Pro NRW: Auflösungserscheinungen und harsche Kritik an Beisichts Wahlprogramm

A. Kern: Funktionär, Kandidat und Fotograf bei Pro NRW

A. Kern: Funktionär, Kandidat und Fotograf bei Pro NRW

Abschlusserklärung zu den Wahlen
Der Bonner Pro-Funktionär Alexander Kern hat noch am Wahlabend (25.05.2014) mit einem Abschlussbericht auf seiner Facebookseite, auf die verkorkste Wahl reagiert. Dort bedankte er sich bei seinen Parteifreunden für die gemeinsame Wahlkampfzeit. Seine Enttäuschung über das niederschmetternde Wahlergebnis und die vergebliche Mühe und Investition blickte schon deutlich durch.

 „Neben mir ist auch Christopher (Redak. von Mengersen CvM) extra nach Bonn gezogen um sich für eine politische Veränderung einzusetzen. Wir haben alles gegeben, knapp 30.000 € in den Wahlkampf gepumpt (CvM) und monatelang einen extrem anstrengenden Wahlkampf betrieben. Trotzdem hat es nur für dasselbe Ergebnis gereicht, dass wir auch schon bei der Wahl zuvor hatten.Grad mal knapp über 100 Stimmen mehr als das letzte Mal“, resigniert Kern.

Wie es für Kern persönlich weitergehen werde, konnte er noch nicht sagen. Eine Option wäre die Rückkehr des 22 jährigen zu seiner Familie nach Ratingen. Kern ist von dort extra wegen der Wahl nach Bonn gezogen.

Bemerkenswerte Wahlanalyse
Am 26.05.2014 gibt Kern seine Einschätzung, „warum PRO NRW gescheitert ist“, bekannt. Auszüge:

„Ich denke, dass wir den Bogen überspannt haben, Provokation ist EIN Mittel in der Politik, aber sicherlich nicht das Beste. Durch unsere ewigen Angriffe gegen alles und jeden haben wir den normalen Bürger nicht gezeigt, dass wir seriös sind und wirklich in der Politik etwas bewegen wollen sondern einfach nur das Bild von Krawallbrüdern gezeigt.“

„… wurden Sprüche wie „Bürgermut stoppt Asylantenflut“ zu tausenden an die Laternen gebracht. Mit solchen Sprüchen haben wir uns vollkommen ins Abseits geschossen und sind auf NPD Niveau.“

„Seriösität, Anstand, Freundlichkeit, Sachlichkeit, das sind die Punkte mit denen man eine Wahl gewinnt, aber so wie es jetzt gelaufen ist, ist das Ergebnis kein Wunder.“

Nun fragt sich Alexander Kern wie mit diesem Ergebnis umzugehen sei und stellt auch seinen Freunden folgende Fragen: „War´s das mit PRO NRW? Machen wir so weiter wie bisher und bauen auf (Redak. auf soll wohl auch heißen) bei den nächsten Wahlen wieder ab oder ändern wir was? Wer ist dafür verantwortlich? Welche Posten müssen ggf. neu besetzt werden? Gibt es überhaupt noch Chancen?“

Reaktionen
Kern bekommt vorwiegend Zustimmung zu seinen Ausführungen. Auf Ablehnung trifft Kern erwartungsgemäß bei den Kameraden Andre Hüsgen und Christoph Schmidt. In seiner schon bald als „hündische Ergebenheit“ zu bezeichnende Meinungsgleichschaltung mit seinem Parteichef Markus Beisicht, schwafeln die ex. NPD´ler zum Thema Provokation:

Ein Pro-Kölner postet zu Kerns Analyse: „In allen Punkten hast du Recht“ darauf – Andre Hüsgen: „Nein, hat er nicht. Habt ihrs vergessen ? Gab schon mal eine Partei, die verrufen war und dann meinte auf „nett“ zu machen. Wo die REP heute stehen, brauche ich Euch nicht zu sagen. Die Zustände in unserem Land bedingen das Mittel der maximalen Provokation!“, und weiter: „Und, Herr Kern, PRO NRW ist nicht in Gänze gescheitert, wenngleich das Ergebnis nicht überall optimal war!“

Ein weiterer ex. NPD´ler und Hüsgen Kamerad, Christoph Schmidt, gibt den gleichen Salm dazu: „Waren eher zu wenig Provokationen in letzter Zeit. Man hätte besser wieder Karikaturen zeigen sollen“, befindet Schmidt.

Mit Provokationen kennt sich Schmidt augenscheinlich bestens aus. Als Beispiel soll sein widerlicher Auftritt vor dem Denkmal des KZ-Außenlagers von Buchenwald, in Witten-Annen, im Sommer 2009 genannt werden. Vor abendlicher Kulisse ließ Christoph Schmidt alle Hemmungen fallen und posierte im Kreis seiner “Kameraden” mit Reichsfahne, sowie mit einem JN-Wimpel, in Siegerpose vor dem offiziellen Denkmal.

Einen bezeichnenden Bericht über Schmidt und Hüsgen mit Lebensgefährtin Gehrhardt, zum Thema NPD-Vergangenheit, finden Sie im Kommentar unseres Berichtes vom 28.10.2013.

Kommentar
Kern bringt seine Kritik auf den Punkt. Am 6. April 2014 übermittelte der Pro-Funktionär 20 Wahlkampfthemen an die Parteiführung mit der Bitte zu überdenken, ob diese oder Teile davon in das Parteiprogramm übernommen werden können. Erfolg scheint er damit nicht gehabt zu haben.

Die Option „zurück zur Familie“ und Wiedereinstieg ins bürgerliche Leben, Kern war ehrenamtlich in Ratingen bei der Tafel tätig und hat jahrelang beim Technischen Hilfswerk gearbeitet, wird nicht so einfach sein. Auch die Empfehlung eines Facebook-Freundes:

„Ich kann das voll verstehen wenn man sich als jünger Mensch neu sortieren muss. Alex, an der Heimatfront kämpft es sich oft viel besser. Geh nach Hause, mach erstmal eine Lehre und schau, ob Du vor Ort was gutes aufbauen kannst“ (sic!), wird sich nicht so leicht realisieren lassen. Als ehemaliger Funktionär und Kandidat bei und für Pro NRW, ist die Person Alexander Kern verbrannt. Sowohl gesellschaftlich als auch politisch wird die Rückkehr in ein normales  Leben nur durch das Tal der Tränen möglich sein. Zeit dafür, bleibt genug.

Ihr Ronald Micklich

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Pro NRW/ Köln: Traum und Realität – Kölner Analyse – Bonner Fiasko

TraumPro Köln
Wählerwanderung: Den zweitgrößten Wanderungsverlust erleidet PRO KÖLN. Ein Großteil deren Wähler von 2009 blieb der Kommunalwahl 2014 fern. Der nur geringe Austausch mit anderen Parteien deutet auf die politische Isoliertheit von PRO KÖLN hin.

Wanderungssalden im Vergleich zur KW 2009: Pro Köln verliert etwa 10.600 Wähler, davon wandern 8.800 in den Nichtwähler-Bereich.

Schwerpunktgebiete: PRO KÖLN erzielt vor allem Stimmen in Gebieten mit einem geringen Einkommens- und Bildungsniveau sowie mit einem hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern.

Hier finden Sie die vollständige Analyse, die Grafik der Wanderungssalden und das endgültige Wahlergebnis in Köln.

Pro NRW-Bonn-Vorsehung
Großmäulig verkündeten die Bonner Pro NRW-Protagonisten ihren bevorstehenden Einzug in Fraktionsstärke in den Rat der Stadt Bonn: „Als einzige demokratische Partei rechts der CDU tritt in Bonn die Bürgerbewegung PRO NRW an. Die Zeichen deuten auf einen Einzug in Fraktionsstärke in das neue Stadtparlament hin“ und weiter:

„Nächster Schritt des Verbandes ist … die konsequente Fortführung einer starken kommunalen Präsenz der Bürgerbewegung in Bonn, um am 25. Mai 2014 mit einer Fraktion im Rat und Bezirksverordneten in allen vier Vertretungen … aktiv sein zu können.“

Rechtsausleger gebündelt
„Erfreulich für das freiheitliche Lager ist jedoch anzumerken, dass PRO NRW ohne jegliche Konkurrenz in die entscheidende Kommunalwahl-Schlacht ziehen wird. Aufgrund der Mitwirkung von ehemaligen Mitgliedern der Unabhängigen Wählergemeinschaft Bonn und der Republikaner wurde in der Bundesstadt der Zersplitterung des freiheitlichen Spektrums im Kleinen entgegengewirkt. Nicht zuletzt deswegen rechnen die lokalen Verantwortlichen mit einem deutlichen Wahlerfolg. Umfragen bestätigen immer wieder, dass es ein festes Potential von bis zu 15 Prozent der Wählerstimmen … „

.. und trotzdem total verrissen
Der politische Durchlauferhitzer Frederick Christopher Freiherr von Mengersen hat schon viele Stationen durchlebt. Anzuführen sind „Die Freiheit“ wo er kommissarischer Leiter der Jugendorganisation gewesen sein soll, Mitglied bei den Republikanern, die er nach Insiderinformationen durch ein Parteiausschlussverfahren verlassen musste, stv. Vorsitzender bei Ring freiheitlicher Jugend und Sprecher für die GDL Division Rhein-Main am 11.08.2012 in Köln. Jetzt Vorstandsmitglied bei PRO NRW, Geschäftsführer des Bonner Pro-Kreisverbandes, Kommunal- und Europawahlkandidat 2014 (Listenplatz 2).

2012 war Mengersen noch ausgestattet mit GDL-Hemdchen und Deutschland-Fahne in Köln für die GDL aktiv. Aktuell hat sich das Outfit stark verändert. Brille und Gehrock mit Schiebermütze erwecken zumindest optisch einen bürgerlichen Eindruck. Dies, ein Flugzeug mit Pro NRW-Werbebanner und mehrere „Redebeiträge“ des Godesberger Spitzenkandidaten Frederick Christopher Freiherr von Mengersen, einem Student, der als finanziell unabhängig bezeichnet wird, haben nichts genutzt. Weit abgeschlagen musste sich der Adelsspross mit 2,22% der Wählerstimmen zufrieden geben. Auch seine Träume vom Europaparlament haben sich in Wohlgefallen aufgelöst (0,2%). Nichts ist geblieben, außer den wertlosen Funktionsbezeichnungen in einer rechtsextremistischen Partei.

Noch erbärmlicher schnitten nur Alexander Kern im Bezirk Beuel mit 1,39% und der ex. NPD´ler Nico Ernst mit der roten Laterne in der Hand im Bezirk Bonn, mit lächerlichen 1,19% ab. Wie die beiden Möchtegernpolitiker nach dem Bonner Totalausfall nun ihren Lebensunterhalt bestreiten werden ist nicht bekannt. Dass der Steuerzahler zur Kasse gebeten wird, ist leider nicht unwahrscheinlich.

Einzig Detlev Schwarz, ausgestattet mit dem erfolgversprechendsten Wahlbezirk und Spitzenkandidat für den Stadtrat Bonn konnte 2 Sitze ergattern und sich damit für 6 Jahre gegenleistungsfreie Apanage sichern. Im Bezirk Hardtberg reichten Schwarz 460 Stimmen (3,42%), seinen Sitz im Rat bekam er mit 2.185 Zählern (1,58%).

Ihr Ronald Micklich

Pleiten, Pech und Pannen Quartal 1 2014

ProAktionVorwort
Die Zusammenfassung “Pleiten Pech und Pannen (Peinlichkeiten)” gibt es nun schon seit Januar 2011. Auch für das erste Quartal 2014 bekommen Sie hier wieder eine Übersicht der Ereignisse, die der Splitterpartei Pro NRW/Köln Presse brachten und zum Nachdenken über diese Partei anregen soll.

Es gibt noch einige bemerkenswerte Ereignisse, die Pro NRW/Köln fragwürdig erscheinen lassen und vor der Kommunalwahl 2014 publiziert werden. Der aufmerksame, kritische Leser wird nach Studium der Serie „Pleiten, Pech und Pannen“ sicherlich die richtigen Schlüsse ziehen:

„Keine Stimme für Markus Beisicht und seine Dilettantentruppe. Keine Stimme für die vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichnete Splitterpartei Pro NRW/Köln bei der Kommunal- und Europawahl 2014, denn:

Pro NRW/Köln […] „sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“ […], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Januar
10. Januar Wappen-Pleite:
Wappen der Städteregion Aachen muss von Pro-Seite entfernt werden Blog-Info1    Blog-Info2
13. Januar Pro-Pleite:
Pro NRW-„Volksinitiative“ hat fertig   Blog-Info
15. Januar Gerichts-Pleite:
Gelsenkirchener Pro-Fraktion muss Gehalt nachzahlen  Blog-Info
16. Januar Polit-Pech:
Keine Polit-Unterstützung für Pro NRW  zur Kommunalwahl  Blog-Info
18. Januar Pleite:
Leverkusener Pro-Kandidatin Maria Demann aus Prebyterium entfernt  Blog-Info1  Blog-Info2  Blog-Info3  Blog-Info4    Blog-Info5
18. Januar Pro-peinlich:
Pro Köln und der gefeierte „Neuzugang“ Jochen Tiffe  Blog-Info
20. Januar Fahnen-Pech:
Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet  Blog-Info
21. Januar Pro-Remscheid-Pleite:
Kreisverbandsvize Jörg Schadwill schmeißt hin  Blog-Info
29. Januar Presse-Pech:
Alles unter einer Kappe – Pro NRW, NPD und Die Rechte  Blog-Info

Februar
2. Februar Demo-Pleite:
Remscheid – Demo ohne Publikum und Allianz mit „IG-Remscheid Mitte“ am Ende  Blog-Info1   Blog-Info2
2. Februar Daten-Posse:
„Datenschutz“ bei Pro NRW  Blog-Info
5. Februar Gerichts-Pleite:
Email-Versand endet mit Niederlage für Pro Köln vor Gericht   Blog-Info
10. Februar peinliches Pro Köln-Getöse:
Kandidaten-Garnitur wird vorgestellt  Blog-Info
19. Februar  peinliche Hetz-Propaganda:
Pro NRW und die Eingliederungshilfe  Blog-Info
18. Februar Pro Köln-Pleite:
Störversuche bei Bürgerversammlung in Riehl ohne Wirkung  Blog-Info
22. Februar Pro Köln-Pech:
Anklage gegen die Ratsmitglieder Wiener, Wolter, Schöppe und Uckermann  wegen Gewerbs- und bandenmäßigen Betruges   Blog-Info
23. Februar Unterschriften-Panne:
Gefälschte Unterstützungsunterschriften? – Staatsanwaltschaft ermittelt   Blog-Info
25. Februar Pro-Pleite:
Rechenschaftsbericht 2012  enthüllt die tatsächlichen Mitgliederzahlen und die desolate Finanzlage  Blog-Info

März
2. März Pro-peinliche Doppelmoral:
Pro NRW Essen  giftet gegen Essener Bürgerbündnis  Blog-Info
8. März Pro-Panne in Bonn:
Anzeige gegen Pro -NRWler wegen Körperverletzung  Blog-Info
15. März Demo-Schlappe Leverkusen:
Tränendrüsen-Kundgebung  mit  35 Pflicht-Demonstranten  Blog-Info1     Blog-Info2
18. März Moschee-Abriss-Pleite in Witten:
„Bürger-Antrag“ einstimmig abgelehnt  Blog-Info
22. März peinliche Wahlkampfgeschichten:
Staatsanwaltschaft ermittelt  Blog-Info

Ihr B.S. Team

Pro NRW Demo in Essen und Duisburg setzt keine neuen Akzente

Screenshot WZ

Screenshot WZ

Nur Minimalbesetzung in Essen u. Duisburg
Schenkt man den Blog-Reportern der Ruhrbarone und dem Studentenblog ak(due)ll Glauben, wurden bei den Demos in Essen und Duisburg nur wenige Teilnehmer gesichtet. „13:58 – Bisher haben nur 12 Pro NRWler nach Essen geschafft, auf der Gegenseite sind mehrere hundert“ ist der erste Eintrag bei ak(due)ll. In zwei Bussen sollen die Bürgerbewegten mit ca. 40 Dauerdemonstranten aus dem Rheinischen angereist sein. Erfahrungsgemäß werden dann die örtlichen Kameraden/innen vor Ort eingesammelt, damit der Pro NRW-Angstraum (Veranstaltungsort) unerkannt und in der Gruppe erreicht werden kann.

Die Westdeutsche Zeitung berichtet von insgesamt 80 Teilnehmern vor Ort in Essen und Duisburg, was wohl der Wahrheit am nächsten kommt. Rechnet man zu den etwa 40 mitgebrachten Dauerdemonstranten noch einmal die Essener (41) oder die Duisburger (36) Pro NRW Kommunalwahl-Kandidaten (Liste) hinzu, ist die angegebene Teilnehmerzahl (80) des Polizeipresseportals Duisburg valide. Der Link zur Essener Kandidaten-Liste wird nachgereicht, damit Sie bei Bedarf mit dem Kandidaten Ihrer Wahl vor dem 25.05.2014 noch offene Fragen erörtern können.

Hochkaräter von Pro NRW angereist
Von den Veranstaltung in Essen und Duisburg nahm kaum jemand der Bürger/innen Notiz … zu uninteressant war die Pro-Theateraufführung, trotz der hochkarätigen Besetzung. Markus Beisicht mit seinen Vertretern Wolfgang Palm und Dominik Roeseler und Kevin Gareth Hauer waren ebenso vertreten wie die Funktionäre/innen Christine Öllig, Markus Wiener, Peggy Hufenbach, Andre Hüsgen, Claudia Gerhardt, Toni Xaver Fiedler, Mario Malonn, Christoper von Mengersen, Alexsander Kern, Nico Ernst, Christop Schmidt, Maria Demann, Gabriele Mathieu, Detlev Schwarz und einige mehr, alles Bewerber um ein Mandat bei der kommenden Kommunalwahl. Nur der vierte stellvertretende Landesvorsitzende und Haupt-Sraßenkrakehler Jörg Uckermann fehlte, er sitzt momentan im Knast in Köln-Ossendorf und wartet dort auf seinen neuen Termin vor dem Landgericht Köln am kommenden Montag, wegen bandenmäßigen Betrugs. Die Redebeiträge richteten sich einmal mehr nur an die eigenen Mitglieder.

Gegendemonstranten in der Überzahl
Trotz eines langen Demo-Tages, die Demonstranten gegen „Rechts“ waren schon früh auf den Beinen und stellten sich der NPD in Duisburg und der Partei „Die Rechte“ in Dortmund entgegen, sollen sich „Hunderte Gegendemonstranten … am Donnerstag in Duisburg den Aufmärschen von NPD und Pro NRW in den Weg“ gestellt haben, so die Westdeutsche Zeitung. Die Polizei berichtet von Gegendemonstranten aus dem „Netzwerk gegen Rechts“ (120 Teilnehmer) und „Montags-Demo“ (15 Teilnehmer) die gegen den spät beginnenden Pro NRW Auftritt (19:30 Uhr) in Duisburg auf der Straße waren. Dazu sollen entlang der kurzen Route noch knapp 220 Antifas auf Pro NRW gewartet haben.

Kommentar
Wieder einmal gelang es Pro NRW nicht die Öffentlichkeit anzusprechen. Abgeschottet von den Bürgern/innen wurde die ewig gleiche Propaganda-Hetze gegen Asylanten und Ausländer monoton heruntergeleiert, im Westen also nichts Neues. „Wer betrügt der fliegt“ ist einer ihrer Wahlsprüche und für „Recht und Ordnung“ stehe man, ist auf einem Banner zu lesen. „Null Toleranz bei Rechtsverstößen“ wird gefordert. Bitte gerne – wohin fliegen denn dann die 4 Stadträte von Pro Köln, bewahrheitet sich die Anklage der Staatsanwaltschaft Köln im Prozess gegen Markus Wiener, Judith Wolter, Bernd Schöppe und dem inhaftierten Jörg Uckermann?

Informieren Sie sich genau worum es den Pro NRW Kandidaten geht. Ist überhaupt eine politische Vorgeschichte und Qualifikation des Bewerbers erkennbar oder wurde genommen was verfügbar ist, da eine Kandidatur auch mit einem Outing einher geht, die Bewerber daher rar sind und die Nebenwirkungen einer Kandidatur für Pro NRW/Köln  ausreichend bekannt sein dürften? Was genau soll in Ihrer Kommune bewegt werden? Im Zweifel fragen Sie nach. Lesen Sie die Wahlvorschläge genau, ist schon da Filz und Klüngel zu erkennen? Finden sich ganze Familien in den Listen als Kandidaten wieder? Vater, Mutter, Oma, Ehefrau, Kinder usw. auf den ersten Plätzen der Reservelisten von Pro NRW/Köln? Bei einer entsprechenden Recherche werden Sie sich wundern!

Überlegen Sie genau wem Sie Ihre Stimme geben wollen und bedenken Sie dabei:

Pro NRW/Köln […] „sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“ […], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Deshalb unsere Empfehlung:

“Keine Stimme für Pro NRW/Köln bei der Kommunalwahl 2014 und ihrem Anführer Markus Beisicht als Kandidat zur Europawahl 2014″

Ihr Ronald Micklich

Bonn-Bad Godesberg: Pro NRW´ler bedrohen Migranten

Pro NRW-Ratsmitglied in Bonn - Nico Ernst

Pro NRW-Ratsmitglied in Bonn – Nico Ernst

Plakatierzubehör Reizgas-Spray
Bei einer Plakatierungsaktion im Rahmen des EU-Wahlkampfes in Bonn Bad Godesberg ist es am Morgen zu einem Zwischenfall gekommen: Drei Mitglieder der rechtsextremen Partei ProNRW gerieten mit drei Bürgern mit Migrationshintergrund in Streit. Eines der ProNRW-Mitglieder zog im Laufe der Streitigkeit einen Gegenstand, der wie eine Pistole aussah. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Reizgas-Spray handelte. Die Polizei beendete die Auseinandersetzung und nahm die Personalien der Streitenden auf. Der Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Bedrohung, berichtet Radio Bonn/ Rhein Sieg.

Bonner Presse
„Mit mehreren Beamten hat die Polizei am Montagmittag auf der Bonner Straße einen eskalierenden Streit zwischen Mitgliedern der rechtspopulistischen Partei Pro NRW und einer Gruppe Migranten beendet. Dabei stellte die Polizei bei einem Pro-NRW-Vertreter ein pistolenähnliches Pfefferspraygerät sicher.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr vor dem Lebensmitteldiscounter an der Bonner Straße. Als die rund fünf Pro-NRW-Mitglieder dort Wahlplakate anbrachten, wurden sie von einigen Männern angesprochen, die sich an den politischen Aussagen der Partei zu stören schienen. Wie zu beobachten war, gewann der Streit rasch an Lautstärke und Aggression.

Kurz darauf griff ein Pro-NRW-Vertreter ins Auto und nahm eine Pfefferspray-Pistole zur Hand, die äußerlich einer Schusswaffe zum Verwechseln ähnlich sieht. In dem Moment schritten die Polizisten ein, die sich in der Nähe aufgehalten hatten. Der Ruf der Beamten („Das Ding auf den Boden!“) sorgte auf dem Kundenparkplatz für einiges Aufsehen, zu Handgreiflichkeiten kam es aber nicht mehr.

Während die Migranten dem Pro-NRW-Mann vorwarfen, sie mit der vermeintlichen Waffe bedroht zu haben, erklärte dieser ebenfalls, er habe sich bedroht gefühlt und verwies auf wiederholte Angriffe durch Gegner. Vor Ort kündigten beide Streitparteien an, einander anzeigen zu wollen. Die Polizei stellte das Pfefferspraygerät zur Prüfung möglicher juristischer Folgen für den Besitzer sicher. Vor vier Wochen hatte die Polizei bei einem Handgemenge an einem Pro-NRW-Stand auf dem Friedensplatz einschreiten müssen“, ist im Bonner Generalanzeiger zu lesen.

Duplizität der Ereignisse
Im August 2011 berichteten wir und der Bonner Generalanzeiger:

Auszug:„Bonn/Berlin. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Polit-Gruppierung Pro NRW ist um eine Negativschlagzeile reicher: Ihr Bonner Kreisvorsitzender Detlev Schwarz (50) ist am Mittwochmittag nach einem Handgemenge in Berlin vorübergehend festgenommen worden.

Inzwischen ist er zwar wieder auf freiem Fuß, es wurden gegen Schwarz jedoch Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Was war passiert? S. hatte mit einem 42 Jahre alten Mann Wahlplakate in Steglitz geklebt, als sich ein im Libanon geborener Mann (32) beschwerte: Er hatte die Motive gesehen, eine rot durchgestrichene Moschee. Laut einer Pressemeldung der Berliner Polizei ergab sich deshalb ein Streitgespräch, in dessen Verlauf der 42-Jährige einen Hammerstiel ergriff und dem 32-Jährigen gedroht habe, ihn „totzuschlagen“. Als der 32-jährige Mann verängstigt die Flucht ergriff, habe ihn der Angreifer verfolgt.“ Vollständiger Artikel

Mittlerweile ist Detlev Schwarz in dieser Angelegenheit zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW-Leverkusen: Mahnwache für ex. Presbyterin Maria Demann ohne Publikum

Demann 1Stiller Palmsonntag
Ohne jegliches Publikum standen heute 12 traurige Gestalten mit 4 Deutschlandfahnen einem Transparent und zwei handgeschriebenen Kartons vor der Christuskirche in Leverkusen-Wiesdorf, um gegen den Rausschmiss von Maria Demann aus dem Presbyterium der Kirchengemeinde (wir berichteten)  zu protestieren. Weder die gewohnten Lautsprecher, noch ein Megaphon kam zum Einsatz.

Wo blieben die Leverkusener?
Neben der stellvertretenden Kreisvorsitzenden aus Leverkusen, Maria Demann, die als Spitzenkandidatin in der Bezirksvertretung 3 von Leverkusen kandidiert und auf Platz vier der Leverkusener Pro-Reserveliste steht, konnte an bekannten Gesichtern noch die Kreisvorsitzende Susanne Kutzner und Otto E. aus der Leverkusener Pro-Familie gesichtet werden. Bis auf zwei unbekannte Gesichter waren es die Dauerdemonstranten wie Christopher von Mengersen, Alexander Kern und Nico Ernst aus Bonn sowie Funktionäre und Mitglieder aus dem Rheinisch Bergischen-Kreis und aus Köln, die an der Schweigedemo teilnahmen.

Kommentar
Frau Maria Demann kann sich glücklich schätzen, dass kaum Publikum Interesse an der Versammlung der Mitglieder einer vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Partei vor der Christuskirche zeigte. Selbst der sonst stetig anwesenden Antifa schien eine Gegendemo am Palmsonntag zu perfide. Auch Pressevertreter zeigten kein Interesse, lediglich ein Journalist aus Köln hatte sich eingefunden. Welche Wertschätzung Demann von ihrer Partei erfuhr war offensichtlich. Weder der Vierfachvorsitzende RA Markus Beisicht noch der Leverkusener Fraktionsangehörige RA Jürgen Clouth hatte die Zeit Frau Demann zu unterstützen und ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Der Fall Demann hat seine Presse gehabt. Jetzt lohnt es sich offensichtlich nicht mehr, mit Demann und dem uninteressanten Thema wertvolle Zeit im Wahlkampf zu verschwenden. Nach der Kommunalwahl wird Frau Demann wahrscheinlich im politischen Nirvana verschwinden, benutzt und verbrannt.

Ihr Ronald Micklich

Pro Köln Prozess – Uckermann verschollen – Haftbefehl – erster Prozesstag geplatzt +Ergänzung+

LG Köln DemoErgänzung: Der per Haftbefehl gesuchte Jörg Uckermann wurde am Abend in einer Kölner Klinik festgenommen. Dies teilte die Polizei mit. Quelle

Extrashow ohne Zuhörer
Etwa 20 Pro Köln/NRW-Dauerdemonstranten hatten sich vor dem Landgericht Köln eingefunden um … ja was wollten die eigentlich? Ohne Zuhörer plärrten Tony Xaver Fiedler, Christopher von Mengersen und Christoph Heger ihren eigenen Leuten, ja mit was eigentlich … die Ohren voll. Außer einer Handvoll Gegendemonstranten, die mit einer lauten Rassel die Pro-Lautsprecher immens störten, gab es keine Interessenten an der Extrashow.

Verspäteter Anfang
Erst um 14:25 Uhr eröffnete der Richter die  für 14:00 Uhr vorgesehene Verhandlung mit der Vereidigung des von Pro Köln bemängelten Schöffen Ulrich Keilhau.

Die Angeklagten Judith Wolter, Markus Wiener und Bernd Schöppe hatten sich mit ihren Anwälten eingefunden, auch die Anwälte von Jörg Uckermann (Donay und Clouth) waren anwesend, nur Jörg Uckermann fehlte noch.

Als Rechtsanwälte wurden benannt: RA Domsz (Wörth), RA Donay (Köln), RA Paul Jürgen Clouth (Köln), RA Peterson (Köln), RA Picker (Witten), RA Brugger + RAin Zimmermann (Witten).

Im Zuschauerkäfig tummelten sich etwa 10 Pro-Mitglieder, unter Anderen der stellvertretende Landeschef der Bürgerbewegten, Dominik Roeseler aus Mönchengladbach.

Von Presse und Fernsehen (WDR) waren ca. 20 Journalisten anwesend.

Uckermann verschollen
Eine Nachfrage des Richters bei RA Paul Jürgen Clouth, wo denn nun sein Mandant bliebe, konnte der Kölner Rechtsanwalt nicht beantworten. Uckermann sei in stationärer Krankenhausbehandlung, aber er wisse nicht wo. Clouth bekam 5 Minuten Zeit dies zu eruieren, leider vergeblich. Die Verhandlung wurde daraufhin für eine Stunde unterbrochen, um herauszufinden, in welcher Klinik sich Uckermann derzeit aufhält. Dafür nahm der Richter die Polizei in Anspruch, um Uckermann ausfindig zu machen und vorzuführen zu lassen falls dieser prozesstauglich sei, Haftbefehl wurde erlassen. Eine Bildergallerie wird später eingestellt, weitere Informationen folgen. Wir bleiben am Ball

Zusatzinformationen aus der Presse:
„Bei ihrer Fahndung nach Jörg Uckermann hat die Kölner Polizei am Nachmittag an der Wohnungstür des Beschuldigten in Nippes geklingelt, doch es öffnete niemand. Auch beim Bruder und der Mutter wurden die Beamten vorstellig. Aber auch dort wurde der Gesuchte nicht gefunden. Der Haftbefehl gegen den Angeklagten in dem Verfahren wurde zur „Sicherung des Hauptverfahrens“ ausgesprochen. Bereits in dem laufenden Verfahren um den mutmaßlichen Betrug um Sitzungsgelder besteht gegen Uckermann ein Haftbefehl, der nach Angaben eines Sprechers des Landgerichts jedoch außer Vollzug gesetzt wurde.“ Quelle

Das Hauptverfahren soll nun am 28. April fortgesetzt werden..

Ihr Ronald Micklich