Pro NRW Infos: Pleiten, Pech und Pannen (Quartal 4 2012)

pro NRW

Pleiten, Pech und Pannen gibt es überall in der Politik.

Mal ist es ein designierter Landes-Chef mit einer Mädchen-Affäre, die ihm das Genick bricht; mal sind es die NSU- Ermittlungspannen, die einige Köpfe forderten. Selbst dem ehemaligen Bundespräsidenten liefen Pleiten, Pech und Pannen hinterher. Dies geschieht in der „Großen Politik“ bei Parteien mit vielen tausend Mitgliedern.

Als krasses Beispiel wie sich dieses in einer von unfähigen Funktionären geleiteten Splitterpartei, die zu allem Übel auch noch als verfassungsfeindlich eingestuft ist, ausmacht, stellt unser Bericht ins „rechte Licht“:

Oktober 2012

02.10. Pleite:
Aus und vorbei – Die Pro-Fraktion in Radevormwald um Fraktionsvorsitzenden Tobias Ronsdorf und Udo Schäfer ist aufgelöstdas Antragsrecht sowie die sachkundigen Bürger/innen sind Geschichte   Blog-Info   Info 2  Info3 

08.10 Pleite:
Der pro-Dormagener Fraktionsgeschäftsführer und Bezirksvorsitzende Niederrhein Norbert Back legt alle seine Ämter nieder und gibt seinen Austritt bekannt   Blog-Info

14.10 Pleite:
Der Zerfall des Pro-Kreisverbandes Ostwestfalen-Lippe   Blog-Info

15.10 Pech:
Belgischer Pro NRW-Vorzeige-Partner Vlaams Belang um Filip Dewinter erlebt eine deftige Wahlklatsche   Blog-Info1   Blog-Info2

23.10 Pleite:
„Betrugsverdacht“ – Razzia in den Räumlichkeiten von Pro Köln, Pro Leverkusen, Anwalts-Kanzlei Beisicht und Pro Deutschland/Berlin   Blog-Info1   Blog-Info2

23.10 Pleite:
Mönchengladbach: Pro-Kreisvorsitzende Katrin Schwanitz und ihr Ehemann, der zugleich als Schatzmeister fungiert, geben ihren Austritt bekannt   Blog-Info

24.10 Panne:
Fraktion pro Leverkusen und der Austritt einer sachkundigen Bürgerin wider Willen  Blog-Info

26.10 Panne:
Wuppertal-Demo – Interne Informationen sickern durch  Blog-Info

27.10 Pleite:
Wuppertal Demo läuft mit ca. 138 Personen durch – Pro NRW-Chef Markus Beisicht spricht von „…über 200…“ – und die Wuppertaler Polizei von ca. 120 Teilnehmern   Blog-Info   Bilderstrecke

27.10. Panne:
Die so genannte „Grundgesetzpartei“  und zwielichtige Demoteilnehmer  Blog-Info


November 2012

02.11. Pleite:
Düsseldorfer Kreisverband ohne Vorsitzenden Dr. Manfred Linn?  Blog-Info

05.11. Pech:
Nachgefragt – Was wurde eigentlich aus dem Lehrer Dr. Daniel Krause?  Blog-Inf0

08.11 Pech:
Pro Köln-Stadtrat Jörg Uckermann – U-Haft im „Klüngelpütz“   Blog-Info1  Blog-Info2   und der Kölner Express titelt:  „Skandalakte Uckermann“

13.11 Pleite:
Scheidung – Die Republikaner und pro Deutschland trennen sich   Blog-Info ; Vorgeschichte: Pro Deutschland KV München Demo  Info2   Polit-Satire Türk-TV 

18.11 Video-Pleite, dafür Bundestagswahl:
Keine Vollversion des Mohammed-Schmäh-Videos; geplante Aufführung in Berlin bisher (!) eine Luftnummer und vermeintlicher Filmproduzent vermutlich noch in Haft. Immerhin zündet Pro Deutschland  jetzt das nächste PR-Bömbchen und will zur Bundestagswahl 2013 antreten.  Blog-Info

20.11 Pleite:
Nachgeschaut – Was macht eigentlich Ex-Pro NRW-Beisitzer Andreas Molau?   Blog-Info

20.11 Pech:
Neue Vorwürfe –  Jörg Uckermann bleibt in Haft  Blog-Info  und für die Presse „Die Ikone der Revolution“

21.11 Pleite:
Ex-NPD-ler André Hüsgen und seine (abgelehnten) Anträge   Blog-Info

24.11 Pleite:
Abfuhr in Wuppertal – Forensik-Initativen wollen mit Pro NRW und der Kreisvorsitzenden Claudia Gehrhardt nichts zu tun haben   Blog-Interview

26.11 Pleite:
Pro Köln-Sitzungsgelder werden vorläufig ausgesetzt   Blog-Info

27.11 Pleite:
Partei-interne Zwistigkeiten bei pro Deutschland werden bekannt  Blog-Info

29.11 Pleite:
Nachgefragt – Was macht eigentlich der Aachener Hauptkommissar und Pro NRW-Vize Wolfgang Palm?  Blog-Info


Dezember 2012

06.12  Pleite:
Ein neues Info-Video „Wer ist pro NRW?“ erscheint   Blog-Info

11.12 Panne:
Ahoi – Pro NRW-Neuzugang Andreas Winkler aus Duisburg soll ein ehemals hochrangiger Piraten-Funktionär sein?  Blog-Info

13.12 Peinlich:
Jörg Uckermann
wird aus der U-Haft entlassen, doch welcher Anwalt hat das nun geschafft Jürgen Clouth oder Marc Donay?   Blog-Info

14.12 Peinlich:
Andreas Winkler
– Saubermann oder „tickendes Kuckucksei“ für pro NRW?   Blog-Info

16.12 Pech:
Twitter-Piraten amüsieren sich über den „hochrangigen Piraten-Funktionär“ Andreas Winkler   Blog-Info

19.12 Pleite:
Ein „Die Welt“-Interview führt in die einfachen Denkstrukturen von Pro Deutschland ein   Blog-Info

20.12 Pleite:
Pro NRW-Pro Deutschland-Die Republikaner– Konstrukt bröselt  Blog-Info

21.12 Pleite:
Weitere unappetitliche Informationen zu Andreas Winkler tauchen auf   Blog-Info

27.12 Pech:
Pro-Blog zensiert  „freiheitliche“ Weihnachts-Kommentare, doch das „Original“ hat überlebt  Blog-Info

Ihr B.S. Team

 

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Duisburg: „Frisches Blut“ für Pro NRW

PiratenHochwillkommener Neuzugang
Am 11.12.2012 ist auf der Hauptseite der Bürgerbewegten unter der Überschrift: „Duisburg: Hochrangiger Piratenfunktionär wechselt zu PRO NRW“, Folgendes zu lesen:
[…] „Der vormalige Pressesprecher der Duisburger Piraten, Andreas Winkler, ist heute zu PRO NRW übergetreten. … Wer etwas gegen den Werteverfall, sowie Korruption und Multikulti- Exzesse tun möchte, der wird den Weg zu unserer Bürgerbewegung finden. Diese Blutauffrischung wird unserem örtlichen Kreisverband sehr gut tun.“[…]

Zweifelhafte Vita
XNxtranews  gibt im Internet Auskunft über Andreas Winkler. So ist hier zu lesen:
[…] xtranews hat mal zu Winkler recherchiert: Der windige Zeuge ist mehrfach rechtskräftig verurteilt, als Betrüger und  versuchter Vergewaltiger. Gläubiger lassen nach ihm fahnden, Amtsschreiben an ihn sind unzustellbar. Andreas Winkler darf mindestens als Wesen von zweifelhaftem Leumund betrachtet werden. Eher sogar mehr als das:[…]

Im Weiteren wird von mehreren Betrugsdelikten und einer rechtskräftigen Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung mit Aktenzeichen und Strafmaß berichtet. Auch von einem „offenkundig gefälschten Zeugnis der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg“ ist die Rede.

Besonders interessant sind die Leserzuschriften zum Artikel. Hier wird auch über offensichtlich strafrechtlich relevante SMS, die von Herrn Winkler stammen sollen, berichtet. Den vollständigen Bericht mit allen Verweisen und den Lesermeinungen finden Sie hier. Hier die Pressemitteilung der Piraten.

Kommentar
Es ist wie üblich ProPaganda ohne Ende. Egal wer es ist, Alle sind herzlich willkommen. Hauptsache ein medienwirksames „Neumitglied“ (hochrangiger Piratenfunktionär) kann publiziert werden. Ob die Parteibasis mit dem Neuzugang einverstanden ist spielt keine Rolle.

Da muss dann auch noch die Floskel „Werteverfall“ herhalten, und das bei den vorliegenden Erkenntnissen über Herrn Winkler. Als ob die Bürde der ex.NPD- und DVU´ler wie Molau, Hüsgen und Branghofer nicht schon genug „Abgänge“ produziert hätte. Jetzt ist es mal ein Pirat, über den es sich zu informieren lohnt.

Ob die Blutgruppe für das „frische Blut“ stimmt, ist ungewiss. Politisches Kapital kann Pro NRW aus diesem Neuzugang sicher nicht schlagen. Die Bürger wissen mit wem sie es zu tun haben. Pro NRW zerlegt sich selbst.

Ihr Ronald Micklich

Pro Köln / NRW: Parteivize Uckermann bleibt in Haft!

Weiter im „Klingelpütz“
Eigentlich hoffte der Ratsherr von Pro Köln bald aus der U-Haft entlassen zu werden: Doch neue Vorwürfe besagen, dass Jörg Uckermann die Stadt um noch mehr Sitzungsgelder betrogen hat als bislang bekannt. Er bleibt in Haft.

Seit 10 Tagen freie Kost und Logis
Seit zehn Tagen sitzt der 44-Jährige in U-Haft. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erfuhr, soll die Polizei in dieser Zeit Hinweise gefunden haben, die darauf hindeuten, dass Uckermann die Stadt Köln in weit mehr Fällen als bislang angenommen um so genannte Sitzungsgelder betrogen haben soll. „Es geht um eine Vielzahl von weiteren Fällen“, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ulrich Bremer.

Kommentar
Was empfahl der Hetzblog-Ulli heute dem Andreas Molau in seiner Häme: „Vielleicht sollte Andreas es mal mit wirklich ehrlicher Arbeit versuchen……“ Hier sollten sich die Pro-Strategen mal an die eigene Nase fassen und prüfen, ob Selbes nicht auch für ihren vorbestraften Parteivize zutreffen könnte.

Ihr Ronald Micklich

Ex. Pro NRW´ler: Was ist eigentlich aus Andreas Molau geworden?

Andreas Molau im Hintergrund

Schlechte Perspektiven
Wer sich in die Gesellschaft „rechtsradikaler“ Parteien begeben hat, für diese gesprochen, gearbeitet oder gar Mitglied in dieser war, wird von der Gesellschaft gebrandmarkt und ausgegrenzt. Molau, der jahrelang als Waldorflehrer tätig war, ist heute arbeitslos. „Ich stehe vor dem Nichts“, so das ehemalige Pro-Vorstandsmitglied in einem Interview.

Politische Karriere
Andreas Molau ist deutscher Publizist und ehemaliger Funktionär der rechtsextremen NPD (ab ca. 2004) und der DVU (Doppelmitgliedschaft ab 14 März 2009). Von 2005 bis 2010 war er Vorsitzender der Gesellschaft für Freie Publizistik, die ebenfalls der extremen Rechten zugeordnet wird. Von 2010 bis 2012 war er für die rechtsextreme Bürgerbewegung pro NRW tätig. Im Juli 2012 zog Molau die Notbremse und stieg bei der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei aus. Quelle

Ideologische Kehrtwende?
Seinen Ausstieg aus der „rechtsradikalen“ Szene war gut vorbereitet und sollte ein „Ausstieg light“ werden. Er wurde Mitglied bei Pro NRW, die er heute als „eine neue und moderne Form des Rechtsextremismus“ bezeichnet. Zu dem Vierfachvorsitzenden der Bürgerbewegung sagt Molau: „Markus Beisicht ist ein klassischer Rechtsextremist“, wir berichteten.
Eine hundertprozentige ideologische Kehrtwende will er noch nicht vollzogen haben, „das ist nicht etwas, wo man einfach den Schalter umlegt“, so Molau.

Ausstieg mit Konflikten
Der endgültige Ausstieg sei nicht konfliktfrei verlaufen. In „Verräter“-Drohungen über Internet-Plattformen sei er schon „mehrfach entmannt und gehängt“ worden.

Und die Hetze und Häme geht weiter. So ist seit gestern auf dem Insidern bekannten Pro-Hetzblog zum Thema Molau zu lesen:

Ulli: „Lasst doch den armen Molau sich weiter zum Affen machen. Andreas auf einem Antifaworhshop ist schon einfach genial. Sein Auftreten wird noch getoppt durch die Teilnahme von Breuer auf dem PRO D-Parteitag. Der gute Gereon wird den Wahlkampf von Rouhs unterstützen und der gute Andreas will endlich in der Gesellschaft ankommen und wieder einen Job bekommen.“

„Molau muss jetzt den verführten Narren spielen, damit seine neuen Auftraggeber ihn auch anständig instrumentalisieren können. Der Antifaauftritt von Molau ist ein wenig skurril und nicht sonderlich glaubwürdig. Molau wirkt verzweifelt. Vielleicht war sein Auftritt auch ein letzter Hilferuf. Vielleicht sollte Andreas es mal mit wirklich ehrlicher Arbeit versuchen……“

Kommentar
Hier kann der Ober-Vollpfosten Ulli richtig vom Leder ziehen. In Partisanen-Manier, ohne seine Identität preiszugeben, bekommt Andreas Molau sein Fett weg. Gleichzeitig wird der nächste wichtige Aussteiger “Gereon Breuer“ in die Pfanne gehauen. Auch ihn bezeichnet die Schmuddel-Community als Verräter und VS-Mann. Da fällt der sich unwissend gebende und ungläubig sabbernde „Neugierig“ schon gar nicht mehr auf.
Bezüglich der Aufnahme von ex. NPD´ler Andreas Molau bei Pro NRW wurde Markus Beisicht mehrfach gewarnt. Seine Antwort war immer: „Jeder verdient eine zweite Chance“ … und jetzt wird mit Dreck geworfen …, wie immer und gegen jeden Aussteiger. Die Liste ist lang.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: „Die Grundgesetzpartei“??

Pro NRW Ordner bei der Demo in WuppertalGrundgesetzpartei?
Der Vierfachvorsitzende von Pro NRW, Markus Beisicht, bezeichnet seine Splitterpartei auch gerne als „Grundgesetzpartei“. So zuletzt am 11.10.2012 auf der Hausseite der Bürgerbewegten zum Thema „Meinungsfreiheit“ und der Demo am 27.10.2012 in Wuppertal.

Alte Tatsachen
Der Verfassungsschutz bezeichnet Pro NRW als verfassungsfeindlich. Der ausgetretene ex. NPD´ler Andreas Molau, zuletzt Vorstandsmitglied bei Pro NRW, bezeichnet Beisicht als klassischen Rechtsextremisten. Ein weiteres Vorstandsmitglied, Claudia Gehrhardt, ist die ex. Werbeikone der NPD. Ihr Lebensgefährte André Hüsgen, ein ex. NPD´ler, fristet sein Dasein u. a. als Mitarbeiter in Beisichts Fraktionsbüro in Leverkusen. Max Branghofer, ex. DVU´ler, ist ebenfalls als Beisitzer in dieser Riege anzutreffen. Die Reihe ähnlich gestrickter Mitglieder, ohne Funktionärstätigkeit, kann beliebig erweitert werden.

Neuzugänge
Im Demo-Zug von Pro NRW am 27. 10.2012 in Wuppertal fiel ein junger Mann auf (Pfeil), der gekleidet im GDL-Kostümchen (German-Defence-League) in deren Reihen mit marschierte. Ausgestattet mit einer Ordnerbinde war er sicher auch als solcher bei der Polizei gemeldet.

Einem Hinweis aus interner Quelle zufolge soll es sich um einen gewissen Alexander A. handeln, der wegen seiner NPD-Aktivitäten bekannt sein soll. Dies belegen Bilder von einer Mahnwache des NPD Kreisverbandes Krefeld/Kleve am 22.10.2011 anlässlich des bundesweiten NPD-Aktionstages in Mönchengladbach und Krefeld. Auch bei einem Heldengedenken am 13.11.2011  – „Ewig lebt der Toten Tatenruhm“- ist der Pro NRW-Ordner in erster Reihe mit schwarzer Fahne als Kranzträger abgelichtet zu sehen.
Dass ausgerechnet auf der Hauptseite von Pro NRW, in ihrer Bilderstrecke (Bild 12, DSC-142), ein Bild ins Netz gestellt wird, wo dieser NPD-Akteur als Ordner Markus Beisicht bei seinem „ewig gleichen Geschwätz“ an seiner „rechten Seite“ flankiert, sagt eigentlich schon alles.

Richtig verstanden?
Markus Beisicht scheint irgendetwas durcheinander zu werfen. So war am 18.09.2012 in der Presse zu lesen:

Wie aufgeheizt die Stimmung war, dokumentiert ein Video, von dem Richter Krebber am Montag eine Passage vorspielte. Gegen den lautstarken Protest der Demonstranten von der Gegenseite versuchte Markus Beisicht als Versammlungsleiter, sich mit einem Lautsprecher zu behaupten. Die Schmähungen, die ihn vor Gericht gebracht haben, begannen mit dem Satz, er sehe „einen aufgeregten grünen Bundestagsabgeordneten“, der sich „als Obergauleiter dieser SA-Horden“ aufspiele; das seien „die Kinder von Adolf Hitler“, beherrscht von derselben Ideologie: „Die haben auch so angefangen.“

Kommentar
Wer sind denn diese Kinder? Die Gegendemonstranten oder Beisichts Ordner? Pro NRW öffnet den Zugang für alle die kommen. Der braune Sumpf verdickt sich durch die Abgänge „rechtskonservativer Mitglieder“ zusehends. Offensichtlich hat der Vorsitzende und sein General die Mitglieder und Demo-Teilnehmer nicht mehr unter Kontrolle. Die Führungsschwäche des Vorsitzenden fordert nun seinen Tribut. Ein Wechsel an der Spitze wird auch nichts mehr retten. Wer soll diese Splitterpartei noch wählen? Der Letzte macht die Türe zu.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: Molau spricht Klartext

Ein auf dem Online-Portal Cicero veröffentliches Interview mit Andreas Molau offenbart die politischen Abgründe bei Pro NRW / Köln.

Auszug: Pro NRW wird vom Verfassungsschutz in NRW beobachtet und gilt als rechtsradikal. Sie kennen die Organisation von innen.

Antwort Molau: […] „Viele bei Pro NRW sind bürgerliche Konservative und keine Rechtsradikalen. Auch in der Spitze gibt es Konservative, wie Judith Wolters. Aber die haben zum teil nicht begriffen, in welche Richtung der Pro-Zug fährt. Markus Beisicht ist ein klassischer Rechtsextremist. Dann gibt es noch die PI-News Fraktion. Die geben sich pro-israelisch und pro-westlich, sind aber knallharte Rassisten. Wenn man in den Texten dieses Blogs das Wort Muslim gegen Jude austauscht, ist deren Gedankengut eigentlich offensichtlich: Klassischer Rechtsextremismus. […]

Kommentar
Die Aussagen kann man nicht als Nachtreten bezeichnen. Hier hat der ehemalige Öffentlichkeitsmitarbeiter der „Bürgerbewegten“ seine Sicht der Dinge bekannt gegeben. Wenn Molau seine gesammelten Erkenntnisse dem Verfassungsschutz vorgetragen hat, ist der Inhalt des nächsten Verfassungsschutzberichtes leicht zu erraten. Der Abschuss der „Beisicht-Partei“ war abzusehen. Dass Andreas Molau den Finger krumm machte, auch.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: Die Andreas Molau Affäre

Rettungsversuch …
Kurz nachdem NDR Info über Molaus Rückzug berichtet hatte, reagierte „pro NRW“ mit einer eigenen Stellungnahme. Schon die Überschrift machte deutlich, welcher Eindruck vermittelt werden sollte:
 „Personelle Neuausrichtung: Andreas Molau legt auf Wunsch des PRO-NRW-Vorsitzenden alle Ämter nieder“. Nicht Molau habe „pro NRW“ verlassen, sondern umgekehrt: Die „Bürgerbewegung“ habe sich „nunmehr zur Trennung von Molau entschlossen“.

Als Grund wird angeführt:
„Damit nicht der falsche Eindruck aufrecht erhalten bleibt, dass Personen mit einer umstrittenen politischen Vita Parteiinhalte bestimmen.“
Und quasi als Distanzierung von dem vormals geschätzten Mitarbeiter heißt es weiter, „pro NRW“ bekenne sich ausdrücklich zum Grundwertekanon des Grundgesetzes und zur Solidarität mit Israel und erteile „jeder Art von Extremismus, einschließlich des menschenverachtenden Rassismus, eine entschiedene Absage“.
Molau habe „auf ausdrücklichen Wunsch“ von „pro“-Chef Markus Beisicht bereits Anfang Juni alle Parteiämter niedergelegt und sich aus der Bürgerbewegung zurückgezogen.

… gescheitert
Zweifel an dieser Darstellung drängen sich auf. Und auch Molau widerspricht seinem Ex-Vorsitzenden Beisicht: „Weder hat er mich um einen Austritt gebeten, noch habe ich das im Juni getan.“ Ende letzter Woche sei er ausgetreten, erklärte Molau auf Nachfrage.

Schweigegeld?
„Unter dem Eindruck dieser Austrittserklärung“ habe ihm Beisicht sogar noch am Sonntag per SMS „neue finanzielle Spielräume“ in Aussicht gestellt und versichert, er wolle ihn dabei nicht „unkameradschaftlich übergehen“.

Wieder gelogen?

Beisichts Erklärung, so Molau, belege „einmal mehr sein sehr flexibles Verhältnis zur Wahrheit“.

Ungereimtheiten
Gegen die Version einer bereits vor Wochen vollzogenen Trennung spricht auch, dass die angebliche „Bürgerbewegung“ Molau bis zur Stunde in der Liste ihrer Vorstandsmitglieder führt. Erstaunlich wäre auch, dass fast zwei Monate lang Mitglieder und Öffentlichkeit nicht über das Ausscheiden Molaus unterrichtet worden wären – obwohl doch sein Engagement als Belastung erkannt worden sein soll. Und nicht zuletzt: Molau war zwar der bekannteste Ex-NPDler in den Reihen der „Bürgerbewegung“, aber beileibe nicht der einzige. Von weiteren „Trennungen“ ist freilich nichts bekannt. Vollständiger Bericht

Kommentar
Offensichtlich wird hier wieder der Versuch gestartet, vor Allem die eigenen Mitglieder zu sedieren. So weiß Pro NRW am 29.07.2012 zu berichten:

„Da aber das Ganze immer wichtiger sein muss, als persönliche Befindlichkeiten oder Einzelinteressen, hat sich PRO NRW nunmehr aus gegebenem Anlass zur Veröffentlichung der Trennung von Andreas Molau entschlossen. Damit nicht der falsche Eindruck aufrecht erhalten bleibt, dass Personen mit einer umstrittenen politischen Vita Parteiinhalte bestimmen.“

Dazu ein Leserbeitrag der Bergischen-Stimme:

„Trifft das nicht auf alle pro NRW-Vorstandsmitglieder zu? Die stammen doch alle aus anderen rechten Parteien. Und wenn nicht, sind sie wie im Falle von Uckermann verurteilte Straftäter.“

Viele Fragen stellen sich zur Personalie Andreas Molau, aber auch zu weiteren Mitgliedern. Wie war das mit den Zahlungen an Molau? Bis zu seinem Ausscheiden aus der DVU, soll Andreas Molau immerhin noch 5.000 € aus deren Kasse bekommen haben. Bei Pro NRW sind keine Zahlungen aus Mitgliedsbeiträgen geleistet worden, so Markus Beisicht. Wer leistete dann aus welchen Töpfen die Zahlungen an Molau, wenn von aufgelösten Verträgen die Rede ist? Sind für Molaus Bezahlung Fraktionszuwendungen verwendet worden, wenn ja in welcher Höhe? Es bleibt zu hoffen, dass die „verschaukelten Mitglieder“ jetzt endlich wach geworden sind, energisch nachfragen und „Nägel mit Köpfen“ machen.

Ihr Ronald Micklich