde Herr Renner, als stellvertretender Bundesschriftführer.

Denkbar knappe Wahl
Kevin Krieger, von Andre Maniera vorgeschlagen, war der einzige Kandidat für die Position des Bundesvorsitzenden. Krieger scheint keine große Lobby innerhalb der Partei zu besitzen. Erst im 2. Wahlgang konnte er sich mit 37 zu 36 Stimmen der Delegierten durchsetzen.

Wer ist Kevin Krieger
„Auf der REP-Facebook-Seite kommentierte ein nach der Entscheidung für Krieger ausgetretenes Mitglied dessen Wahl mit den Worten, der neue Vorsitzende sei „nicht mehr als eine verkrachte Existenz“  und ein „rechtsradikaler Ex-NPDler“. Er werde „die Partei nun endgültig in den Ruin stoßen!“ Vor seinem Engagement für die REP war Krieger für „pro NRW“ und „NPD“ aktiv“, ist in einem Artikel von „Blick nach Rechts“ zu lesen.

Dieser Aussage kann man durchaus folgen, betrachtet man die von Kevin Krieger jetzt im Netz aufgetauchten Bilder, auf denen sich der designierte Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2017, produziert. Nach dem Auftauchen dieser Bilder ist eine Bereinigung und die Notbremse wohl unausweichlich, wollen die Republikaner nicht vollkommen abgeschossen werden. Ein so mieses Wahlergebnis wie es Krieger bei seiner Kandidatur als OB in Köln hinlegte (0,49%), dürfte dann wohl noch großzügig bemessen sein. Viele weitere lesenswerte Artikel zu Krieger und den REP´s finden Sie hier.

Merkwürdiges Mail
Über die Adresse „bgst-rep@gmx.de“ wurde ein Mail mit offen sichtbaren Adressatenfeld unter Anderen an alle Mitglieder der REP versendet. bgst soll offensichtlich für Bundesgeschäftsstelle stehen. Dieser Nachtrag zum einem Montagsbrief, der bis Dato vom alten Bundesvorsitzenden Johann Gärtner verfasst wurde, ist zwar mit Johann Gärtner unterschrieben, weicht aber gravierend von den üblichen, seit 2 Jahren erscheinenden Montags-Informationsbriefen ab.

Dem Mail nach soll es Bundesparteitag zu einem Kommunikationsfehler gekommen sein, der mit dem Anschreiben berichtigt werden soll.

„Unser neuer Bundesvorsitzender, Herr Kevin Krieger, ist nicht  – wie irrtümlich berichtet – Kommunalpolitiker in Köln, sondern hatte sich als Oberbürgermeisterkandidat „Der Republikaner“ bei der OB-Wahl in Köln beteiligt“, wird klar gestellt.

Nicht nur die Mailadresse stimmt nachdenklich, Herr Gärtner benutzte grundsätzlich die REP-Adresse bgst@rep.de, sondern auch die fehlende, sonst eingefügte Signatur, ist ungewöhnlich. Als großen Vauxpas , oder besser ausgedrückt als „dicker Hund“ oder „no go“ ist das offene, für jedermann lesbare Adressfeld, das hier benutzt wurde. Somit sind nun alle eMail-Adressen der Mitglieder bekannt. Selbst ein Hinweis wie folgender oder ähnlich:

„Wenn Sie nicht der richtige Empfänger sind, unterlassen Sie bitte das Lesen, Kopieren, die Benutzung oder die Weitergabe dieser Informationen an Dritte. Bitte verständigen Sie den Absender über den irrtümlichen Erhalt dieser ePost. Die Verwendung oder Weitergabe aus technischen oder sonstigen Gründen evtl. erkennbaren fremden Adressen ist nicht gestattet. Löschen Sie bitte anschließend diese ePost und hiervon gegebenenfalls existierende Kopien“, sind dem Mail nicht beigefügt.

Kommentar
Mit der Wahl von Herrn Krieger haben sich die Republikaner sicher keinen Gefallen getan. Die entlarvenden Bilder im Netz sind nur das Tüpfelchen auf dem i eines unwählbaren Kandidaten für die Landtagswahl 2017. Man darf gespannt sein, ob und welche Reaktionen diese und andere Veröffentlichungen der Fakten, bei den REP hervorrufen.

Ihr Ronald Micklich

Das Ende von Pro /Deutschland/NRW/Köln zeichnet sich immer deutlicher ab

Absturz in die BedeutungslosigkeitWahlen Berlin
Während die Rechtspopulistische AfD in Berlin mit 14,1% aus dem Stand bei einer Wahlbeteiligung von 66,9% kräftig zugelangt hat, verschwinden die rechtsradikalen Gruppierungen in der Versenkung. Konnte sich Pro Deutschland (Berlin) 2011 mit 1,2% der Stimmen noch in die Parteienfinanzierung retten, befindet sich Pro Deutschland mit 0,4% (-0,8%) Stimmenanteil in Berlin im freien Fall.

Nicht anders ist es der NPD ergangen. Auch hier gehen langsam die Lichter aus. 0,6% (-1,6%) sind hier noch zu verzeichnen. Auch hier fällt die Parteienfinanzierung weg.

Betrachtet man den Aderlass in Mecklenburg Vorpommern, nur noch 3% (-3%) und somit keine Landtagszugehörigkeit mehr, erkennt man wohin die Reise geht.

Vorschau
Die letzten Landtagswahlen fanden am 13.05.2012 in NRW statt. Zu diesem Zeitpunkt erreichte der Anführer der rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Partei Pro NRW, Rechtsanwalt Markus Beisicht, noch 1,5% der Wählerstimmen. Zur Europawahl 2014 musste sich Beisicht in NRW mit nur noch 0,6% zufrieden geben. Hier punktete die AfD erstmalig mit 5,4%. Zu diesem Zeitpunkt war die Abspaltung führender Funktionäre (z. B. Wiener, Wolter, Hüsgen, Schwarz, Dr. Heger, Bötte, Schiele, Palm und vielen Anderen) mit einem erheblichen Anteil von Mitgliedern bei Pro NRW noch nicht vollzogen.

Die kommenden Landtagswahlen finden am 14.05.2017 in NRW statt. Es ist zu erwarten, dass Pro NRW, sollten sie wirklich noch einmal antreten, mit 0,.% im unteren Zehntelbereich deklassiert würde.

Große Klappe nichts dahinter
Unter der Überschrift „Auf in die PRO NRW-Landtagswahl 2017“ war am 6.Nov.2015 Beisichts übliches Gelaber zu lesen. „Schon jetzt bereiten Aktivisten und Funktionäre von PRO NRW den Landtagswahlkampf 2017 vor. Ab Sommer 2016 werden überall im Bundesland die PRO NRW-Direktkandidaten aufgestellt und nominiert werden.“, selten so gelacht.

Heute rudert der Angeber schon zurück. „PRO NRW wird sich mit den Ergebnissen der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin in der kommenden Woche ausführlich befassen und sodann auf einer Parteivorstandssitzung die strategischen Schlussfolgerungen hieraus ziehen. Auf dieser Vorstandssitzung wird auch über einen eventuellen Wahlantritt zur Landtagswahl 2017 von PRO NRW entschieden werden.

Es mag ja sein, dass die verbliebene Restetruppe rund um Beisicht kritiklos genug ist, um diesen Nonsens zu glauben. Ist es eigentlich den wenigen verbliebenen Abhängigen oder sich aus welchen Gründen auch immer noch an Beisicht gebundenen Zwangsgläubigen entgangen, dass hier fortlaufend,  gebetsmühlenartig die ewig gleichen Worthülsen Verwendung finden?

Es gibt keine historische Chance, es wird wohl keine Teilnahme an der LTW NRW 2017 geben, es gibt keinen erfreulichen Mitgliederzuwachs, es gibt keine landesweite Konsolidierung mit seinen wenigen Mitgliedern und es gibt offenbar auch keine gut gefüllte Wahlkampfkasse und im nächsten Jahr fällt dann noch die Parteienfinanzierung weg.

Griff zum Strohhalm
„Auch den Funktionären, die uns im letzten Jahr unter dem Absingen schmutziger Lieder Richtung Pro Deutschland verlassen haben, reichen wir selbstverständlich die Hand zur Versöhnung, da es gerade in NRW darum geht, die noch verbliebenen politikfähigen Kräfte zu bündeln. PRO NRW bleibt auch die nächsten Jahre kampagnenfähig und insbesondere schuldenfrei.“, backt Beisicht kleine Brötchen und wäre wohl nicht abgeneigt seine Spitzenfunktionäre wieder einzuheimsen. Die Frage ist nur, wer hartgesotten genug ist dem egomanen Dauervorsitzenden ein zweites Mal unterwürfig zu Diensten zu sein.

Doch auch dieser Schuss würde nach hinten losgehen. Wieder gemeinsame Sache mit der NPD 2.0 machen, wie Markus Wiener Beisichts Restetruppe einmal nannte, würde politischen Selbstmord bedeuten. Dann kann die Truppe um Michael Gabel direkt ihre Vereinsauflösung bekannt geben. Synergien sind hier keine zu erwarten. Pro … hat fertig!

Ihr Ronald Micklich

Markus Beisicht (Pro NRW) und Ester Seitz (rechtsextremistische Aktivistin) – ein Dossier über gemeinsame Aktionen

Screenshot Twitter 4.9. Demo Köln, zum Vergrößern bitte ins Bild klicken

Screenshot Twitter 4.9. Demo Köln, zum Vergrößern bitte ins Bild klicken

Auszüge aus einem lesenswerten Beitrag:

[„Die von ProNRW und Ester Seitz gemeinsam organisierte Kundgebung hatte das Motto: “Staatlich verordnete Polizeiwillkür stoppen”. Sie stellte eine Reaktion auf den Polizeieinsatz bei der von ProNRW und Ester Seitz organisierten Contra-Erdogan-Demo am 31. Juli in Köln vor dem Hauptbahnhof dar. Seinerzeit hatte die Polizei zunächst einen gerichtlich genehmigten Spaziergang nach Deutz, wo die Pro-Erdogan-Demo stattgefunden hatte, wegen “veränderter Gefahrenlage” (man hatte schlauerweise die Deutzer Brücke allgemein gesperrt) untersagt. Danach hatte die Polizei, u.a. wegen Trunkenheit vieler Kundgebungsteilnehmenden, jedweden Spaziergang untersagt .

Ester Seitz hatte daraufhin als Kundgebungsleiterin trotzdem zum Spaziergang aufgerufen und Vorbereitungen zur Reihenbildung betrieben. Die Polizei löste daraufhin die Kundgebung auf und forderte die Leute zum Verlassen des Platzes auf. Ester Seitz aber rief zum “Sitzstreik” auf. Als die Wasserwerfer anrollten, verließen bis auf 50 Pesonen alle Sitzstreikenden (auch Ester Seitz) den Platz, die anderen wurden (trocken) in den Bahnhof getragen und in Regionalexpresse ihrer Wahl gesetzt.

Die Kundgebung am 4. September war von Ester Seitz dann hinsichtlich Ort und Ablauf als Kopie der Kundgebung vom 31. Juli angemeldet worden. Damit sollte symbolisch die Versammlungsfreiheit in Deutschland wiederhergestellt werden. Gastredner war Rob Verreycken von der belgischen Partei Vlaams Belang. Die hatte in den 1990ern große Wahlerfolge, ist heute aber mit drei von 150 Sitzen im Belgischen Parlament und sechs von 124 Sitzen im Flämischen Parlament unbedeutend.

Laut eines gemeinsamen Aufrufs von ProNRW und Ester Seitz, sollte es eine „Groß-Demo mit 350” Teilnehmenden werden. Die ‚Patriotin‘ Marie Jakob kommentierte den Aufruf vor der Kundgebung auf der Facebookseite von Ester Seitz:

Hört bitte auf, das als Großdemo zu deklarieren. Es kommen eine Handvoll ProNRW-Verbliebener. Dann vielleicht ein paar von den Hools. Die guten Aktivisten, die sich benehmen, die das letzte Mal 90% der Teilnehmer gestellt haben, bleiben diesmal weg. Weil Du, Ester, nichts kannst als spalten, lügen, dich asozial benehmen, überall reinspringen und verbrannte Erde hinterlassen. Ihr werden da mit einer Handvoll Leute stehen, die sich noch von Dir blenden lassen.

Aber Dein Popstar-Dasein auf NRWs Bühnen hat bald ein Ende. Dich unterstützt hier kein vernünftiger Mensch mehr.“].

Hier finden Sie das vollständige Dossier.

Ihr Ronald Micklich

Terminhinweis: Aufnahme der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ in den Verfassungsschutzbericht 2013

Mit Klick ins Bild zum Bericht

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Pressemitteilung vom 31.08.2016

In der Verwaltungsstreitsache

VG 1 K 71.15

Bürgerbewegung Pro Deutschland, Landesverband Berlin

Verfahrensbevollmächtigter: Rechtsanwalt Carsten Pagel

gegen

das Land Berlin,
vertreten durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport,
– Abteilung Verfassungsschutz –

hat das Verwaltungsgericht Berlin Termin zur mündlichen Verhandlung auf

Mittwoch, den 7. September 2016, 11:30 Uhr

im Gerichtsgebäude, Kirchstraße 7, 10557 Berlin, Saal 1202 anberaumt.

Gegenstand des Verfahrens: Aufnahme der „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ in den Verfassungsschutzbericht 2013

Die Partei „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ wendet sich gegen ihre Aufnahme in den von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport veröffentlichten Verfassungsschutzbericht 2013 unter der Rubrik „Rechtsextremismus“. Sie ist der Ansicht, sie sei vom Beklagten zu Unrecht als verfassungsfeindlich eingestuft worden. Ihre Äußerungen seien von der Meinungsfreiheit gedeckt. Der Beklagte geht davon aus, dass es sich bei der Klägerin um eine gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtete Bestrebung handele. Die Aktivitäten der Klägerin zielten darauf ab, wesentliche Verfassungsgrundsätze, insbesondere die Menschenwürde von Ausländern und die Religionsfreiheit von Muslimen in Deutschland außer Geltung zu setzen.

Das Urteil wird mit Spannung erwartet.

Ihr Ronald Micklich

Kurz notiert: Infos zu Pro – NRW (Witten), Deutschland (VS-Prozess), Köln (Wahl Seniorenvertretung)

So sah es 2014 aus (Unser Bericht)

So sah es 2014 aus (Unser Bericht)

Pro NRW / Pro Deutschland (PD) Witten
Wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren war, besteht offensichtlich das Vorhaben, nun doch eine Fraktion im Wittener Stadtrat mit Peggy Hufenbach (PD) und Christoph Schmidt (Pro NRW) zu gründen.

Erst im Juli 2015 trat Hufenbach bei der rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Restetruppe Pro NRW aus und unter Vorbehalt bei PD ein. Bedingung für Hufenbach: Christoph Schmidt solle nicht auch bei PD aufgenommen werden. Mit Schmidt ist Hufenbach nie klar gekommen, was wohl auch mit seiner radikalen Einstellung zu tun haben solle. Eine politische Annäherung ist recht unwahrscheinlich. Spielt hier etwa einmal mehr die Fraktionszulage eine Rolle?

So schrieb Beisichts Propagandaorgan am 14.07.2015 unter der Überschrift – „EN-Kreis: Ratsherr Schmidt übernimmt kommissarisch den Kreisverband“: „Die Neustrukturierung ist leider notwendig geworden, nachdem sich die alte Kreisvorsitzende auf unrühmliche Art und Weise von uns verabschiedet hat. Schon kurz nach der Wahl hat sie die Fraktionsgründung verhindert, wodurch die Handlungsfähigkeit im Wittener Stadtrat eingeschränkt war. Einziger Aktivposten in den letzten Monaten in Witten war unser Ratsherr Schmidt und ich hoffe, dass er diesen Elan auf den gesamten Kreisverband übertragen kann“, …

Auch der ex. JN / NPD´ler Schmidt gibt seinen Senf dazu: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir schnellstmöglich in Witten und dem Ennepe-Ruhr-Kreis kampagnenfähige Strukturen haben werden. Die Zeit des Stillstandes ist nun endlich vorbei und wir können zur alltäglichen politischen Arbeit wieder zurückkehren“, so der Wittener Ratsherr Schmidt zu seinem neuen Posten. Ein Kenner der Szene sagt dazu nur lapidar „selten so gelacht“.

Pro Deutschland – Gerichtstermin im Prozess gegen den Berliner Verfassungsschutzbericht Am Mittwoch dem 7. September 2016 um 11:30 Uhr findet im Verwaltungsgericht Berlin, Kirchstraße 7, 10557 Berlin-Tiergarten ein erster Termin im Prozess gegen den Berliner Verfassungsschutzbericht statt. Pro Deutschland wurde in diesem Bericht nicht nur erwähnt sondern es heißt dort u. A. : „Die Programmatik und Ziele von „Pro Deutschland“ enthalten verfassungsfeindliche Positionen.“ (wir berichteten). Offensichtlich freut sich der Vorsitzende Manfred Rouhs über diesen Termin, liegt er doch noch vor den Wahlen am 18.09.2016 in Berlin. Rouhs erhofft sich aus einer politischen Debatte in dieser Angelegenheit Kapital schlagen zu können.

Dieser Schuss könnte aber böse ins Auge gehen, liest man die VS-Berichte über PD im Bund und vor allem in NRW. Auszug: „Die Gruppierungen Pro Köln, Pro NRW und Pro Deutschland – Landesverband NRW missachten mit ihren Aussagen und Forderungen die im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechte, insbesondere die Menschenwürde und das Diskriminierungsverbot.“ (wir berichteten) Wer will dieser Truppe denn noch seine Stimme geben?

Pro Köln – städtische Seniorenvertretung steht 2016 zur Wahl
Alle fünf Jahre wird sie neu gewählt – die Seniorenvertretung der Stadt Köln (SVK). Sie ist ehrenamtlich, überkonfessionell und überparteilich tätig. Die Seniorenvertretung vertritt die Interessen der eigenen Generation gegenüber der Stadt Köln sowie den Trägerinnen, Trägern und Einrichtungen der Seniorenarbeit. Sie ist die Lobby älterer Menschen.

Die Wahl findet als reine Briefwahl statt. Die Stimme kann bis zum 22. Oktober 2016 abgegeben werden. In jedem Stadtbezirk werden fünf Mitglieder für die Seniorenvertretung gewählt. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Alle Kölner Einwohnerinnen und Einwohner ab 60 Jahre, auch ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, sind aufgerufen, ihr Wahlrecht auszuüben und zu kandidieren.

Auch Pro Köln will bei dieser Seniorenwahl wieder zahlreiche Kandidaten aus den eigenen Reihen unterstützen. Bei der letzten Seniorenwahl im Jahr 2011, also vor dem Wahldesaster 2014 und dem niederschmetternden Wahlergebnis von nur 2,59%, erreichte Pro Köln immerhin 6,4 % aller Sitze (Kommunalwahlergebnis 5,4%). Bei der anstehenden Seniorenwahl will Pro Köln die Marke von 6,4% noch toppen. Da lacht selbst der Tünnes!

Pro Köln haut mächtig auf den Putz. Eine eigene Zeitung mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren soll an Pro Köln verbundene Kölner Haushalte verschickt werden. Eine mehrwöchige Infostandserie ist geplant und Direktwerbemittel sollen  verteilt werden. Als finanziellen Aufwand veranschlagt Pro Köln 7.000 Euro. Die eingefahrenen Mittel aus der Stadtkasse sind augenscheinlich für andere Dinge vorgesehen, die Kasse scheint leer. Wo sind sie denn verblieben , die vielen tausend Euro aus der Stadtkasse? Und so geht wie schon seit Jahren, die immerwährende Bettelei um Zuwendungen und Spenden weiter. Auch kleinere Beträge sind willkommen.

Ihr Ronald Micklich