Pro NRW-Wuppertal: Unterschriftensammler auf Abwegen

Screenshot Presseportal Stadt Wpt.

Screenshot Presseportal Stadt Wpt.

Stadt Wuppertal warnt: Falsche Unterschriftensammler unterwegs
Im Pressebereich der Internetseite der Stadt Wuppertal wird aufmerksam gemacht:

„Die Stadt warnt vor Menschen, die angeblich im Namen der Stadt Unterschriften sammeln. Die Stadt legt Wert darauf, dass keiner ihrer Mitarbeiter im Wuppertaler Stadtgebiet mit einer Unterschriftensammlung beauftragt ist.

Medien in Bochum hatte schon in der vorigen Woche vermeldet, dass Mitglieder einer rechtsextremen Gruppierung versuchten, an der Haustüre Unterschriften zu bekommen – mit der ziemlich dreisten Behauptung, sie kämen „vom Wahlamt“ der Stadt. (Wir berichteten)

Auch in Wuppertal gab es jetzt Hinweise darauf, dass Mitglieder oder Unterstützer einer rechtsextremen Partei versuchen, Unterstützer-Unterschriften gegen einen Moscheebau zu sammeln – unter der falschen Behauptung, man käme im Auftrag der Stadt. Dem wider-spricht die Stadt ausdrücklich.“

WDR-Lokalzeit Bergisch-Land wird deutlich
In der WDR Nachrichten-Sendung „Lokalzeit Bergischs-Land“, wurde man in einer kurzen Nachrichtensequenz um 19:45 Uhr deutlich. Das Vorgehen wie oben beschrieben, aber hier wurde Roß und Reiter benannt. Die Rede war explizit von Pro NRW und deren Unterschriftensammlern, die nicht nur Unterschriften gegen den Bau einer Moschee, sondern auch Unterstützungsunterschriften für die kommende Kommunalwahl haben wollten. (Link zur WDR Mediathek)

Kommentar
Eine Splitterpartei, die mit fragwürdigen Mitteln versucht die benötigten Voraussetzungen zur Teilnahme an der Kommunalwahl zu erschleichen geht gar nicht. Auch die Unterstützungsunterschriften für die Europawahl, an der Pro NRW mit seinem Spitzenkandidaten, dem Vierfachvorsitzenden RA Markus Beisicht teilnehmen will, fallen augenscheinlich nicht vom Himmel. Auch hier sind recht dubiose Vorgehensweisen auffällig, die nach vollständiger Recherche bekannt gegeben werden. Alles in Allem ein Beleg dafür, dass Pro NRW offensichtlich keinesfalls die seriöse Grundgesetzpartei ist, für die sie sich gerne ausgibt.

Unsere Empfehlung lautet: Lassen Sie sich von den angeblichen Wahlamt-Mitarbeitern einen Ausweis vorlegen.Fragen Sie explizit nach, von welcher Partei ein Sammler kommt. Merken Sie sich den Namen. Lassen Sie sich Unterlagen wie Flyer oder Formblätter aushändigen und behalten Sie diese als Nachweis. Ein seriöser Sammler kommt gerne noch einmal wieder. Rufen Sie bei Schwierigkeiten oder offensichtlichem Betrugsversuch sofort die Polizei. Überlegen Sie gut, ob Sie Pro NRW, der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Partei Ihre Unterstützungsunterschrift geben wollen.

Mitarbeiter/innen in den Verwaltungen der Kommunen prüfen die Unterstützungsunterschriften. Die Wahlausschüsse haben Einsicht in die Unterlagen. Viele Menschen sehen also, wer Unterstützungsunterschriften für welche Parteien geleistet hat.

Ihr Ronald Micklich

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Nachklapper: Pro NRW – Austritt von Christian Dahlmann – Gründe

Kiff-NazisNachgefragt
Gestern berichteten wir über Christian Dahlmann und seinen Austritt bei Pro NRW. Dabei blieben noch Fragen offen. Die Bergische Stimme wollte es genau wissen und klärte Diese.

Austrittsdatum
Herr Dahlmann erklärte seinen Austritt aus der Bürgerbewegung Pro NRW am 30. Juni 2013. Somit war Christian Dahlmann gerade einmal gut 2 Monate Mitglied bei den Bürgerbewegten.

Austrittsgründe
Gründe für den Austritt von Christian Dahlmann waren nach eigener Auskunft:

„unter anderem die hohe Zahl an ehemaligen NPD Mitgliedern bei PRO NRW“

Das „… einige Mitglieder in leitender Funktion unter anderem …  einfach zu asozial ( regelmäßiger Konsum von leichten Drogen wie Gras“ waren.

„PRO NRW sich für einen Aufnahmestopp von Asylanten einsetzt hat“ und das „einige Bestrebungen von PRO NRW doch zu extrem waren“.

Kommentar
Regelmäßiger Drogenkonsum wird von Pro NRW Funktionären eingeräumt und ohne Bedenken ins Netz gestellt.

Original Ton:
„Morphium ist die beste Erfindung auf Erden, dank dem Zeug geht es mir relativ gut! Ich schmeiße das Zeug seit 5 Jahren ein, sollte mir einer das Rezept verweigern wollen, ist das sein Todesurteil.“

Im Gegenzug droht ein weiterer Funktionär aus derselben Region einem ausgetretenen Pro NRW Mitglied seinen angeblichen Drogenkonsum bei der Verwaltung anzuzeigen.

Original Ton:
„…und die (angebliche) drogenplobematik Deines Ehemans ist dort auch schon bekannt ?“ (sic!)

So, so, ein ach so friedlicher Pro NRW-Funktionär droht seinen Ärzten mit Mord, sollten diese ein Rezept für seine Drogensucht verweigern. Wie war noch die Stellung von Pro NRW / Köln zum Thema Drogenproblematik, Beschaffungskriminalität, Junkies usw.? Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

Über ehemalige NPD-Mitglieder und Sympathisanten bei Pro NRW, wie z.B. André Hüsgen und Christoph Schmidt haben wir erst kürzlich berichtet, eine Fortsetzung folgt zeitnah.

Der Bergischen Stimme sind für alle Einzelfälle die Namen der betroffenen Personen bekannt, die Zitate beweissicher archiviert.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW-Remscheid: Viel Rauch um Nichts!

Viel RauchKeinen „Reißer“ mehr auf Lager
Augenscheinlich gehen den Propagandisten von Pro NRW die „Aufsehen erregenden Meldungen“ so langsam aus. Nun sorgt das wöchentliche „Nonplusultra“ für die Bürgerbewegten allenfalls noch für Erheiterung. Unter der Überschrift: „Gemeinsam stark: Remscheider Anti-Moschee-Bürgerinitiative schließt sich PRO NRW an!“ vermeldet die Propagandatruppe „Sensationelles“.

„Weiterer Zuwachs für PRO NRW in Remscheid: Nach ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung schließt sich die Interessengemeinschaft (IG) Remscheid Mitte ab sofort der Bürgerbewegung PRO NRW an.“

„Nach der im Rahmen eines Bürgerbegehrens laufenden Sammlung von knapp 2.000 Unterschriften… , bekundeten die wackeren Mitglieder der Interessengemeinschaft einstimmig ihren Willen, PRO NRW im Laufe des Kommunalwahlkampfes zu unterstützen.“

Kaum zu ertragende Propaganda
Selbstredend muss sich der ex NPD´ler und Remscheider PRO NRW-Kreisvorsitzende Andre Hüsgen, zufrieden äußern. „Es wächst zusammen, was zusammen gehört!“, befindet der ehemalige Landesgeschäftsführer, der nur noch mit regionalen Aufgaben betreut ist und faselt weiter: Die Mitglieder der IG-Remscheid wären herzlich willkommen und würden prominente Plätze bei der Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl 2014 einnehmen. Durch die Verschmelzung der IG-Remscheid und Pro NRW würde ein noch effektiverer Wahlkampf möglich.

Kommentar
Zumindest als „temporär lernfähig“ darf man die Propagandisten der Bürgerbewegten bezeichnen. Waren es am 08.10.2013 noch „mehrere tausend Bürger“, die ihre Unterschrift gegen den Bau einer Moschee in Remscheid geleistet haben sollen, reduziert man nach unserem Investigativ-Bericht vom 09.10.2013 auf jetzt korrekte knapp 2.000 Unterschriften. Genau sind es 1.731, also genauso viele wie bereits vor 4 Wochen, dazugekommen ist nicht eine Einzige.

Zu dem Tamtam des „Zusammengehens“ der IG-Remscheid Mitte und Pro NRW sei auf unsere Berichte „Remscheid: Pro NRW erfindet sich neu“ und zu den Zahlen auf „Pro NRW-Remscheid: Laute Propaganda und ambivalente Angaben“ verwiesen. So wie Jörg Schadwill, Vorsitzender der IG-Remscheid-Mitte seit deren Gründung, und gleichzeitig stellvertretender Kreisvorsitzender bei Pro NRW in Remscheid, dürfte es sich bei dem „Zuwachs“ offensichtlich auch nur um imaginäre „Neumitglieder“ handeln. Zahlenmäßig werden Neumitglieder natürlich nicht benannt, wie auch??

Um auch die IG-Internetseite zu füllen, übernimmt der Admin den Text der Pro-Hauptseite und bedankt sich erstmalig freundlich:

„Text mit freundlicher Genehmigung der Bürgerbewegung PRO-NRW übernommen!“

Braucht der Admin, der selber Pro-Funktionär in Remscheid ist, eine „Genehmigung“ für diesen Nonsens aus dem eigenen Verantwortungsbereich? In der Vergangenheit reichte Schadwill auch die Quellenangabe (Pro-Hauptseite). Jetzt soll natürlich Abstand gezeigt werden, da ja zwei völlig eigenständige Gruppierungen zueinander gefunden haben sollen.

Für Schadwills IG-Remscheid-Seite interessiert sich offensichtlich keine S… Nicht einmal 10 Besucher pro Tag verzeichnet der Zähler. Wann kommt die nächste „Jubelperser-Meldung“ aus Remscheid?

Ihr Ronald Micklich

Proteste gegen erneute Pro NRW Demos in Duisburg sollen nur Stimmungsmache sein

Die braune FalleErneut Demos in Duisburg angemeldet
Als eine konsequente Weiterführung der Proteste bezeichnet Pro NRW sein Vorhaben, am 09. November und 07. Dezember 2013 nun zum dritten Mal an gleicher Stelle gegen Sinti und Roma in Duisburg zu demonstrieren.
Da sich am 09. November 2013 das national-sozialistischen Pogrom von 1938 jährt, will die selbsternannte „NRW-Grundgesetzpartei“ Pro NRW jeweils mit einer Schweigeminute seine „Rechtsstaatlichkeit“ untermauern.

„Wir werden mit einer Schweigeminute der Opfer des national-sozialistischen Pogroms vor 75 Jahren gedenken und gleichzeitig auf die Gefahren der geplanten Flutung der NRW-Kommunen mit Asylbewerbern hinweisen“, weiß dazu der Partei-Vize Dominik H. Roeseler zu berichten.

Pro NRW sieht nur Stimmungsmache
Die etablierten Parteien, allen voran der SPD-Oberbürgermeister Sören Link, der mit Hilfe der Presse, wie z.B. der WAZ, würden versuchen die Bürgerbewegten wegen des ersten Demonstrationsdatums in eine neo-nazistische Ecke zu drängen, schreibt Tony Xaver Fiedler. Seinem Gejammer schließen sich einige gut-gläubige Pro-Jünger auf ihren FB-Seiten an. Die übliche Opferrolle wird ausgegraben, auf die Tränendrüsen gedrückt. Wir sind „die Guten“ das sind „die Bösen“ wird propagiert. Wo Pro NRW/Köln nun wirklich steht, weiß der Verfassungsschutz zu berichten:

„Wenn sich „pro Köln e.V.“ und „pro NRW“ immer wieder geradezu demonstrativ zum Grundgesetz bekennen und sich gegen jede Form von Extremismus verwahren, wirkt dies taktisch motiviert. Agitation und Propaganda stehen zumindest in Teilen in offenem Widerspruch zur vordergründig wirkenden Bejahung der Verfassungsgrundsätze des Grundgesetzes. Äußerungen und Aktivitäten haben die tatsächliche Ausrichtung auch in 2012 wieder erkennen lassen. Mit Stereotypen wird häufig ein Bedrohungsszenario gezeichnet, für das einseitig bestimmte Bevölkerungsteile verantwortlich gemacht werden. Wortwahl und Argumentationsmuster lassen ein Menschenbild deutlich werden, das mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.“ Quelle VS-Bericht 2012 (Unterstreichungen durch Redak.)

Was denkt die Mehrheit
Wenn Pro NRW von etablierten Parteien spricht, können damit nur die gewählten Parteien und ihre Wähler gemeint sein, die sich in die Parteienlandschaft erfolgreich eingefügt haben und akzeptiert werden. Dazu gehört ausdrücklich nicht Pro NRW. Weder in den Kommunen noch in den Kreisen findet Pro NRW die nötige Akzeptanz um auf Augenhöhe politisch mitzuwirken.

Bei den Landtagswahlen am 13.05.2012 erreichten die „rechtsradikalen Parteien“ Pro NRW (1,5%) und NPD (0,5%) gerade einmal 2% der Wählerstimmen bei anonymer Wahl. Die Meinung der übrigen 98% der Menschen, Wählerstimmen und Bürger/innen einmal gleichgesetzt, denken in überwältigender Mehrheit eben anders als die „Rechtsradikalen“.

Beispiele:

„Pro NRW“ missbraucht jüdische Opfer des Holocaust
„Am 09. November, dem 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, hat die rechtspopulistische Partei „Pro NRW“ für Duisburg zwei Kundgebungen gegen sog. „Armutseinwanderung“ und sog, „Asylmissbrauch“ angemeldet. Nachdem die Presse das Datum der Reichspogromnacht thematisiert hatte, hat Pro NRW nachgelegt und will nun das Gedenken an die Reichspogromnacht für ihren Rassismus missbrauchen.“ Quelle

Besonders bösartig
„Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass „ProKöln“ dieses Mal das Betteln aufs Korn genommen hat. Betteln ist eine Spezialität von PK selbst. Die rechte Truppe bettelt … um Aufmerksamkeit. Was soll man auch machen, wenn es in Köln nur 60-70 Leute und in NRW nur knapp 150 Leute gibt, die sich öffentlich zur Truppe bekennen und bereit sind auf die Straße zu gehen? Dann muss man um Publicity betteln – indem man „maximale Provokationen“ verspricht, von Moschee zu Moschee, von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim zieht.“ Quelle

Kommentar
Die Presse und die Blogs von „Linken“ und „Antifa“ berichten über das Vorhaben von Pro NRW. Die dabei kommunizierten Informationen beinhalten oft erstaunliche Details. So findet man unter der Überschrift: „JN Landesbeauftragter verhöhnt Opfer des Holocaust“ vom 23. April 2010, Entlarvendes über den bei Pro NRW Demos neuerdings auftretenden und sprechenden Christoph Thomas Schmidt.

Auszug:

„„Erwähnenswert an dieser Stelle sicherlich vor allem sein Auftritt vor dem Denkmal des KZ-Außenlagers von Buchenwald, in Witten-Annen, im Sommer des vergangenen Jahres. Vor abendlicher Kulisse ließ Christoph alle Hemmungen fallen und posierte im Kreis seiner “Kameraden” mit Reichsfahne, sowie mit einem JN-Wimpel, in Siegerpose vor dem offiziellen Denkmal.

Inschrifttext der Denkmaltafel:

“AUF DIESEM GELÄNDE BEFAND SICH VON SEPT. 1944 BIS APRIL 1945 EIN AUSSENKOMMANDO DES KONZENTRATIONSLAGERS BUCHENWALD. AN DIE HIER INHAFTIERTEN MENSCHEN UND DIE AN IHNEN VERGANGENEN VERBRECHEN SOLL DIESE GEDENKSTÄTTE ERINNERN.”“ Quelle mit Bildern

Dazu passt Schmidt´s ehemaliger NPD-Kamerad und jetziger Pro NRW-Funktionär, der ehem. Landes-Geschäftsführer von Pro NRW, André Hüsgen wie bestellt. Unter der Überschrift: „EX-NPD-Mann verlor gegen die Linken“ war 2011 in der Westfälischen Rundschau zu lesen:

„Unter dem Az.23C47/11 „Hüsgen gegen Zett“ ging es eigentlich um den mittlerweile 11 Jahre zurückliegenden Angriff rechtspolitisch engagierter Männer auf die Gäste einer Gedenkveranstaltung am Wuppertaler Mahnmal zum KZ Kemna, bei dem sinngemäß in einem Satz behauptet wurde, „André Hüsgen sei beteiligt gewesen an dem Angriff auf die Gedenkfeier und sei wegen Fluchthilfe verurteilt worden.“ Dagegen wehrte sich das Ratsmitglied.

Dreh und Angelpunkt: Ist André Hüsgen tatsächlich verurteilt worden? Dazu gab die Rechtsanwältin Judith Wolter, die auch Schatzmeisterin bei Pro NRW ist, folgende Erklärung ab:

„Mein Mandant ist 2004 wegen versuchter Strafvereitelung verurteilt worden. Das Urteil wurde 2005 rechtskräftig.“

Die Lebensgefährtin von André Hüsgen, Claudia Gerhardt, Mitglied im Landesvorstand von Pro NRW und ehemalige Werbeikone der NPD (2010), können Sie zusammen mit Christoph Schmidt im NPD-Wahl-Werbevideo bewundern.

So viel zu „Schweigeminute“ und „Grundgesetzpartei“!

Prägen nicht auch diese Pro NRW/Köln Mitglieder das Bild einer „rechtsradikalen, verfassungsfeindlichen Partei“? Einige von ihnen, so z. B. der ex NPD´ler und ex Pro NRW Vorstands-Mitglied Andreas Molau, der in einem Cicero-Interview anmerkte: „Markus Beisicht ist ein klassischer Rechtsextremist“, sind schon in der Versenkung verschwunden, Andere fühlen sich noch sichtlich wohl, … in der Beisicht-Partei.

Ihr Ronald Micklich

Hattingen/Witten: Ex NPD´ler sprechen auf Pro NRW-Demo

Screenshot WAZ: Demonstrationen in Rheinhausen

Screenshot WAZ: Demonstrationen in Rheinhausen

Rednerliste im Netz
Auf einer Internet-Seite eines Pro NRW-Funktionärs, gibt es eine Redner-Liste der Personen, die bei den Demonstrationen in Hattingen und Witten das Wort ergriffen haben. Namentlich erwähnt sind die „Redner Markus Wiener, Jörg Uckermann, André Hüsgen, Christoph Schmidt, Peggy Hufenbach und Christopher Freiherr von Mengersen.“

Ex. NPD´ler am Mikrofon
André Hüsgen ist Mitglied im Rat der Stadt Ennepetal, in den er für die NPD gewählt wurde. Als Zweiter Redner mit NPD-Vergangenheit steht Christoph Thomas Schmidt (im Video zu sehen) nun auch in den Reihen der Bürgerbewegten. Schmidt und Hüsgen sollten sich eigentlich aus vergangener Zeit gut kennen, da sie 2009 gemeinsam auf der Reserveliste der NPD für die Kreistagwahl des Ennepe-Ruhr-Kreises standen. So berichtet die NPD am 26.05.2009 auf ihrer Internet-Seite über die Wahl der Reserveliste, auf der Hüsgen Platz 2 einnimmt und Schmidt auf Platz 13 gewählt wurde.

In Witten kandidierte Schmidt 2009 ebenfalls für die NPD, als Direktwahl-Kandidat im Wahlbezirk 13, auf der Reserveliste nahm er Platz 5 ein.

Der 1988 in Leipzig geborene Christoph Thomas Schmidt, war Mitglied bei den “JN” (Junge “Nationaldemokraten” Witten, Parteijugendverband der NPD). Hochgeackert, soll er das Amt des JN- Lan­des­be­auf­trag­ten NRW innegehabt haben. Heute ist Christoph Schmidt Beisitzer beim Ring freiheitlicher Jugend (RfJ) im Landesverband Nordrhein-Westfalen und Ansprechpartner für das Bergische Land.

Kommentar
Häufig findet man ehemalige „Rechtsradikale“ mit NPD-Vergangenheit in den Reihen von Pro NRW. Ob als Ordner bei einer Demo in Wuppertal, als Mitglied im Landesvorstand oder einfach als Sympathisant treten immer wieder „Akteure“ mit zweifelhafter politischer Vergangenheit hervor. Jetzt ist es Christoph Schmidt, der bei der Pro NRW-Demonstration am Samstag für die Bürgerbewegten sprach. Offensichtlich ist die vielfach erklärte Distanz zur NPD und ihren ehemaligen Kameraden nicht so groß, wie Markus Beisicht immer behauptet (wir berichteten).

Lücken gilt es zu schließen, die Mitgliederdecke scheint dünn zu sein (wir berichteten), die Kommunalwahl steht vor der Tür. Da scheint jetzt jeder willkommen zu sein. Auf dem hauseigenen Schmuddelblog wird vom Chef-Holzkopf unter dem Pseudonym buba müller alias Lothar Smurawa alias … sogar um den Pro Deutschland-Chef Manfred Rouhs geworben. Und dies trotz deutlicher Distanzierung von Pro NRW/Köln gegenüber Pro Deutschland.

So wird das nichts!

Ihr Ronald Micklich

Pro – Pleiten Pech und Pannen (Quartal 3 2013)

pro NRWVorwort
Die Zusammenfassung „Pleiten Pech und Pannen (Peinlichkeiten)“ gibt es nun schon seit Januar 2011.

Auch für das dritte Quartal 2013 gibt es für Sie hier wieder eine Übersicht der Ereignisse, die den Kleinparteien Pro NRW/Köln und Pro Deutschland Presse brachten und zum Nachdenken über diese Parteien anregen sollen.

 

Juli

11. Juli Pleite:
Bandenmäßiger Betrug – Anklage gegen Pro Köln Ratspolitiker/in Wolter, Wiener, Schöppe und Uckermann  Blog-Info

19. Juli Pleite:
Pro NRW-Propaganda und die Klarstellung vom Essener CDU Sozialdezernent  Renzel  Blog-Info

20. Juli Pech:
Nutzungsverbot für Pro NRW auf Schloss Horst in Gelsenkirchen geplant  Blog-Info

27.Juli Demo-Pleite:
Pro Köln mit 25 Demonstranten gegen das Autonome Zentrum in Kalk  Blog-Info  Vorbericht 1

August

9. August Pleite:
Pro Leverkusen und die erfolglose Sommer-Sondersitzung  Blog-Info

12. August VS 2012-Pleite:
Kleiner Pyrrhus-Sieg vor Gericht – doch VS-Bericht 2012 spricht Klartext  Blog-Info   Presse

14. August Pech:
Strafanzeige gegen Pro-NRW-Funktionäre wegen Volksverhetzung und Verleumdung  Blog-Info   Blog-Info 2

16. August Pleite:
Pro Kölns  dringliche Sommer-Sondersitzung läuft ins Leere  Blog-Info

20. August Polit-Pleite:
Stefanie Wohlfarth steigt aus – Pro NRW verliert Fraktionsstatus in Gelsenkirchen Blog-Info

26. August Pech:
Ex-NPD´ler André Hüsgen als Pro NRW-Geschäftsführer offiziell „ausgetauscht“ Blog-Info

31. August 3-fach peinlich:
„Flexstaub-Demo“ – Pro Deutschland am AZ Leverkusen  Blog-Info
„Kaiserteller“ – Spott und Häme für Pro NRW-Chef Markus Beisicht  Blog-Info
„Hinterlader“ – Strafanzeige für Pro-D-Generalsekretär Lars Seidensticker von Volker Beck (Die Grünen)  Blog-Info

September

4. September pro-peinlich:
Pro Deutschland-Selbstdarsteller mit unfreiwilliger Komik auf BTW-Tour Blog-Info  Video 1  Video 2  Video3 

5. September Polit-Pleite:
Pro Köln entsorgt Podcast-Pirat Oliver Wesemann  Blog-Info

8. September Pech:
Bonner Stadtrat Nico Ernst vom eigenen Kreisverband abserviert  Blog-Info

10. September peinlich:
Pro NRW-Parteitag in Leverkusen – Propaganda-Getöse um Antritt bei Europawahl 2014  Blog-Info  Diskussion bei Bunzelrepublik

12. September Pleite:
Pro Deutschland in Frankfurt und keiner hört zu  Blog-Info

13. September Pech:
Pro NRW-Funktionär zu Geldstrafe verurteilt  Blog-Info

14. September peinliche Polit-Scharmützel:
Pro Deutschland vs. Pro NRW/Köln  Blog-Info

17. September peinlich:
Pro Deutschland ruft nach Blut und Straßenschlachten  Blog-Info

18. September Pleite:
Unterlassungsklage angedroht – Essener Sozialdezernent Renzel wehrt sich gegen Pro NRW  Blog-Info

22. September Pleite:
Bundestagswahldesaster für Pro Deutschland  Blog-Info 

24. September Pleite:
Aufruf zu einer Sammlungsbewegung unter Federführung von Pro NRW nach dem BTW-Desaster von Pro Deutschland (0,2 %) und den REP (0,2 %) ohne Resonanz Blog-Info

26. September Pech:
AfD dementiert pro Köln-Propaganda  – Anbiederungsversuch gescheitert  Blog-Info

26. September Pech:
Neue Anklage gegen Jörg Uckermann – verschwieg er eigene Einnahmen?  Blog-Info

27. September Pleite:
Ex-Pirat Andreas Winkler schmeißt enttäuscht hin  Blog-Info

Zusammengestellt von Ihrem B.S. Team

Pro NRW: „Bäumchen wechsel dich“ im Vorstand

Pro NRW StatusPro Vorstand verändert
In der Übersicht der Vorstandsmitglieder von Pro NRW haben sich mit Stand vom 21.08.2013 einige Änderungen ergeben. Nachzulesen auf der Internet-Seite des Bundeswahlleiters.

Dauervorsitzender
Rückblick: Vor nicht einmal 6 Monaten verkündete Pro NRW im gewohnt pompösen Propagandaton:

 „PRO-NRW-Parteitag bestätigt Kurs und Führungsspitze …“

Der wohl „mutigste Politiker Deutschlands“, wie er gerne von seinen Anhängern genannt wird, steht in der Berichterstattung natürlich an erster Stelle, wo auch sonst? „Der Vorsitzende, Rechtsanwalt Markus Beisicht, wurde ohne Gegenkandidat und mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt“ ist zu lesen. Da weiß dann jeder, dass es keinen Anderen neben dem Vierfachvorsitzenden gibt /geben kann. Alles bleibt also beim Alten.

Kurzer Auftritt
Anders verhält es sich da mit dem ex. NPD´ler Andre Hüsgen, der erst am 09.03.2013 zum Pro NRW Landesgeschäftsführer gewählt und in der Pro-Berichterstattung mit wenigstens einem Satz bedacht wurde:

„Ebenfalls neu ins Amt des Geschäftsführers wurde Andre Hüsgen gewählt“

Seinen Namen sucht man vergeblich in der neuen Übersicht der Vorstandsmitglieder. Nach nur 6 Monaten Verweildauer, ist nun auch der letzte ex. NPD´ler aus dem Vorstand ausgeschieden. Hüsgen hat offensichtlich nur noch bescheidene Funktionen im Bergischen Land.

Neue Vorstandsmitglieder
Als neuer Geschäftsführer des Landesvorstandes wird Detlev Schwarz, Kreisvorsitzender in Bonn, geführt. Bis dato war er Beisitzer.

Nicht im neuen offiziellen Verzeichnis des Bundeswahlleiters, aber auf der Internetseite von Pro NRW, werden die stellvertretende Kreisvorsitzende Aachen, Gabriele Mathieu (Beisitzerin) und Dr. Christoph Heger (Kooptiertes Mitglied, Bezirksvorsitzender Bergisches Land) als weitere neue Mitglieder des Vorstandes vorgestellt.

Kommentar
Die Besetzung des Star-Vorstandes mit Beisicht, Wolter, Wiener und Hauer, alles Pro NRW Gründungsmitglieder von 2007 in Dormagen-/Nievenheim, ist wie in Stein gemeißelt. Hier wird es voraussichtlich niemals Veränderungen geben. Alle anderen Vorstandsmitglieder sind offensichtlich optional und können nach Belieben ausgetauscht werden, was die hohe Fluktuation belegt.

Mit Andre Hüsgen ist nun auch das letzte ehemalige NPD-Mitglied aus dem erlauchten Vorstandskreis ausgeschieden. Somit sind bis auf Tony Xaver Fiedler (ehemaliges DVU-Mitglied) keine Mitglieder aus den rechtsradikalen Parteien NPD und DVU mehr im Vorstand vertreten. Einzig die ex. Werbeikone der NPD, Claudia Gehrhardt, ist noch als Beisitzerin verzeichnet.

Warum Hüsgen das Feld geräumt hat / räumen musste, ist unklar. Es macht sicherlich keinen „schlanken Fuß“ ein ehem. NPD Mitglied im Vorstand zu haben. Möglicherweise soll hier der Eindruck auf eine saubere Mannschaft und die immer wieder gebetsmühlenartige vorgetragene Dauerfloskel „Wir sind die Grundgesetzpartei“ untermauert werden. Ob dies allerdings den Verfassungsschutz beeindruckt, ist zweifelhaft.

Ihr Ronald Micklich