Hogesa-Demo in Hannover wieder mit Beteiligung von Pro NRW Funktionären

Bild: FB-Hogesa - Pro NRW-Funktionäre / Mitglieder unterstützen in Hannover

Bild: FB-Hogesa – Pro NRW-Funktionäre / Mitglieder unterstützen in Hannover

Nur Augenwischerei
„PRO NRW … distanziert sich von der Zusammenarbeit mit Hooligans und anderen gewaltbereiten oder extremistischen Gruppierungen. PRO NRW unterstützt auch keine Kundgebungen solcher Gruppierungen. Der Vorstand hat auch einstimmig beschlossen, dass für Abweichler von dieser Linie kein Platz ist in unserer Bürgerbewegung. Diese Beschlüsse werden im Bedarfsfall auch unmittelbar und uneingeschränkt zur Anwendung kommen“, posaunt die selbsternannte nordrheinwestfälische Grundgesetz-partei auf ihrem Internetauftritt.

Demo wieder mit Pro Spitzenfunktionären
Mitglieder, Funktionäre und selbst Mandatsträger von Pro NRW scheren sich einen Kehricht um die Beteuerungen des Anführers der Rechtsextremisten. So nahm, wie auch schon in Köln, eine Gruppe Funktionäre und Mandatsträger rund um die Kreisvorsitzende des Ennepe-Ruhr-Kreises und Stadträtin in Witten, Peggy Hufenbach, sowie ihrem Stellvertreter Hartmut Schwefel, an der Demo in Hannover  teil.

Weitere Pro NRW / Köln Mitglieder konnten auf dem hervorragend bereitgestellten Video-Material verortet werden. Jetzt könnte Markus Beisicht einmal Taten auf Worte folgen lassen. Ob die erneute Teilnahme oben genannter Personen an dieser Kundgebung  nun Konsequenzen haben wird, darf aber eher bezweifelt werden. Man will schließlich keine Mandatsträger verlieren, wo schon parteiintern nicht einmal eine Fraktion zwischen den beiden Pro-Mandatsträgern im Rat der Stadt Witten zustande kommt.

Persönliche Befindlichkeiten
Wie persönliche Befindlichkeiten die Parteilinie torpedieren, wird sehr anschaulich bei der lustigen Abstimmung zur Wahl des stellvertretenden Bürgermeister/in, für die sich Christoph Schmidt selbst vorschlug und nur 1 Stimme erhielt. Nicht einmal Hufenbach scheint den ex. NPD´ler dort gewählt zu haben.

Ihr Ronald Micklich

Dortmund: Treffen der “Hooligans gegen Salafisten”, mit dabei viele Neonazis von “Die Rechte”, „NPD“ und „Pro NRW“

Screenshot: Ruhrbarone, Fotograf: Felix Huesmann

Screenshot: Ruhrbarone, Fotograf: Felix Huesmann

Hooligan-Vernetzungstreffen
Einen interessanten Bildbericht zum Thema findet man im Internet auf der Seite der Nordstadtblogger. Hier ein Auszug:

„Mehr als 300 Menschen haben am Sonntagnachmittag an dem Vernetzungstreffen der Facebook-Gruppe “Hooligans gegen Salafisten” in Dortmund teilgenommen. Fans und Schläger der Vereine aus Dortmund, Gelsenkirchen, Essen, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Mönchengladbach und weiteren Städten fanden sich friedlich auf der Katharinentreppe ein. Ihr Motto: “Gemeinsam sind wir stark”. Unter den 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern befanden sich allerdings auch viele Neonazis – vor allem Vertreter der Partei “Die Rechte”, der NPD und von ProNRW nahmen daran teil – ebenso wie Mitglieder der gewaltbereiten Borussenfront.

Zu der Dortmunder “Prominenz” gehörten unter anderem Siegfried “SS-Siggi” Borchardt und Michael Brück – zwei von rund zwei Dutzend Dortmunder Neonazis unter den Teilnehmern. Sie hatten zuvor auf ihren Seiten für eine Teilnahme geworben, obwohl das Sprachrohr der Gruppe ein ProNRW-Aktivist ist.

Die Organisation der Dortmunder Veranstaltung lag bei Dominik H. Roeseler – stellvertretender Parteivorsitzender und Kreisvorsitzender Mönchengladbach der rechtspopulistischen ((Anm. d. Redak.) und vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten) Bürgerbewegung PRO NRW.“ Hier finden Sie je einen vollständigen Bildbericht der Nordstadtblogger und der Ruhrbarone.

Ihr B.S. Team

Pro NRW-Mönchengladbach: Polizei entdeckt Pro NRW-Stadtrat Roeseler bei „Hooligans gegen Salafisten“

Screenshot: Bild-Zeitung am 23.09.2014

Screenshot: Bild-Zeitung am 23.09.2014

Hooligantreffen
Über 80 Hooligans liefen Sonntagnachmittag plötzlich durch die Essener Innenstadt. Viele von ihnen waren vermummt, wirkten aggressiv. Da die Polizei eine Massenschlägerei befürchtete, wurde Verstärkung alarmiert. Die Hooligans konnten am Essener Hauptbahnhof gestoppt werden.

Es ging den Hooligans nicht um Fußball sondern um eine Demo gegen Salafisten. Mit von der Party war der stellvertretende Landesvorsitzende und Mönchengladbacher Ratsherr Dominik Horst Roeseler, in passender Kluft mit Jeans und schwarzer Daunenjacke.

Auf Randale aus
Die von der Polizei als sehr gewaltbereit und aggressiv eingeschätzte Hooligan-Horde zeigte klar was sie wollte, so Polizeisprecher Lars Lindemann (41): „Mit Rufen wie „Setzt schon ´mal Eure Helme auf“ oder „Holt die Knüppel raus“ in Richtung der Beamten, liefen die zum Teil vermummten Männer und Frauen Richtung Hauptbahnhof. Ein Großteil ist als gewalttätig aus der Fußballszene bekannt.“

Alles friedlich?
Für Roeseler soll es sich laut Medienberichten angeblich um ein Kennenlernen-Treffen einer Facebook-Gruppe, die sich „Hooligans gegen Salafisten“ nennt und der er angehöre, gehandelt haben. Er selber wäre kein Hooligan, teile aber mit der Gruppe den Kampf gegen den Salafismus, wird berichtet. Laut Roeseler soll man nur friedlich beisammen gestanden haben. Wie vermeldet wird, will die Hooligan-Gruppe künftig bei Salafisten-Demonstrationen Gegendemos anmelden und „diese friedlich durchführen“. Quelle

Kommentar
Auch im Februar 2014, bei der Roeseler mit Pro NRW in Mönchengladbach gegen den Auftritt von Pierre Vogel mit seinen Salafisten demonstrierte, waren die Hooligans im Boot (wir berichteten). Auch damals wurde Gewalt ausgeübt, flogen Flaschen, gab es Festnahmen. Auszug:

Auch Pro NRW Mitglieder/Sympathisanten konnten bei der GDL-Hooligan-Gruppe, aus der dann die Flaschen flogen und die Bengalos gezündet wurden, erkannt werden. Dazu das Statement eines Pro NRW-Mitgliedes:

„Muß ehrlich sagen….die Hooligans sind in meiner Achtung gestiegen. Die reden nicht nur…..sie TUN!!! Recht kompromißlos übrigens. Hatte was. Nur blöd, daß auch wir in den Polizeikessel geraten sind. Wars trotzdem wert!“

Alles klar?

Ihr Ronald Micklich