Markus Beisicht (Pro NRW) und Ester Seitz (rechtsextremistische Aktivistin) – ein Dossier über gemeinsame Aktionen

Screenshot Twitter 4.9. Demo Köln, zum Vergrößern bitte ins Bild klicken

Screenshot Twitter 4.9. Demo Köln, zum Vergrößern bitte ins Bild klicken

Auszüge aus einem lesenswerten Beitrag:

[„Die von ProNRW und Ester Seitz gemeinsam organisierte Kundgebung hatte das Motto: “Staatlich verordnete Polizeiwillkür stoppen”. Sie stellte eine Reaktion auf den Polizeieinsatz bei der von ProNRW und Ester Seitz organisierten Contra-Erdogan-Demo am 31. Juli in Köln vor dem Hauptbahnhof dar. Seinerzeit hatte die Polizei zunächst einen gerichtlich genehmigten Spaziergang nach Deutz, wo die Pro-Erdogan-Demo stattgefunden hatte, wegen “veränderter Gefahrenlage” (man hatte schlauerweise die Deutzer Brücke allgemein gesperrt) untersagt. Danach hatte die Polizei, u.a. wegen Trunkenheit vieler Kundgebungsteilnehmenden, jedweden Spaziergang untersagt .

Ester Seitz hatte daraufhin als Kundgebungsleiterin trotzdem zum Spaziergang aufgerufen und Vorbereitungen zur Reihenbildung betrieben. Die Polizei löste daraufhin die Kundgebung auf und forderte die Leute zum Verlassen des Platzes auf. Ester Seitz aber rief zum “Sitzstreik” auf. Als die Wasserwerfer anrollten, verließen bis auf 50 Pesonen alle Sitzstreikenden (auch Ester Seitz) den Platz, die anderen wurden (trocken) in den Bahnhof getragen und in Regionalexpresse ihrer Wahl gesetzt.

Die Kundgebung am 4. September war von Ester Seitz dann hinsichtlich Ort und Ablauf als Kopie der Kundgebung vom 31. Juli angemeldet worden. Damit sollte symbolisch die Versammlungsfreiheit in Deutschland wiederhergestellt werden. Gastredner war Rob Verreycken von der belgischen Partei Vlaams Belang. Die hatte in den 1990ern große Wahlerfolge, ist heute aber mit drei von 150 Sitzen im Belgischen Parlament und sechs von 124 Sitzen im Flämischen Parlament unbedeutend.

Laut eines gemeinsamen Aufrufs von ProNRW und Ester Seitz, sollte es eine „Groß-Demo mit 350” Teilnehmenden werden. Die ‚Patriotin‘ Marie Jakob kommentierte den Aufruf vor der Kundgebung auf der Facebookseite von Ester Seitz:

Hört bitte auf, das als Großdemo zu deklarieren. Es kommen eine Handvoll ProNRW-Verbliebener. Dann vielleicht ein paar von den Hools. Die guten Aktivisten, die sich benehmen, die das letzte Mal 90% der Teilnehmer gestellt haben, bleiben diesmal weg. Weil Du, Ester, nichts kannst als spalten, lügen, dich asozial benehmen, überall reinspringen und verbrannte Erde hinterlassen. Ihr werden da mit einer Handvoll Leute stehen, die sich noch von Dir blenden lassen.

Aber Dein Popstar-Dasein auf NRWs Bühnen hat bald ein Ende. Dich unterstützt hier kein vernünftiger Mensch mehr.“].

Hier finden Sie das vollständige Dossier.

Ihr Ronald Micklich

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Pro NRW in Köln – Großkotzig angekündigte Großdemo entpuppt sich als Minitreffen von einigen Rechtsradikalen

Screenshot Twitter

Screenshot Twitter

Propaganda wie gewohnt
Wie gewohnt hat der Anführer der rechtsextremistischen und verfassungsfeindlichen Restetruppe von Pro NRW, Markus Beisicht (Rechtsanwalt in Leverkusen – Opladen, wieder mächtig auf den Putz gehauen.

 „Die Veranstalter erwarten 350 Teilnehmer zum Demo-Aufzug. Die Großveranstaltung wird auch durch die PRO NRW-Partnerorganisation Vlaams Belang unterstützt“ gibt der Angeber auf der Propagandaseite zum Besten. Am Freitag dem 2.9.2016 wurde dann kurz vor Toresschluss wiederrum um Teilnehmer gebettelt – „PRO NRW ruft nochmals zur Teilnahme an der Großdemonstration am Sonntag in Köln auf“. Da durfte der Anmelderin Ester Seitz und ihrem neuen Wanderprediger wohl bewusst geworden sein, dass die propagierte Teilnehmerzahl wohl nicht zu erreichen ist.

Böses Erwachen
Eine mit Pro NRW eng kooperierenden Partnerpartei Vlaams Belang gibt es augenscheinlich nur in Beisichts Phantasiewelten. Zwar sprach von der Vlaams Belang Rob Verreycken, eine Delegation wurde aber nicht wahrgenommen. Statt der angekündigten 350 Teilnehmer wurden 57 handgezählte ermittelt. Von Pro NRW wurden nicht einmal 10 Personen verortet. Zu diesen gehörten wieder die ex. NPD´ler Thorsten Crämer, Michael Lange und ein weiterer Wuppertaler Kamerad sowie die Funktionäre aus Witten mit Christoph Schmidt, Peggy Hufenbach und Hartmut Schwefel. Zugegen war auch wieder Holm Teichert. Aus Aachen und Opladen gesellten sich zwei weitere Rechtsextreme hinzu. Teilweise hatten die ex. NPD´ler ihre Familienangehörigen mitgeschleppt. Das war es dann aber schon.

Selbst der Generalsekretär Christopher von Mengersen wurde nicht gesehen. Wie zu erfahren war, beteiligt sich der Bonner Ratsherr als Wahlhelfer in der dritten Runde der Bundespräsidentenwahl in Wien. Da gibt es sicherlich viel zu tun. Hat der Generalsekretär möglicherweise deswegen keine Zeit mehr für Beisichts Großdemos?

Wanderprediger Beisicht hat offensichtlich in Ester Seitz seine neue Berufung gefunden. Am 3.September 2016 ist er in Karlsruhe als Redner bei Seitz angekündigt und wird sich sicherlich auf ein paar schöne Stunden freuen.

Kommentar
Beisicht ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Auf seiner Internetplattform phantasiert der Aufschneider von 120 Patriotinnen und Patrioten. Der Pressebericht der Polizei nennt hier die wahrhaftigen Zahlen.

Pfoten in der Tasche, Augen weit auf und aus guter Position Ester Seitz Handwerkskünste beobachten und kommentieren ist alles was Beisicht beisteuert. Auf Twitter gibt es einen passenden Post, der keine Kommentierung mehr benötigt. Armer Beisicht.

Ihr Ronald Micklich

Holm Teichert, ex. Pro NRW Vorstandsmitglied, will unter dem Motto „Gegen Politikwahnsinn“ in Essen demonstrieren

Screenshot Facebook

Screenshot Facebook

Demo in Essen
Das ehemalige Vorstandsmitglied von Pro NRW, Holm Teichert, schlägt augenscheinlich einen ähnlichen Weg wie Dominik Horst Roeseler ein und geht seine eigenen Wege. Als Mitinitiator der selbst ernannten Initiative „Essen gegen Politikwahnsinn“ will die neue Gruppierung am 13.04.2016 ab 19:00 Uhr in Essen auf dem Hirschlandplatz unter dem Motto „Gegen Politikwahnsinn“ demonstrieren. Pressestimme

Pro NRW Thema
Dass es sich hierbei um ein typisches Pro NRW Thema handelt, dürfte jedem klar sein – Hetze gegen Asylbewerber. Auf Pegida-Kundgebung in Duisburg trat Holm Teichert wiederholt als Redner auf. Zumindest die Neonazis scheinen der Hetze von Teichert noch Gehör zu schenken. Er selbst und seine Mitstreiter seien weder rassistisch, noch fremdenfeindlich und auch nicht rechtsextrem, behauptet Teichert. Seine Pro NRW Vergangenheit spricht hier aber eine andere Sprache. Sicherlich bekommt er für seinen Austritt noch ein unerwartetes Dankschreiben, was so oder ähnlich beginnen könnte: „Nach Durchsicht meiner Akten habe ich noch unbeglichene Rechnungen gefunden …“, das übliche halt.

Kommentar
Nun zersetzt sich auch allmählich der Essener Kreisverband der rechtsradikalen und als verfassungsfeindlich bezeichneten Minitruppe Pro NRW. Markus Beisicht, Anführer der Restetruppe verliert Mandatsträger um Mandatsträger und jede Menge Mitglieder. Von den ehemals 56 Mandaten sind 32 verlustig, 1 weiteres Mandat wird so gut wie sicher folgen. Mit dem selbsternannten honorigen Anwalt will niemand etwas zu tun haben. Keine Organisation, Partei oder Bürgerinitiative sucht die Zusammenarbeit mit dem Egomanen.

Durch die Blume wird Beisicht selbst aus eigenen Reihen, Unfähigkeit zugeschrieben. Auch in der Opladener Initiative gegen den Bau von Flüchtlingswohnungen auf dem Grundstück „Zur alten Fabrik“, darf Beisicht nicht mitmischen. Außer zwei lächerlichen, aber großspurig angekündigten Propagandaveranstaltungen zum Thema Flüchtlinge, zu denen nicht einmal 10 Teilnehmer mobilisiert werden konnten, bekommt der abgehalfterte Dauervorsitzende nichts mehr gebacken. Da fällt mir doch ganz spontan ein Lied von Reinhard Mey ein ….

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW im Sturzflug – Was ist übrig geblieben? +Zahlen-Korrektur+

Absturz in die BedeutungslosigkeitWas ist übrig geblieben?
Der Anführer der rechtsradikalen und verfassungsfeindlichen Splitterpartei Pro NRW, der selbsternannte „honorige“ Anwalt Markus Beisicht aus Leverkusen, kann knapp 2 Jahre nach der Kommunalwahl 2014 auf eine erbärmliche Restetruppe zurückblicken. In der folgenden Auflistung sehen Sie was an Mandaten geblieben ist. Alle Angaben ohne Gewähr.

Kreisfreie Großstädte
Aachen: 1,3% (1 Mandat) minus 1 Mandat

Bochum: 1,3% (3 Mandate)
Bonn: 1,6% (2 Mandate) minus 1 Mandat, das verbliebene möglicherweise gekauft (Quelle)
Duisburg: 4,3% (11 Mandate) minus 9 Mandate
Essen: 1,7% (8 Mandate)
Gelsenkirchen: 4,3% (8 Mandate) minus 8 Mandate
Leverkusen: 4,4% (5 Mandate) minus 1 Mandat
Mönchengladbach: 1,9% (1 Mandat) Parteiausschlussverfahren läuft (Quelle)
Remscheid: 4,4% (3 Mandate) minus 3 Mandate
Solingen: 2,6% (2 Mandate)
minus 2 Mandate
Wuppertal: 2,5% (2 Mandate)
minus 2 Mandate

Landkreise
Rhein-Erft-Kreis: 3,2% (2 Mandate)

Oberbergischer Kreis: 1,5% (1 Mandat) minus 1 Mandat

Kreisangehörige Städte
Bergheim: 5,9% (2 Mandate)

Pulheim: 2,8% (2 Mandate)
Radevormwald: 4,3% (2 Mandate) minus 2 Mandate
Witten: 2,8% (2 Mandate) minus 1 Mandat

Weitere Abgänge
Gegen den Stadtrat aus Mönchengladbach, Dominik Horst Roeseler läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren. Sollte Roeseler aus der Partei fliegen dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach auch das Mandat in Mönchengladbach verlustig gehen. Ein weiteres Mandat könnte mit einem möglichen Austritt von Holm Teichert in Essen verloren gehen. Auch ist unklar ob, wann und wie Karl Hermann Heiter seine Ankündigung aus der Partei auszutreten und alle Pöstchen niederzulegen umsetzt. Möglicherweise sind also 3 weitere Mandate als abgängig vakant.

Bilanz
Von den ehemals 56 Mandaten sind 31 verlustig, 3 weitere könnten folgen. 1 Mandat (Christopher von Mengersen in Bonn) ist zumindest mit einem gewissen „Geschmäckle“ zu betrachten.
Somit hat es Markus Beisicht, der Regent von Pro NRW geschafft, mehr als die Hälfte seiner Mandatare zum Austritt zu bewegen. Ob dies schon das Ende der Fahnenstange ist, dürfte völlig offen sein.

Über den von ex. NPD´lern durchsetzten Vorstand und Funktionären in den Kreisverbänden berichten wir gesondert.

Kommentar
Das sich die Partei unter Beisichts Führung im steilen Sturzflug in Richtung Walhalla befindet, weiß mittlerweile jeder politisch Interessierte an der „Rechtsaußenszene“. Doch Beisicht haut immer noch mächtig auf den Putz.

So wird auf der Märchenseite der Propagandisten von gut zwei Dutzend hoch motivierten Pro NRW-Funktionären und -Mitgliedern gefaselt, die trotz widriger Witterungsverhältnissen, einen erfolgreichen Landesaktionstag durchgeführt haben wollen. Die Aktivisten hätten 20.000 Flugblätter zum Thema Asylmissbrauch verteilt, phantasiert der Schreiberling. Für den vergangenen Sonntag sollten es dann ursprünglich sogar 30.000 Exemplare sein.

Nachdem sich selbst hartgesottene Beisicht-Fans vor Lachen den Bauch hielten, hat die Propagandatruppe dann wohl doch eingesehen, dass sie „ein wenig“ übertrieben hatte und die Anzahl der zu verteilenden Hetzflyer auf 10.000 Stück reduzierten. („Unsere Funktionsträger, Mitglieder und Sympathisanten sind nach wie vor hoch motiviert und aktionsbereit und werden am Sonntag in Oberhausen wieder wenigstens 10.000 Flyer unserer Partei für einen Kurswechsel in der Asylpolitik verteilen.“)

Die angekündigte Kreismitgliederversammlung in Oberhausen, in der ein neuer Kreisvorstand gewählt werden sollte, scheint auch in die Hose gegangen zu sein; so wird zumindest aus informierten Quellen berichtet. Es scheinen sich schlicht und ergreifend einfach keine (neuen) Mitglieder mehr vor Beisichts Karren spannen lassen zu wollen. Wer lässt sich schon sehenden Auges verbrennen. Es gibt schließlich politische seriöse Alternativen, die weder verfassungsfeindlich sind noch vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Ihr Ronald Micklich