Pro NRW Weihnachtsfeier 2016 nur für Selbstzahler?

scharlatan-mit-weihnachtsbaumTermin:
Am 13.12.2016 findet eine Pro NRW Weihnachtsfeier, offenbar im engsten Kreise der „Rechtsradikalen“, statt. Gefeiert werden soll am 13.12.2016 von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr im Kaminzimmer der Villa Wuppermann in 51375 Leverkusen – Schlebusch, Mülheimer Str. 14.

Anschreiben
Es braucht starke Nerven sich diese „Weihnachtsfeier“ anzutun. Der angezettelte Jahresrückblick fand schon in schriftlicher Form als Beilage zur Anmeldung statt. Hier ergibt sich Beisicht in der üblichen Propaganda. „Unsere Fraktionen und Ratsgruppen leisten in unseren Hochburgen eine effiziente, konsequente und nachhaltige Oppositionsarbeit …“ bla, bla. „Unsere Partei wird daher auch in Zukunft als seröses freiheitliches Original und Korrektiv zu den verbrauchten Altparteien nötiger denn je gebraucht“, lässt Beisicht den erstaunten Leser wissen.

Dann widmet der Imperator noch einen ganzen Absatz der Mogelpackung AfD und grämt sich darüber, dass seine rechtsradikale und verfassungsfeindliche Restetruppe bei der AfD keinen Blumentopf gewinnen kann und von Parteiveranstaltung der AfD ausgeschlossen ist.

Noch im März diesen Jahres lies Beisicht verlautbaren: „Wir bieten der AfD in NRW eine Kooperation an. Angesichts des Asyl-Tsunamis ist eine politische Kooperation aller freiheitlichen Parteien bei einer selbstverständlichen Akzeptanz der Meinungsführerschaft der AfD dringend geboten.“ (Wir berichteten). So ändert der Anführer seine Meinung nach Gutdünken.

Penetrante Bettelei
Nach einer schier unerträglichen Selbstbeweihräucherung kommt natürlich die Aufforderung für „die kommenden wichtigen Aufgaben auch eine finanzielle Unterstützung …“ zu leisten. Bankverbindung anbei. Da fragt sich der verdutzte Adressat um welche Aufgaben es sich handelt. Eine Teilnahme an den Landtagswahlen ist mit dem verbliebenen Rest eh illusorisch. Wofür also braucht Beisicht Geld?

Dem Fass den Boden, schlägt aber das beiliegende Anmeldeformular zur Weihnachtsfeier aus. Dort werden die persönlichen Daten des Teilnahmebegehrenden erfasst Name etc, ich melde mich verbindlich … usw. an. Dann folgt ohne jeglichen Übergang die Aufforderung:

Ich unterstütze Ihre Arbeit mit beiliegender Spende in Höhe von € ……. in bar, in Briefmarken per Scheck.
Ich überweise eine Spende in Höhe von € …….. (Bankverbindung)

Wenigstens wird hier die Möglichkeit der freien Auswahl, wie das Monetäre fließen soll, dem Angeschriebenen selbst überlassen.

Kommentar
Würden Sie an einer Veranstaltung teilnehmen, wenn die Teilnahme unverblümt mit der Erwartung auf eine Spende verknüpft ist? Wohl kaum. Selbst Beisicht hat offenbar keine allzu großen Erwartungen was die Zahl der Teilnehmer anbetrifft. Wie zu erfahren war, wurde nur für deutlich unter 50 Teilnehmer gebucht.

Die Weihnachtsmärkte in den Städten bieten echte Spezialitäten. Da ist Ihr Geld sicher besser investiert, als auf einer Monologveranstaltung eines Dauervorsitzenden mit den ewig gleichen Parolen.

Ihr Ronald Micklich

Eine Analyse – AfD der „Rechtsradikalen“-Killer? Welche Chancen haben NPD, Pro NRW und Co bei den LTW 2017 in NRW?

AnalyseLandtagswahl 2016 Fakten
Die AfD ist der große Gewinner. Drei Landesregierungen sind abgewählt. Sachsen-Anhalt ist so gut wie unregierbar. In Baden-Württemberg hat Winfried Kretschmann gewonnen. In Rheinland-Pfalz ist der Sieger die SPD, die in den anderen beiden Bundesländern ihren Status als Volkspartei verloren hat.

Aus dem Stand erreichte die AfD (Alternative für Deutschland) in allen drei Bundesländern 2 stellige Ergebnisse. In Sachsen-Anhalt 24,2% in Baden-Württemberg 15,1% und in Rheinland-Pfalz 12,6% der Wählerstimmen.

Auswirkungen
Hinterfragt wird, welche Auswirkungen das politische Erdbeben des Wahlerfolges der AfD auf die unter 5% liegenden Konkurrenten aus den rechtsextremistischen oder rechtspopulistischen Parteien hat. Bedienen Sie sich bitte der Graphik.

Es bleibt festzuhalten, dass alle extremen Parteien mehr als die Hälfte ihrer Wählerschaft verloren haben und ihre Stimmenanteile bei max. 0,5% liegen. Die neuen Kandidaten „III Weg“ und „Die Rechte“ spielen faktisch keine Rolle. Einzig die NPD, und hier auch nur in Sachsen Anhalt, konnte sich trotz immenser Stimmenverluste mit 1,89% Stimmenanteil noch in die Parteienfinanzierung retten. Bei den Republikanern in Baden-Württemberg gehen die Lampen aus.

Ausblick
Interessant werden sicher die Landtagswahlen am 04.09.2016 in Mecklenburg-Vorpommern. Dort werden für die NPD von INSA momentan 4% prognostiziert.

Auch die Wahlen in Nordrhein-Westfalen am 14.05.2017 dürften spannend werden. Wird die AfD auch hier 2 stellige Wahlergebnisse einfahren können? Sicher dürfte nur sein, dass die rechtsextremistische NPD und die Restetruppe von Pro NRW auch hier herbe Verluste hinnehmen werden müssen, setzt sich der derzeitige Trend fort.

Ergebnisse Landtagswahl 13.05.2012: NPD 40.007 Stimmen, 0,5%, Pro NRW 118.326 Stimmen, 1,5%. Schon bei der Europawahl am 25.05.2014 schmierte Pro NRW erbärmlich ab und lag fast Stimmengleich mit der NPD bei nur noch 0,6% der Wählerstimmen. Die AfD errang hier aus dem Stand 5,4% und wird wahrscheinlich für das miese Ergebnis von Pro NRW mitverantwortlich zeichnen. So dürften ab 2017 die fetten Jahre für Beisicht und Co. Geschichte sein. Die so oft bemühte „historische Chance“ des selbsternannten „honorigen“ Advokaten wird sich wohl auch hier einmal mehr als „laues Lüftchen“ erweisen.

Ihr Ronald Micklich

Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden Württemberg und Rheinland-Pfalz

Bildschirmfoto_Tagesschau

Bildschirmfoto Tagesschau

Ergebnis und Analyse einmal anders
Sicherlich hat jeder politisch Interessierte den heutigen Wahltag mit Spannung verfolgt und viele haben auf einen Bericht der Bergischen Stimme gewartet. Schon ab 16:00 Uhr wurde man quasi mit Informationen überschüttet. Im Internet und morgen in den Papiermedien, sowie im Fernsehen, wurde fast alles über die Wahl gesagt, aber eben nur fast. Sobald die exakten Wahlergebnisse vorliegen, werden wir diese einmal aus einem anderen Blickwinkel präsentieren. Weitere und aktuelle Ergebnisse.

Ihr B.S. Team

Der Brüller am Wochenende: Markus Beisicht (Pro NRW) versucht sich als Global-Player

Screenshot Migazin: Klicken Sie bitte in das Bild - Vernetzungen der der rechtsextremen Szene. © IDA

Screenshot Migazin: Klicken Sie bitte in das Bild –
Vernetzungen der rechtsextremen Szene. © IDA

Beisichts Ego angegriffen?
Natürlich war eine Reaktion von Markus Beisicht, dem Anführer der rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Restetruppe Pro NRW, auf unseren Artikel vom 22.01.2015 über den Neujahrsempfang von Pro Köln vorauszusehen.

Unseren Absatz: „Im Gegensatz zu Pro NRW, die bei ihrem Neujahrsempfang nur durch aufgeblasene Propaganda und drittklassige, zum Teil aus ehemaligen NPD Mitgliedern bestehenden Islamfeinden als Redner auffielen, sind bei der Veranstaltung von Pro Köln wieder die politischen Vertreter aus Belgien (Vlaams Belang), Frankreich (Alsace d’abord) und Österreich (FPÖ) vor Ort, die mit Beisichts Restetruppe offensichtlich nichts mehr zu tun haben wollen“, konnte der selbsternannte „honorige Anwalt“ offensichtlich nur schlecht verdauen und suchte augenscheinlich nach einer Lösung seines Dilemmas.

So gab es ein Treffen mit Hilde DeLobel und Robert Spieler in Köln, um den ganz Unbedarften wieder mal einen erzählen zu können.

Propagandagesülze
Markus Beisicht schwafelt in seiner Propaganda von einer Vereinbarung über die Vertiefung ihrer langjährigen politischen Zusammenarbeit. Diese hat seit langer Zeit nicht mehr stattgefunden. Die rechtsextremistischen Verfassungsfeinde von Pro NRW wollen angeblich noch dieses Jahr mit Hilde de Lobel und Robert Spieler auf einem geplanten islamkritischen Kongress von PRO NRW auftreten.

Beisicht hebt hervor, dass er mit DeLobel noch ausführlich mögliche gemeinsame Aktivitäten von Pro NRW und dem Vlaams Belang, sowie der Fortführung einer von Beisicht herbeigeredeten, bewährten Kooperation mit den Rechtsextremisten aus Belgien besprochen haben will. Es sei unheimlich wichtig, dass sich die europäischen Patrioten weiter vernetzen und ihre Zusammenarbeit fortführen, plappert Beisicht in seiner Propaganda weiter.

Vlaams Belang
Am 15.10.2012 berichteten wir über die größte Wahlschlappe des Vlaams Belang seit seiner Gründung. „Der ausländerfeindliche Vlaams Belang dagegen erlebt eine dramatische und wahrscheinlich definitive Niederlage. Der Stimmenanteil der ausländerfeindliche Partei Vlaams Belang (VB) sank von 33 auf unter 10 Prozent“, ist hier zu lesen. Kurz und bündig, Hilde DeLobel ist in Belgien Vergangenheit und hat keinen politischen Einfluss mehr.

Wer sich für die belgische Regierung interessiert wird hier fündig. Am 20.04.2015 ist auf Belgien Info unter der Überschrift „Regierung Charles Michel sechs Monate im Amt – Eine Zwischenbilanz“ ein lesenswerter Artikel eingestellt, der auch kurz den Vlaams Belang streift. Auszug:

Im Ergebnis ist die N-VA (Neue Flämische Allianz) in Flandern zur stärksten Partei mit dem belgienweit besten Wahlergebnis geworden: 32,4 % in Flandern und 2,7 % in Brüssel, was gleichbedeutend mit 20,3 % für ganz Belgien ist. Dies ging vor allem zu Lasten von Gruppierungen wie der inzwischen verschwundenen libertären „Liste Dedecker“ (Lijst Dedecker, LDD) oder extrem rechter Parteien wie dem „Flämischen Interesse“ (Vlaams Belang), die mit ihrer Forderung nach sofortiger Abspaltung Flanderns („splitsing nu!“) vom Rest Belgiens nicht mehr so recht punkten können.

Nouvelle Droite populaire
Über Robert Spieler und der von ihm 2008 gegründeten Nouvelle Droite populaire, lohnt es sich fast nicht zu berichten. Eine regionale islamfeindliche Minipartei, die selbst in Wählerbündnissen nicht über 3% der Stimmen auf sich vereinigen konnte und selbst eine 0,..% Partei ist, passt natürlich gut zu Beisichts Restetruppe. Auch Robert Spieler spielt keine Rolle in der politischen Landschaft Frankreichs. Wer sich dennoch interessiert, Quelle

FPÖ (Freiheitliche Partei Österreich)
Gerne segelte Beisicht in der Vergangenheit im Kielwasser der erfolgreichen FPÖ mit Heinz-Christian Strache an der Spitze. Auf der Internetpräsenz der FPÖ sucht man vergeblich nach einem Hinweis auf die zur NPD 2.0 mutierten Verfassungsfeinde von Pro NRW.

In unserem Artikel „Pro NRW – Beisichts phantastische Tagträume von einer intensiven Zusammenarbeit mit der FPÖ“ vom 01.10.2015 berichteten wir über das Verhältnis zwischen Pro NRW und der FPÖ. Auszug:

„Schon 2010 wollte die FPÖ auf keinen Fall etwas mit radikalen Gruppierungen oder gar der NPD zu tun haben. Aus genau dieser Mischpoke besteht aber Beisichts Restetruppe, was ihm sogar der Verfassungsschutz attestiert. Der ehemalige Wiener FP-Landtagspräsident Johann Herzog stellte klar: “ich bin enttäuscht, dass eine Zeitung, die im Eigentum der Republik Österreich steht, sich daran beteiligt, die Freiheitlichen mit radikalen Gruppierungen in Zusammenhang zu bringen. Herzog beruhigte damals: “Wir suchen uns unsere Freund sehr genau aus”, und Markus Beisicht gehört sicherlich nicht mehr dazu.

Nun ergibt sich eine andere Liaison zwischen der FPÖ und der AfD (Alternative für Deutschland), bei der Beisicht die Tränen in den Augen stehen dürften. So ist in der Presse zu lesen:

„AfD-Einladung: HC Strache (FPÖ) kommt nach Düsseldorf! Die Alternative für Deutschland hat den österreichischen Politiker Heinz-Christian Strache zu einem Vortrag eingeladen.“ Auszug:

„Die Alternative für Deutschland hat über Ihren Europaparlamentarier Marcus Pretzell eine Veranstaltung unter der Prämisse „Europäische Visionen“ auf Facebook erstellt.“

„Kommen sollen neben ihm selbst und der Bundesvorsitzenden der Partei, Frauke Petry, auch der Vorsitzende der liberalen slowakischen Partei „Sloboda a Solitarita“ und Europaparlamentarier Richard Sulik und – und das ist die rießige Überraschung – Heinz-Christian Strache, Vorsitzender der österreichischen FPÖ.

Damit dürften die Fronten wer mit wem geklärt sein. “Wir suchen uns unsere Freund sehr genau aus” wie Johann Herzog schon 2010 treffend anmerkte, zeigt deutlich, dass Beisicht mit seiner von ex. NPD´lern verseuchten Restetruppe keine politische Rolle in der europäischen Vernetzung spielt.

Beisicht macht sich mit seiner Propaganda immer lächerlicher und dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass sich überhaupt noch Leser auf seine Märchenbuchseite verirren.

Ihr Ronald Micklich

Daniel Obst erläutert die Beweggründe zu seinem Austritt im Juli 2015 aus der Alternative für Deutschland

AfDVorgeschichte
Die Alternative für Deutschland (AfD) hat am 04.06.2013 in Overath ihren Rheinisch-Bergischen Kreisverband gegründet. Sprecher der neuen Partei im Kreis ist der (damals) 30-jährige Daniel Obst.

Text von Daniel Obst
In einem ersten Schritt konnte mit Gründung der Alternative für Deutschland ein beträchtliches Wählerpotential angesprochen werden, dass die Versäumnisse und Verfehlungen in der etablierten Parteienlandschaft in Deutschland erkannt hat und bereit ist, die Bemühungen um einen Wandel zu honorieren.

Wie schwierig eine Parteigründung ist, haben schon viele Anläufe in den letzten Jahrzehnten gezeigt. Weltverbesserer, politische Glücksritter, gescheiterte Existenzen und auch politische Grenzgänger (und Grenzüberschreiter) werden leider insbesondere von jungen, kleinen Parteien angezogen wie Motten vom Licht.

Dabei kann ein ’schlechter‘ Parteifreund durch sein Wirken durchaus mehreren ‚guten‘ Mitgliedern die Lust an der Sache verderben (oder schon die Lust zum Beitritt), nicht aber umgekehrt. Auch daran ist die AfD gescheitert.

Das Sammelsurium von Gruppierungen und Zweckgemeinschaften, das sich bei der AfD nach rund zwei Jahren durchgesetzt hat und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diese Partei irreparabel beschädigt hat, musste ich hinter mir lassen. Es ist kein innerparteilicher Weg mehr aussichtsreich gewesen, um die Gründungsgedanken von 2013 und die politischen Leitlinien vor ihrer Zerrüttung, insbesondere durch Menschen mit diversen Phobien, zu retten.

Deshalb bin ich, Daniel Obst, am 31.07.2015 aus der Alternative für Deutschland ausgetreten und distanziere mich ganz klar von der ’neuen AfD‘, die sich insb. auch, aber nicht nur, um Menschen wie Björn Höcke formiert hat.“

Daniel Obst am 10.01.2016

Melanie Dittmer schmeißt bei Pro NRW hin

FB-Screenshot: Dittmer präsentiert ihren zerissenen Pro NRW-Mitgliedsausweis

FB-Screenshot: Dittmer präsentiert ihren zerissenen Pro NRW-Mitgliedsausweis

Melanie Dittmer hat hingeschmissen
Gestern ist Melanie Dittmer während der Dügida auf ihre Art und Weise bei PRO NRW ausgetreten. Nach nur 9 Monaten Mitgliedschaft, distanziere sie sich ganz deutlich von einem spießbürgerlichem Parlamentarismus der Mitte, bei dem man sich von allem und jedem distanziert der zu weit rechts oder links ist, bekundet das ehemalige Vorstandsmitglied der Bürgerbewegten. Das wäre in ihren Augen volksentzweiend und nicht zielführend. Sie würde sich weder vor einen Karren spannen lassen, noch die Dügida parteilich okkupieren, erklärt Dittmer auf ihrer Facebook-Seite.

„Wir standen immer für eine freie, patriotische Einheitsfront aus allen Lagern. Von Die Rechte, über NPD, bis zu PRO NRW oder AFD ist bei uns jeder willkommen. Wir machen bei der ganzen Spalterei nicht mit. Und wir distanzieren uns auch nicht. Mit der ganzen Distanzeritis erreicht man nichts. Gemeinsam sind wir stark“, betont der Kopf der Dügida.

Kommentar
Offensichtlich hat sich die neugegründete Opposition im Pro NRW Vorstand durchgesetzt. Beisicht hat den Kürzeren gezogen, Melanie Dittmer ist ausgetreten. Von einer nordrheinwestfälischen Grundgesetzpartei ist Beisicht mit seinen Jüngern aber noch immer meilenweit entfernt. Der Verfassungsschutz bezeichnet Pro NRW als rechtsextrem und verfassungsfeindlich und dies lange bevor Melanie Dittmer ihr kurzes Gastspiel bei Pro NRW begann.

Interessant ist die Aussage von Dittmer über die Mitglieder einer „patriotischen Einheitsfront“, zu denen nach ihrer Einschätzung Die Rechte, NPD, AFD und Pro NRW (zumindest bis gestern) gehört/e. Von den Republikanern ist keine Rede, warum wohl?

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW-Anführer Markus Beisicht blamiert: Duisburger Ratsherr stimmt für Notunterkunft in Duisburg – Neumühl, Beisicht erhält Hausverbot für Duisburger Fraktions- Räumlichkeiten

Screenshot: Agam-Saal, Auszug aus dem Titelbild zum Mannheimer Artikel

Screenshot: Agam-Saal, Auszug aus dem Titelbild zum Mannheimer Artikel

Markus Beisicht vorgeführt
Der Duisburger Pro NRW-Ratsherr Egon Rohmann hat Pro-Chef Markus Beisicht schwer düpiert. In einer Abstimmung stimmte Rohmann entgegen seiner Fraktion und Pro NRW Doktrin für das Landesasyl im Stadtteil Neumuehl. Auszug aus der Ratsniederschrift (Seite 135):

„Beschluss – Die Stadt Duisburg unterstützt die Bezirksregierung Arnsberg bei der Herrichtung und den Betrieb einer Landesaufnahmeeinrichtung in Form einer temporären Notunterkunft im ehemaligen St. Barbara-Hospital in Duisburg-Neumühl mit einer Platzzahl von ca. 300 Unterbringungen in der vollen Ausbaustufe.“

Beratungsergebnis
Dafür: die Mehrheit (SPD, CDU, Grüne, Die Linke., AfD – teilweise -, PSL, JuDu/DAL, Ratsherr Rohmann – ProNRW -, FDP, OB Link)
Dagegen: die Minderheit (ProNRW – teilweise -, Ratsherr Lücht – AfD -, NPD)

Hausverbot für Beisicht, Fiedler und Schwarz
Mit einem am 04. Dezember versandten  Einschreiben mit Rückschein, erteilt die Pro NRW- Ratsfraktion der Stadt Duisburg ein Hausverbot für Markus Beisicht (Pro NRW-Vorsitzender), Detlev Schwarz (noch Geschäftsführer) und Tony Xaver Fiedler (neuer gehandelter Generalsekretär in Lauerstellung)  für die Räumlichkeiten der Fraktion PRO NRW Duisburg. Die Gründe für diesen bemerkenswerten „Rausschmiss werden an anderer Stelle“ erläutert. Nur eines vorweg:

Ein Spitzenfunktionär aus dem Köln-Bonner Raum hat sich offenbar in einer mentalen Stresssituation dazu hinreißen lassen, wüste Beschimpfungen und Bedrohungen im vulgären, niveaulosen Gossen-Slang  gegen den Duisburger Fraktionschef Malonn auszusprechen. Ein Gesprächsprotokoll liegt unserer Redaktion vor. Es geht wie üblich um Geld, viel Geld …

Kommentar
Markus Beisicht hat mit seiner Hetze und den dazugehörigen Demos gerade in Duisburg- Neumühl so viele Wählerstimmen akquirieren können, dass es bei der vergangenen Kommunalwahl für 4 Sitze im Rat der Stadt Duisburg reichte. Nach nur 5 Monaten Mitgliedschaft im Rat haben sich sicher einige Pro-Wähler erstaunt die Augen gerieben: Der durch sie in den Rat gewählte Pro NRW- Ratsherr Egon Rohmann stimmt mit den etablierten Parteien für eine temporären Notunterkunft im ehemaligen St. Barbara-Hospital in Duisburg-Neumühl. Das kostet bei der Landtagswahl sicherlich einige Wählerstimmen.

Markus Beisicht und Getreue sind schnell bei der Hand, wenn es um die Liquidierung von unliebsamen Parteimitgliedern geht. Voller Panik, wegen immer mehr Informanten in den eigenen Reihen, scheint der Pro-Herrscher mit seinem neuen Knappen Tony Xaver Fiedler jetzt eine Säuberungsaktion in der Partei durchzuführen. Dies könnte dazu führen, dass die ohnehin mit nur noch 650 Mitgliedern bezifferte Kleistpartei eine weitere Dezimierung hinnehmen muss. Einige Bürgerbewegte haben offensichtlich erkannt, wie Markus Beisicht seinen Laden führt.

Beispiel:
Im September 2013 verkündete die offizielle Propagandaabteilung von Pro NRW im Bericht über die Wahl der Europaparlament-Kandidaten vom 10.09.2013:

„Außerdem wählte der Parteitag noch den Bonner Kreisvorsitzenden Detlev Schwarz mit großer Mehrheit zum neuen Landesgeschäftsführer.“

In der Übersicht des Bundeswahlleiters für Pro NRW, in der die Vorstandsmitglieder, die Satzung und das Programm hinterlegt sind, findet sich ein seltsamer Eintrag. Mit Stand 21.08.2013 wird bei den Vorstandsmitgliedern Detlev Schwarz als Geschäftsführer angegeben.

Es ist schon bezeichnend, wenn die Wahl eines Geschäftsführers am 10.09.2013 stattfindet, die betroffene Person aber schon am 21.08.2013, also 3 Wochen vor der Wahl feststeht und in den amtlichen Unterlagen des Bundeswahlleiters als “Geschäftsführer” von Pro NRW verzeichnet ist.

Viel Spaß dann bei den Wahlen!

Ihr Ronald Micklich