Pro NRW – Dominik Horst Roeseler zieht den Schwanz ein und tritt aus

Schwanz_einziehenRoeseler folgt Bergischer Stimme
Wir hatten es angekündigt. In unserem letzten Artikel zu Roeseler und auf dessen Facebook-Seite haben wir das Kommende punktgenau angekündigt:

„Nicht nur die Schlacht, sondern den Krieg gegen Beisicht hat Roeseler verloren. Viel Zeit wird Roeseler wohl nicht mehr bleiben, um einem Rausschmiss zuvor zu kommen und seinen Austritt vorher bekannt zu geben. So könnte er zumindest ein wenig sein Gesicht wahren“ und

„Hallo Herr Roeseler, Ihre Zeit läuft morgen Abend ab. Die Einladung zu Ihrem Rausschmiss liegt Ihnen seit gut 2 Wochen vor.“

Wie einem Befehl folgend, hat Dominik Horst Roeseler nun dass von der Bergischen Stimme skizzierte Szenario umgesetzt und heute Nachmittag seine Mitgliedschaft bei Pro NRW aufgekündigt.

Ausschlussverfahren auf Samstag terminiert
Ein  beantragtes Parteiausschlussverfahren als Generalsekretär gegen den ex. Parteivize Roeseler hat also sehr wohl vorgelegen. Als Termin für die Verhandlung war der 21.05.2016 vorgesehen. Jetzt hat Roeseler unserer Empfehlung folgend alle Ämter bei Pro NRW niedergelegt und ist aus der Partei ausgetreten.

Eigener Nachruf
In seinem offenbar parat gehaltenem Nachruf auf seiner Facebook-Präsenz, trägt Roeseler mächtig dick auf. Dies ist seine Art sich in den Vordergrund zu schieben und wird nicht weiter kommentiert. Festzustellen bleibt nur, dass Roeseler, der an fast keiner Sitzung im Mönchengladbacher Stadtrat teilgenommen hat, sein Mandat als parteiloses Mitglied behalten will und somit vom Steuerzahler weiterhin gegenleistungsfreie Gelder kassiert. Auch dieses passt gut zum seinem Gesamtbild.

Fall nicht abgeschlossen
Wer nun denkt, mit dem Austritt von Roeseler sei die zuletzt eskalierte Angelegenheit rund um seinen Rausschmiss erledigt, irrt gewaltig. So gab Markus Beisicht bekannt: „Roeseler hat sich durch öffentliche Publikationen und andere Verhaltensweisen massiv parteischädigend betätigt. Diverse Äußerungen werden nun in Kürze in straf- und privatrechtlichen Verfahren thematisiert werden und somit juristische Relevanz entfalten.“ Die Bergische Stimme wird Dominik Horst Roeseler auch bei den angekündigten, folgenden juristischen Auseinandersetzungen journalistisch begleiten, … kostenfrei.

Ein klein wenig erinnern mich die Worte an: „Bei Durchsicht meiner Akten sind noch …..“

Beisichts Reich bröselt weiter
Der Bereich mit Einfluss der Rechtsextremisten und  ihrem Anführer, Rechtsanwalt Markus Beisicht aus Leverkusen, bröselt weiter. Die vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichnete Restetruppe hat nun auch Mönchengladbach verloren. Das Thema „Unterstützungsunterschriften“ braucht hier wohl nicht mehr erwähnt werden, da der völlige Zusammenbruch von Beisichts „Lebenswerk“ augenscheinlich in naher Zukunft unausweichlich bevor steht.

Ihr Ronald Micklich

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Termine: Pro Deutschland – Dügida – Pro NRW – HoGeSa

TermineTermine
Nachfolgend sind die bekannten Termine verzeichnet, an denen die rechtsradikalen Extremisten und Rechtspopulisten von Pro Deutschland, Dügida und Pro NRW ihre Demonstrationen, Abendspaziergänge u. Ä. durchführen wollen. Fehler in den Angaben sind möglich.

Pro Deutschland in NRW
Am 26. September um 13.00 Uhr wird PD eine Protestkundgebung auf dem Richard-Lindenberg-Platz in 42855 Remscheid-Hasten unter dem Motto: „Ja zum Grundrecht auf Asyl – Nein zum massenhaften Missbrauch des Asylrechts!“ durchführen. Sprechen werden nur regionale Mandatsträger und Funktionäre.

Dügida
An den folgenden Freitagen, 2.10., 23.10., 30.10. und 6.11.2015 jeweils um 19:00 Uhr. Treffpunkt wie üblich am Düsseldorf HBF, will Melanie Dittmer ihren Spektakel abhalten. Verantwortlich soll die NPD´lerin Ariane Meise sein, weil die Polizei Melanie Dittmer offenbar ablehnt. Es soll jeweils die selbe Wegstrecke gegangen werden. Karlstraße, Graf-Adolf-Straße, Breite Straße, Bastionstraße, Grünstraße, Stresemannstraße und über die Karlstraße zurück.

Pro NRW
Am 11.10.2015 um 14:00 Uhr demonstrieren die Rassisten von Pro NRW am Bahnhofsplatz 2, 58332 Schwelm unter dem Motto: „Islamisierung stoppen! – Keine Ditib-Großmoschee nach Schwelm!“. Anmelder ist Beisichts Vize, Dominik Horst Roeseler, der auch als Versammlungsleiter fungiert. Die Demostrecke soll angeblich ca. 4km lang sein und direkt an der Moschee vorbeiführen.

Unter dem Motto „JA zum Asylrecht, NEIN zum Asylmissbrauch“ plant der Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Minipartei, Rechtsanwalt Markus Beisicht aus Leverkusen-Opladen, seine Hetze unter dem Deckmantel von Mahnwachen deklariert. Termine:

Am 24.10.2015, 10-13 Uhr, Hohenzollernplatz Duisburg, 13-16 Uhr, Marktplatz Osterfeld, Oberhausen, 16-19 Uhr, Berliner Platz, Mülheim (Ruhr)

Am 31.10.2015, 10-13 Uhr, Husemannplatz, Bochum, 13-16 Uhr, Am Pferdemarkt Ecke Hansastraße, Bottrop, 16-19 Uhr, Goldmacherplatz, Gelsenkirchen.

HoGeSa
Zum Jahrestag der HoGeSa-Demo in Köln mobilisieren Hooligans und Nazis erneut bundesweit für einen Aufmarsch am 25.10.2015 in Köln mit dem Slogan: „Der gleiche Ort – Die gleiche Demoroute – Die gleiche Uhrzeit – Köln 2.0“. Unter dem der Polizei angegebenem Motto: Köln 2.0 – friedlich und gewaltfrei gegen islamischen Extremismus“, will Roeseler mit seinen gewaltbereiten Hooligans und Rechtsradikalen das Spektakel zelebrieren. Treffpunkt ist der Breslauer Platz am Kölner Hauptbahnhof, geplanter Beginn der Veranstaltung 14:00 Uhr, Ende 20:00 Uhr. Anmelder und Versammlungsleiter ist auch dieses Mal wieder Dominik Horst Roeseler von der rechtsextremistischen Minipartei Pro NRW.

Ihr B.S. Team

Düsseldorf: Pro NRW-Pseudo Pegida (Dügida) marschiert wieder

Dügida_16.03.2015Nicht schon wieder
Heute Abend ab ca. 19.30 Uhr werden die Pseudo-Pegida Demonstranten wieder Ihre wöchentliche Theateraufführung zelebrieren. Die von der rechtsextremistischen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichnete Splitterpartei Pro NRW gibt sich dabei als Rädelsführer der Schar Rechtsextremisten aus den eigenen Reihen, der NPD und Hooligans, mit dem selbsterteilten Namen Dügida. Wer heute den Versammlungsleiter stellt ist noch unklar, Favorit scheint Dominik Roeseler (stellvertretender Landesvorsitzender Pro NRW) zu sein.

Behinderungen entschärft
Pendler und Kunden der Rheinbahn werden wieder schimpfen. Wie seit Wochen werden sie durch die Dügida-Demo ausgebremst. In der vergangenen Woche waren nur noch rund 50 Teilnehmer auf den Beinen. Trotzdem werden am Abend wieder einige Straßen rund um den Hauptbahnhof gesperrt – unter anderem auch wieder der Stresemannplatz. Damit ist das Durchfahren von der Graf-Adolf- auf die Karlstraße nicht möglich. Für Bahnfahrer wird es heute schon mal etwas besser: Die Straßenbahn-Linien 707 und 708 fahren den Hauptbahnhof trotz Demo an. Die Linien 704, 709 und 719 werden dagegen weiter umgeleitet. Die Rheinbahn empfiehlt uns S-und U-Bahnen. Der Bahnhofsvorplatz wird dieses Mal jedoch nicht komplett für Busse und Bahnen gesperrt. Die Rheinbahn empfiehlt den Fahrgästen, alternativ die U-Bahnen zu nutzen. Die Demonstrationen dauern voraussichtlich bis gegen 21 Uhr.

Auch wieder Gegendemos
Gegen den Aufmarsch der Rechten wird es auch wieder Gegendemos von linken Demonstranten geben. Um beide Lager zu trennen sind rund 1.000 Polizisten im Einsatz. Und alles wegen 50 fremdenfeindlichen Dauerdemonstranten, deren Aktion völlig sinnbefreit ist.

Ihr Ronald Micklich

Wuppertal: Groß-Demo mit Salafisten – Pegida – HoGeSa und Bündnis gegen Nazis

Salafisten-Demo 08.02.2014 in Mönchengladbach

Salafisten-Demo 08.02.2014 in Mönchengladbach

Groß-Demo
Morgen, am Samstag dem 14.03.2015 wird es in Wuppertal einen Demo-Tag geben, der rund um den Hauptbahnhof für ein Verkehrschaos sorgen wird. Von 10 bis 18 Uhr wird der östliche Teil der Elberfelder Innenstadt etwa vom Neuenteich bis zum Haspel für den Verkehr gesperrt. Die Polizei baut Sperrgitter auf, innerhalb derer die 2000 erwarteten Teilnehmer der Pegida-Demonstration ab 15 Uhr von der Kluse aus über die B 7, die Morianstraße, Kipdorf, Hofkamp und zurück zur Kluse ziehen (siehe Grafik).

Pegida
Der Anmelder der Pegida-Demo, Marco Carta Probach aus Dortmund, rief per Facebook zu einer „Generalmobilmachung“ und zu einem „Spaziergang“ rund um die Salafisten-Demo auf. Pegida erwartet auf dem Neumarkt bis zu 2000 Demonstranten aus ganz Deutschland.

Als Redner bei Pegida sollen unter anderem der Dresdner Pegida-Chef Lutz Bachmann und der Vorsitzende der rechten Kleinpartei „Die Freiheit“, Michael Stürzenberger, auftreten.

Salafisten
Die Salafisten mit Sven Lau und Pierre Vogel, erwartet werden ca. 400 Salafisten, halten ihre Veranstaltung auf dem Willy-Brandt-Platz ab, wo genügend Polizisten vor Ort sein werden.

Bündnis gegen Nazis
Die Gegner von „Rechts und Religionsfanatismus“ treffen sich unterdessen um 13.30 Uhr bis 18 Uhr auf dem Kirchplatz und brauchen auch polizeiliche Betreuung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich im Bündnis gegen Nazis auch gewaltbereite Autonome verstecken. Erwartet werden auch hier ca. 600 Demonstranten.

Hooligans
Die beiden Hool-Vereinigungen „Gemeinsam Stark Deutschland“ (GSD) und „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) wollen am Samstagnachmittag bei der Pegida-Demonstration ebenfalls mitmischen (ab 12:00 Uhr). So wollen augenscheinlich mehrere hundert Hooligans nach Wuppertal reisen. Eine der Vereinigung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) nahe stehende Gruppe hat eine in Thüringen geplante Kundgebung kurzfristig abgesagt, offenbar, um möglichst viele Gewaltbereite nach Nordrhein-Westfalen zu schicken. HoGeSa plant offenbar vorab einen eigenen Demozug.

Extreme Rechte und Pro NRW
Angesagt haben sich zu der Veranstaltung auch Teilnehmer extrem rechter Parteien. So kündigt auch der Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei, Markus Beisicht, die Unterstützung von Pro NRW bei dieser Demo an.

Befremdet zeigte sich Beisicht allerdings über den nach seiner Auffassung „selbsternannten Abendlandretter, Marco Carta Brobach, der im Namen von PEGIDA NRW erklären lässt, dass zur Pegida-Demonstration am Samstag in Wuppertal die „wirren Gestalten“ von PRO NRW nicht willkommen sind. Ob der selbsternannte „honorige Rechtsanwalt aus Opladen“ wegen der „Unerwünschtheit“ der „wirren Gestalten“ von PRO NRW nun beleidigt ist, ist nicht bekannt.

Verwirrend sind auch die Einträge auf der Facebook-Seite von Jörg Uckermann. So wird angekündigt, Uckermann würde als Redner bei Pegida auftreten. Uckermann kommentiert auf seiner eigenen Seite den Eintrag wie folgt: „Das Volk ist der Chef! Und das sollten wir Morgen zeigen! 10.000 Teilnehmer sind möglich!“ Mittlerweile dürfte Uckermanns freudige Erregung in eine Depression umgeschlagen sein; wie in einer unbestätigten Meldung zu erfahren war, darf der ehemalige Lautsprecher von Pro NRW / Köln in Wuppertal nicht ans Mikrofon.

Umfassende Informationen finden Sie in der WDR Mediathek Lokalzeit – Bergisches Land (13.03.2015)

Ihr Ronald Micklich

Dügida: Vom Pro NRW-Vorstand inszeniertes Spektakel bröckelt

Pro NRW lehnt Zusammenarbeit mit HoGeSa ab..., sagt Beisicht

Pro NRW lehnt Zusammenarbeit mit HoGeSa ab…, sagt Beisicht. Roeseler rechts im Bild.

Dittmer ausgebootet
Die ehemalige (NPD) JN-Anhängerin und heutige Beisitzerin im Landesvorstand der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW wurde ausgebootet. Der Polizeipräsident hat der Veranstalterin untersagt, selbst die Leitung der Versammlung zu übernehmen und dort zu reden. Auch darf der Demonstrationszug nicht an der Moschee in der Adersstraße vorbeiziehen, entschied die 18. Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf unter dem Aktenzeichen: 18 L 808/15 Somit ist Dittmer erst einmal weg vom Fenster.

Neuer, alter Vorturner
Schon zur 9. Dügida Veranstaltung am 09.03.2015 in Düsseldorf, hat der stellvertretende Vorsitzende der rechtsextremistischen Pro NRW, Dominik Roeseler, die Versammlungsleitung der Dügida übernommen. Auf einigen Bildern ist er mit seinen willfährigen Helfern aus der Hogesa-Szene im Gespräch zu sehen. Dittmer kündigte derweil die 10. Abendshow unter der Versammlungsleitung von Roeseler an.

Rechtsanwalt Clemens: Verfahren mit Licht und Schatten
Bisher hatte Rechtsanwalt Clemens aus Düsseldorf die Belange der Dügida-Veranstalter vor Gericht vertreten, … relativ erfolgreich im Sinne seiner Mandaten. Dafür wurde er auch über den grünen Klee von seinen Freunden bei der NPD auf der Facebookseite der NPD gelobt. Auszug:

„Wir dokumentieren an dieser Stelle die Pressemitteilung des Juristen, der noch in der vergangenen Woche Gast auf dem Neujahrsempfang der NPD-NRW war:“

„“DAS LICHT BLEIBT AN! Aufruf des Oberbürgermeisters zur Dügida Kundgebung gerichtlich gestoppt! Bei der Kundgebung Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes (DÜGIDA) am Montag, dem 12.01.2015 wird die Beleuchtung der öffentlichen Gebäude so belassen, wie sie immer ist.“

Am Ende war die Beleuchtung der öffentlichen Gebäude ausgeschaltet, Clemen hatte den Kürzeren gezogen Aktenzeichen: 15 B 45/15 (I. Instanz: VG Düsseldorf 1 L 54/15), der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

Leverkusener Rechtsanwalt erntet Hohn und Häme
Ein neuer Rechtsanwalt hat augenscheinlich die Vertretung der Interessen von Dügida übernommen… und verloren, so ein Pech aber auch. Fehlte da etwa das juristische Feingefühl in der überaus brisanten Frage nach der Eignung von Melanie Dittmer als Redner- und Versammlungsleiterin? Die NPD Düsseldorf & ME weiß per Twitter zu berichten:

„Der #DüGiDa-#Abendspaziergang läuf, mit neuem #Versammlungsleiter und auch verkürzter #Wegstrecke. Der #Leverkusener Anwalt hat versagt. ;-)“ (sic!) Um welchen Leverkusener Anwalt es sich hier handeln könnte, bleibt Ihrer Phantasie vorbehalten.

Kommentar
Zu der immer kleiner werdenden Gruppe von Rechtsextremisten aller Couleur bei Dügida bleibt nicht viel zu sagen. Offensichtlich ist aber, dass mit Dominik Roeseler ein stellvertretender Vorsitzender von Pro NRW die Zügel in Punkto Dügida in die Hand nehmen will und wie angekündigt den Spuk möglicherweise fortführen wird. Roeseler führt einige seiner Vorstandskollegen ad absurdum. So trat er am 08.02.2015 in Ludwigshafen als Redner auf. Auf der Facebook-Seite „Gemeinsam-Stark Deutschland“, bezeichnet sich Roeseler als deren Pressesprecher.

Wegweisende Beschlüsse
Und nochmals: “Der Gesamtvorstand der Bürgerbewegung PRO NRW hat gestern in Leverkusen in großer Geschlossenheit mehrere wegweisende Beschlüsse gefasst. Einhellig verurteilten die Vorstandsmitglieder jegliche Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Hooligans und Neonazis. Explizit lehnt die Bürgerbewegung PRO NRW laut einstimmigen Vorstandsbeschluss auch jede Zusammenarbeit mit den “Hooligans gegen Salafisten”, genannt Hogesa, und möglichen Nachfolgeorganisationen ab.“

„Darüber hinaus wertete der Vorstand die eigenmächtige Anmeldung der Kölner Demonstration am 26. Oktober durch den stellvertretenden Vorsitzenden Dominik Roeseler als grob parteischädigend und sprach auf Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Palm als Parteiordnungsmaßnahme eine scharfe Rüge aus. In einem vergleichbaren Wiederholungsfall würde laut gestrigem Vorstandsbeschluss ein unmittelbarer Parteiausschluss erfolgen. Auch diese Beschlüsse fielen nach Anhörung des Betroffenen einstimmig“, ist auf der Propagandaseite der Bürgerbewegten zu lesen.

Auf Antrag von Kevin Gareth Hauer, beschloss der Vorstand zudem einstimmig, dass Mitglieder der Bürgerbewegung PRO NRW zukünftig überparteiliche Veranstaltungen nur nach vorheriger Genehmigung des Parteipräsidiums anmelden oder organisieren dürfen.

Dies dürfte wohl für Dügida zutreffen. Da bisher noch kein unmittelbarer Parteiausschluss gegen Melanie Dittmer und andere Vorstandsmitglieder, die aktiv an der Veranstaltung mitgewirkt haben, besonders aber gegen Dominik Roeseler, erfolgte, kann augenscheinlich nur das Einverständnis und die Genehmigung des Parteipräsidiums der Grund sein.

Die Pro NRW-Parteispitze scheint handlungsunfähig. Wegweisende Beschlüsse werden einfach ignoriert. Es gibt kein Aufbegehren der Rückgratlosen, wenig kritischen Platzhalter im Vorstand, die ohne Handlungsspielraum in einer scheinbar von einem alles bestimmendem Herrscher dominierten, rechtsextremistischen Kleinpartei ihren Namen verbrennen. Wann erkennen die mit hochtrabenden Funktionärsbezeichnungen ausgestatteten Marionetten endlich ihren wirklichen Einfluss und Stellenwert?

Ihr Ronald Micklich

Wer geht zu PEGIDA und warum?

TU DresdenPressekonferenz 14.01.2014 der Technischen Universität Dresden, Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte, Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung

Der „typische“ PEGIDA-Demonstrant entstammt der Mittelschicht, ist gut ausgebildet, berufstätig, verfügt über ein für sächsische Verhältnisse leicht überdurchschnittliches Nettoeinkommen, ist 48 Jahre alt, männlich, gehört keiner Konfession an, weist keine Parteiverbundenheit auf und stammt aus Dresden oder Sachsen.

Das sind die Kernaussagen der Studie eines Teams um den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans Vorländer von der TU Dresden, die am 14. Januar 2015 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurden. Das Team hat zum ersten Mal die Zusammensetzung der PEGIDA-Demonstrationen in Dresden empirisch untersucht. Dabei wurden rund 400 Teilnehmer nach soziodemographischen Merkmalen und ihrer Motivation zur Teilnahme befragt. Die Befragungen wurden am 22.12.2014, 05.01.2015 und 12.01.2015 durchgeführt. Dabei lehnten rund 65 Prozent der ursprünglich angesprochenen zirka 1.200 Teilnehmer eine Befragung ab.

Die Ergebnisse sind bemerkenswert und stehen zum Teil bisherigen öffentlichen Annahmen über Anliegen und sozialen Hintergrund von PEGIDA-Anhängern entgegen.

Weitere wesentliche Fakten:

  • Der Protest wird keineswegs von Rentnern und Arbeitslosen getragen – 70 Prozent der befragten Demonstrationsteilnehmer stehen im Beruf.
  • Die befragten Teilnehmer der Demonstrationen gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ sind nur zu knapp einem Viertel durch „Islam, Islamismus oder Islamisierung“ motiviert.
  • Das Hauptmotiv für die Teilnahme an PEGIDA-Demonstrationen ist eine generelle „Unzufriedenheit mit der Politik“. An zweiter Stelle wird die Kritik an Medien und Öffentlichkeit genannt; an dritter Stelle folgen grundlegende Ressentiments gegenüber Zuwanderern und Asylbewerbern, dabei sind Vorbehalte gegen Muslime bzw. den Islam besonders ausgeprägt.
  • In den Befragungen kommt die Wahrnehmung einer tiefen Kluft zum Ausdruck: zwischen den Massenmedien, der veröffentlichten Meinung und der etablierten Politik auf der einen Seite und den Problemen des Bürgers und dem „Willen des Volkes“ auf der anderen Seite.

Daraus lässt sich schließen: Auch wenn sich PEGIDA dem Namen nach gegen die Islamisierung des Abendlandes wendet, sind die Kundgebungen für die Mehrheit der Teilnehmer in erster Linie eine Möglichkeit, tief empfundene, bisher nicht öffentlich artikulierte Ressentiments gegenüber politischer und meinungsbildender Elite zum Ausdruck zu bringen. Diese Gegenüberstellung von „Die da oben“ und „Wir hier unten“ in Kombination mit fremdenfeindlichen Einstellungen wird traditionell zum rhetorischen Arsenal rechtspopulistischer Strömungen gerechnet.

Ob sich PEGIDA dauerhaft als Bewegung wird etablieren können oder ob es sich nur um eine temporäre Erscheinung handelt, ist eine noch offene Frage, die auch von der vorliegenden Untersuchung nicht beantwortet werden kann. (Ende der Pressemitteilung)

Hier gelangen Sie zum Download der Präsentation der ersten empirischen Umfrage unter PEGIDA-Teilnehmern.

Kommentar
Nach eingehendem Studium der Präsentation, werden Sie zu dem Ergebnis kommen, dass die vom Pro NRW Anführer Markus Beisicht beworbenen Pro NRW Dügida/Kögiga-Veranstaltungen eine völlig abweichende Teilnehmer-Zusammensetzung aufweist. Dazu genügt es, sich die Bilderserien der Medien anzuschauen. Die Presse liest sich dazu fast durchgängig so, Auszug:

„Zwischen 100 und 150 Personen aus dem Umfeld von „Pro Köln“, „Pro NRW“, Hogesa und der Neonazi-Szene trafen sich zu einer Kundgebung am Bahnhofsvorplatz. Sie zogen rund 700 Meter weit Richtung „Unter Sachsenhausen“, riefen „Hier marschiert der nationale Widerstand“, jagten Journalisten, kehrten wieder um, zeigten eine Mohammed Karikatur und erklärten jetzt jeden Mittwoch wiederzukehren. „Pegida“ spielte nur noch am Rand eine Rolle.“

Da Pro NRW nur über einen alten Transporter für die Lautsprecheranlage verfügt, finden die Demos Montags in Düsseldorf und Mittwochs in Köln statt. So haben dann auch die Wander-Dauer-Demonstranten von Pro NRW die Möglichkeit an beiden Veranstaltungen teilzunehmen, um den Eindruck einer regen Teilnahme vieler Demonstranten zu vermitteln.

Wer will schon mit den Mitgliedern der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich und rechtsextremistisch bezeichneten Splitterpartei Pro NRW / Köln gemeinsam auf der Straße gesehen werden? Die weitere rechtsextreme Szene, die sich mittlerweile augenscheinlich gut bei Dittmer und Co. aufgehoben fühlt, rundet das Bild jetzt ab.

Ihr Ronald Micklich

Köln: Kögida-Veranstaltung von Pro NRW/Köln und Neonazi-Szene dominiert

Screenshot: report-K Bericht vom 15.01.2015

Screenshot: report-K Bericht vom 15.01.2015

Kögida-Kundgebung … durch wen?
Die Mittwochskundgebung in Köln am gestrigen Abend war maßgeblich von der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Bürgerbewegung „Pro NRW“ organisiert und beeinflusst. Zwischen 100 und 150 Personen aus dem Umfeld von „Pro Köln“, „Pro NRW“, Hogesa und der Neonazi-Szene trafen sich zu einer Kundgebung am Bahnhofsvorplatz.

Redner
Die Redner der gestrigen Kundgebung waren allesamt von der als rechtsextrem geltenden Bürgerbewegung „Pro NRW“: Markus Wiener, stellvertretender Vorsitzender bei „Pro NRW“, Tony-Xaver Fiedler, Pro NRW Generalsekretär und Melanie Dittmer, Mitglied bei „Pro NRW“ und Beisitzerin im Vorstand.

Pressestimme
report-K – die Internetzeitung für Köln, hat in einem ausführlichen Bericht die Ereignisse des gestrigen Abend zusammengefasst und mit gut recherchierten Informationen zu einem lesenswerten Artikel, dem nichts mehr hinzuzufügen ist, veröffentlicht.

Kommentar
Es kommt zusammen was zusammen gehört. Mehr und mehr verwischen die Konturen zwischen Rechtsradikalen der NPD, Die Rechte, der Neonazi-Szene und Pro NRW. Früher als Narrensaum bezeichnet, findet jetzt schon fast ein Schulterschluss statt. In den Reihen von Pro NRW etablieren sich ehemalige Junge Nationale, ehemalige Mitglieder der NPD und DVU. Eine Handvoll sitzt sogar im Vorstand der Splitterpartei oder ist Mandatsträger für Pro NRW.

Augenscheinlich entfernt sich der Anführer der Bürgerbewegten, RA Markus Beisicht, vom eh schon nicht glaubwürdigen Anspruch eine Grundgesetzpartei zu sein, die nur in einem Punkt radikal sein soll, nämlich in der Abwehr jedweder Form des Extremismus, wie immer wieder gebetsmühlenartig heruntergeleiert wird, mit großen Schritten.   

Ihr Ronald Micklich