Mitgliederfluktuation / Austritte bei Pro Köln – Zulauf bei den Republikanern

Pro-Köln-REPProminenter Austritt
Der von Pro Köln im Januar 2014 als Radsportlegende bejubelte Neuzugang Jochen Tiffe: „Der ehemalige Radsportprofi und Anti-Dopingaktivist der ersten Stunde, Jochen Tiffe, wird für die Bürgerbewegung PRO KÖLN zur Wahl der Bezirksvertretung Nippes als Kandidat antreten“, ist nach nur 18 Monaten Mitgliedschaft schwer enttäuscht ausgetreten. Tiffe hatte bei den Kommunalwahlen am 25.05.2014 in seinem Wahlbezirk Niehl/Longerich das drittbeste Ergebnis hinter SPD und CDU mit 13.16% der Stimmen erhalten.

Zulauf bei den Republikanern
„In der letzten Woche haben wir 16 neue Mitgliedsanträge aus Köln bekommen, 12 davon geben an, vorher bei PRO Köln gewesen zu sein“, ist aus zuverlässiger Quelle zu erfahren. Die Republikaner stellen erstmals wieder mit Kevin Krieger einen OB-Kandidaten zur Wahl. Krieger konnte erst in einer zweiten Mitgliederversammlung nominiert werden, da die erste Wahl, in der das ehemalige Pro Köln Mitglied Jürgen Spelthahn einstimmig gewählt wurde, wegen eines umstrittenen Formfehlers annulliert wurde. An der erneuten Wahl hat Jürgen Spelthahn dann nicht mehr teilgenommen. Interne Querelen und Unstimmigkeiten sollen Jürgen Spelthahn veranlasst haben, die Partei nach kurzer Zugehörigkeit wieder zu verlassen.

Kommentar
Pro NRW laufen die Funktionäre und Mitglieder scharenweise davon – hin zu Pro Deutschland (PD) und Manfred Rouhs. In Köln gibt es keinen Kreisverband (KV) von PD. In Beisichts, mit heißer Nadel gestricktem Pro NRW KV-Köln, will wohl niemand Mitglied werden. Nicht nur weil der Verfassungsschutz die Restetruppe des egomanischen Anführers (Markus Beisicht) als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichnet, sonder auch wegen seiner indiskutablen politischen Entscheidungen in der jetzt niedergehenden Minipartei, wird Markus Beisicht n Köln kein Land gewinnen.

So suchen sich die bei Pro Köln / NRW ausgetretenen „Rechtspopulisten“ eine neue Heimat, und finden diese augenscheinlich bei den Republikanern.

Ihr Ronald Micklich

Pro Deutschland expandiert – jetzt wird´s eng für Beisicht

Bergische Stimme Kurz notiertMit einer hochkarätigen Verstärkung peilt die Bürgerbewegung pro Deutschland nun in Kürze die Gründung eines eigenen Landesverbandes im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen an. Der 39jährige Politikwissenschaftler Markus Wiener wurde vom Bundesvorstand einstimmig zum Landesbeauftragten für NRW bestellt. Weiterlesen

Ihr B.S.Team

Pro NRW Auflösungserscheinungen – Zähneklappern bei Pro-Anführer Markus Beisicht

OB-WahlAngst vor dem Zerfall
Dem Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei steht das Wasser augenscheinlich bis zum Halse.

In einem gestern versendetem Anschreiben an seine vermeintlichen Anhänger greint Beisicht:

es gibt Kräfte, die offenbar alles daran setzen, den schon jetzt sehr erfolgreich angelaufenen Oberbürgermeisterwahlkampf von PRO NRW in Essen, Bonn und insbesondere in Leverkusen mit Negativschlagzeilen – in wessen Auftrag auch immer – zu belasten

Im Weiteren beklagt sich Beisicht darüber, dass seiner Meinung nach von frustrierten Ex-Funktionären mit gezielten Desinformationen für Unruhe in seinen verbliebenen Enklaven gesorgt würde. Auch über die Weitergabe parteiinterner Vorgänge zeigt sich Beisicht entsetzt. Zudem behauptet Beisicht, dass dieser Personenkreis dann auch noch dreist gemeinsame Sache mit linksextremen Gegnern von Pro NRW machen würde. Und dies alles nur um der Partei weiteren Schaden zuzufügen und den Parteivorstand in der Öffentlichkeit bloßzustellen.

Schüsse gegen Konkurrenten
Der seit geraumer Zeit stetig größer gewordene Widerstand gegen den Anführer von Pro NRW, den Leverkusener Rechtsanwalt Markus Beisicht, hat sich nun explosionsartig mit einer Flucht aus der Partei als Folge einer total verfehlten Personalpolitik und eines unübersehbaren Rechtsrucks, Gehör verschafft.

Besonders skurril findet Beisicht, dass die ausgetretenen Funktionäre, die wenigen verbliebenen Mitglieder und Anhänger des Imperators impertinent auffordern würden, ausgerechnet zu Pro Deutschland zu wechseln.

Seinen Konkurrenten sieht Beisicht jetzt in seinem ehemaligen Freund und Kameraden Manfred Rouhs, dem Vorsitzenden der Bürgerbewegung Pro Deutschland (PD), der einen regen Zulauf enttäuschter ex. Pro NRW´ler verzeichnen kann (wir berichteten). Beisicht bezeichnet sich auf seiner Internetseite auch nicht mehr als Vorsitzender des Dachverbandes der Pro-Bewegungen. Dort war Manfred Rouhs übrigens Vize. Weitere Mitglieder waren zu keiner Zeit bekannt.

Nun zeigt sich die widerliche Fratze der Propaganda-Maschine. PD bezeichnet Beisicht als „Politsekte“ von Herrn Rouhs. Dann folgt eine Aufzählung von (aus Beisichts Sicht) erfolgten Misserfolgen von PD bei den Wahlen der vergangenen Jahren. Als Vergleich zieht Beisicht gerne die NPD, die er nun wieder als „Narrensaum“ bezeichnet, heran. Danach noch ein kurzes bashing. Rouhs wird „Sucht nach Aufmerksamkeit“ unterstellt und Beisicht folgert – „Der Ex-NPD-Funktionär mit seiner Partei PRO D stellt also beim besten Willen keine seriöse Alternative zu PRO NRW dar.“

Retten was zu retten ist
Zähneklappernd bitte Beisicht seine Jünger sich nicht verunsichern zu lassen. Wo vernünftige Öffentlichkeitsarbeit gemacht würde, könne eine hervorragende Resonanz erzielt werden. So schwafelt Beisicht von einem Bündnis der Altparteien in Leverkusen, der einen angeblich „sich abzeichnenden Pro NRW-Wahlerfolg“ bei den kommenden Oberbürgermeisterwahlen noch in aller letzter Sekunde verhindern soll.

In gewohnter Propaganda-Manier fantasiert Beisicht weiter. So will er in den kommenden Wochen und Monaten nachweisen, dass Pro NRW als selbsternanntes freiheitliches und seriöses Original auch zukünftig in Nordrhein-Westfalen, Wahlerfolge erzielen kann. Dann wird dem Leser dieses Hilferufs noch suggeriert, dass Pro NRW aus diesen kritischen Tagen gestärkt herauskommen würde und Beisicht auch weiterhin auf die Unterstützung seiner verbliebenen unkritischen Resttruppe zählt.

Kommentar
Markus Beisicht ist der chancenlose Oberbürgermeister (OB)-Kandidat von Pro NRW in Leverkusen. Dass Beisicht die politische Lage in Leverkusen kennen sollte ist zu erwarten, da er dem Rat der Stadt Leverkusen angehört. Seine Propaganda zu dieser Kandidatur ist unerträglich. Welcher Wahlerfolg soll verhindert werden?

Tony Xaver Fiedler als Pro NRW OB-Kandidat in Essen. Einfach eine Lachnummer. Der vollkommen politisch unerfahrene Mehrfach-Funktionäre erfüllt wohl in keiner Weise das Anforderungsprofil dieser Aufgabe. Hier gilt auch nur die Propaganda – Dabei sein ist alles.

Kevin Gareth Hauer will OB in Bonn werden… oder doch nicht? Sei es drum, Hauer hat wohl derzeit genug mit seiner Fraktion in Gelsenkirchen zu tun. Auch hier scheinen sich dunkle Wolken am Horizont zu zeigen. Mit der politischen Lage in Bonn hat sich der Gelsenkirchener augenscheinlich nur in einer Schnellunterrichtung vertraut gemacht.

„Bonn ist in den vergangenen Jahren leider nicht lebenswerter geworden, und die meisten Probleme der Bundesstadt sind hausgemacht“, weiß Hauer zu berichten, und „es wird Zeit, dass ein frischer Wind durch das Alte Rathaus weht. Jeder Bürger, der mit der Verwaltungspolitik der vergangenen Jahre, den Skandalen um das WCCB und anderen Baustellen unzufrieden ist…“, suggeriert Hauer dem verdutzen Leser, dass er mit der Verwaltungspolitik der vergangenen Jahre in Bonn bestens vertraut wäre. Dies dürfte aber unserer Meinung nach eher nicht der Fall sein.

Au weia. Da sollte sich der nicht nur wegen einer Bilderaffäre stark in die Kritik geratene Gelsenkirchener Pro NRW Partei-Vize wirklich überlegen, ob es nicht besser wäre die Kandidatur zurückzuziehen, da ja auch noch eventuell eine rechtliche Frage zur Wahl zu klären sein könnte.

Unerträgliche Propaganda und Durchhalte-Parolen
Beisicht fliegt momentan seine von Markus Wiener (ehemaliger Generalsekretär Pro NRW) als eine sich in Richtung „Krawall-fixierte NPD 2.0“ Radikalenpartei um die Ohren. Der Pro Köln Vorsitzende Michael Gabel sprach von „einer Art NPD 2.0“.

Wie bereits vorhergesehen finden sich in Beisichts Information die üblichen Propaganda-Parolen: Wir werden gestärkt …., wir werden Wahlerfolge haben, wir können eine hervorragende Resonanz erzielen, der sich abzeichnende Wahlerfolg und nicht zu vergessen: Pro NRW ist das freiheitliche Original und die NRW-Grundgesetzpartei.

Dies sieht der Verfassungsschutz allerdings völlig anders. Siehe erste Zeile.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW General hat in Kalker Bezirksvertretung „ausgefiedelt“

Schluss_TheaterFiedler hat fertig
Vom 01.06.2014 – 12.06.2015 hatte Tony Xaver Fiedler Zeit, seine hochgesteckte Wahlpropaganda für die Köln-Kalker Bürger, die ihm ihre Stimme gaben, umzusetzen. Jetzt hat der bei Pro Köln aus der Partei entfernte ehemalige stellvertretende Vorsitzende, zumindest in der Bezirksvertretung Kalk (8) ausgefiedelt. Seine Mandatstätigkeit endete nun mit einer Bruchlandung nach nur 12 Monaten ohne auch nur irgend Etwas für seine Wähler erreicht zu haben.

Unklare Wohnorte
Der Hauptwohnsitz von Fiedler ist nicht immer klar gewesen. Aufnahme fand er im April 2013 bei Jürgen Spelthahn und seiner Ehefrau, die zu dieser Zeit noch Mitglieder bei Pro Köln waren. Diese schon fast zur Familie gewachsene Wohngemeinschaft verlies Fiedler Mitte August 2014 im Streit. Auf Anraten des Staatsschutzes meldete J. Spelthahn, Tony Xaver Fiedler Ende November 2014 bei der Verwaltung ab.

Wo Fiedler in der Folgezeit Unterschlupf gefunden hatte ist nicht lückenlos belegbar. Zuletzt hatte er eine Unterkunft bei der „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“. In der Zeit dazwischen hatte er auch einen Briefkasten an der Anschrift eines vermeintlichen Freundes. Gewohnt haben soll er dort aber nie, wird laut Zeugen vom Inhaber des Wohngebäudes bestätigt.

Multifunktionsradikaler bei Pro NRW
Der zum augenscheinlichen Top-Funktionär hochgehievte Westergaard-Karrikatur-Halter der rechtsextremistischen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei vereint viele sinnbefreite und wertlose Funktionen auf sich. Oberbürgermeisterkandidat in Essen (Ohne Sinn und ohne Chance) , Vorsitzender des Kreisverbandes Bonn (Restbestands-Nachlassverwalter von Detlev Schwarz), Kreisgeschäftsführer des neuen Kreisverbandes Pro NRW-Köln (Vorsitzender will sich nicht outen, da noch berufstätig), Generalsekretär des Pro NRW Landesverbandes (der gerade zerbröselt) usw.

„Es freut mich, dass wir die weißen Flecke auf der Landkarte immer mehr schließen können“, fantasiert Fiedler auf der Propagandaseite der Bürgerbewegten. Au Backe, Fiedler scheint größte Anstrengungen zu unternehmen die Realität zu verdrängen. Die Wirklichkeit sieht eben anders aus. Vielleicht kapiert er es ja am kommenden Wochenende bei der Vorstandssitzung in Essen.

Ihr Ronald Micklich

Verfassungsschutzbericht NRW 2014 – Pro NRW / Köln mit 6 Seiten bedacht

VS-Bericht-2014Weiterhin unter Beobachtung
Auch im Verfassungsschutzbericht 2014 werden für Pro NRW / Köln 6 Seiten benötigt um aufzuzeigen, wie rechtsextremistisch die Partei bewertet wird. Auszug:

„Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen bestätigte 2014 erneut durch seine Beschlüsse vom 20. und 21. Februar 2014 die erstinstanzlichen Entscheidungen des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 28. Mai und 12. April 2013 sowohl in Bezug auf Pro NRW als auch in Bezug auf Pro Köln. Pro NRW und Pro Köln werden demnach zu Recht im Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen erwähnt, da sich ihre Agitation gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung richtet“

Hier finden Sie den Verfassungsschutzbericht NRW 2014, die Rechtsextremistische Pro NRW/ Pro Köln finden Sie ab Seite 48.

Die Verwechselung des Berichtes an dieser Stelle (VS-Bericht 2013) bitte ich zu entschuldigen.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW-Generalsekretär Tony Xaver Fiedler – zwischen den Mühlsteinen politischer und bürgerlicher Zukunft?

Kundgebung von "Pro Deutschland" am 18. August 2012

Tony Xaver Fiedler bei der Pro Deutschland Demo am 18.08.2012 in Berlin

Politische Vita (wichtige Stationen)
Tony Xaver Fiedler, der 1989 in Ilmenau geborene Sohn von Frank und Andrea Kuschel hat eine rechtslastige, politische Vergangenheit bei den Republikanern (2007 – 2009) und der damaligen DVU (2009). Fiedler ist Mitglied in den rechtsextremistischen Vereinigungen Pro NRW (ab 2010) / Köln (ab 2012). Vom 04. Juni 2012 bis zu seiner fristlosen Kündigung zum 31.05.2014 war Herr Fiedler als Referent für die Fraktion Pro Köln tätig und ist bei der Kommunalwahl 2014 in die Bezirksvertretung Köln-Kalk gewählt worden. Die pro Köln-Mitgliedschaft von Fiedler wurde im Mai 2015 vom pro Köln-Vorstand aufgehoben.

Bei der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW, bemüht sich Tony Xaver Fiedler seit Dezember 2014 als Generalsekretär.

Stressreiche Aufgaben
Tony Xaver Fiedler scheint sich für eine unsichere Zukunft mit Pro NRW entschieden zu haben. Pro Köln berichtet: „… Außerdem beschloss dieses PRO-NRW-Rumpfpräsidium dann auch noch, in Konkurrenz zu PRO KÖLN in Kürze einen eigenen PRO-NRW-Kreisverband in Köln zu gründen“, Tony Xaver Fiedler soll mit der Durchführung und Organisation dieser Neugründung beauftragt zu sein. Dazu folgt zeitnah eine weitere Info.

„PRO NRW wird ein nicht zu unterschätzender Faktor in der nordrhein-westfälischen Landespolitik bleiben“, fantasiert Markus Beisicht in einem Artikel mit der Überschrift: „Jetzt hilft nur noch PRO NRW!“ und Fiedler schreibt diesen Blödsinn auch noch. Wo bitte ist Pro NRW in der NRW-Landespolitik ein Faktor?

Laut Fiedler soll der Verbandsaufbau in NRW voran schreiten. Dabei träumt Fiedler von neuen Kreisverbänden in den gerade pulverisierten Regionen Aachen und Bonn. Auch in Düsseldorf und Oberhausen, Bottrop, Hagen, Mülheim an der Ruhr sowie im Märkischen Kreis und Siegen soll es Mitgliederversammlungen mit dem Ziel neuer Kreisverbandsgründungen geben, wobei der Augenmerk auch auf Düsseldorf gerichtet sei.

Pro NRW erodiert zunehmend
Ein Feedback der Informanten aus den Regionen zeichnet ein anderes Bild. Der Anführer der Bürgerbewegten Markus Beisicht und sein General dürften vergebens versuchen das Mitgliederpotenzial auf dem Stand vom Dezember 2014 zu halten.

So schreibt der Vorsitzende von pro Köln, Michael Gabel, auf seiner Internetpräsenz: „Sämtliche noch verbliebenen Doppelmitglieder im PRO-KÖLN-Vorstand sind aus PRO NRW ausgetreten. Ebenso bereits Dutzende PRO-NRW-Mitglieder und Funktionäre außerhalb von Köln. Ganze Kreisverbände und zahlreiche Mitglieder werden wohl noch folgen. Wir wissen aus der PRO-KÖLN-Mitgliedschaft, dass die meisten der verbliebenen Doppelmitglieder in Kürze wohl ebenso noch aus PRO NRW austreten werden.“

Diese Aussagen decken sich mit den Informationen, die aus den verschiedensten Kanälen bei der Bergischen Stimme eintreffen.

Zukunftsaussichten
Tony Xaver Fiedler schleppt schwere Entscheidungen mit sich herum. Mit seinen Vorstandskameraden soll Fiedler angeblich nicht mehr richtig harmonieren. Offensichtlich ist ihm auch die Unvereinbarkeit zwischen politischer Arbeit für die rechtsextreme und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichnete Splitterpartei Pro NRW auf der einen, und einem bürgerlichen Leben auf der anderen Seite bewusst geworden.

Bleibt er bei Pro NRW könnte dies seine Zukunft gravierend negativ beeinflussen. Da die Kasse der Partei augenscheinlich mehr als leer sein soll, dürfte sich Fiedler über die finanzielle Leistungsfähigkeit der Partei ihm gegenüber vollkommen im Klaren sein. Der finanzielle Blackout dürfte 2017 ins Haus stehen wenn die 1% Grenze bei der anstehenden Landtagswahl nicht erreicht wird und Beisicht aus der Parteienfinanzierung kippt.

Für ein Studium hätte er voraussichtlich weder die notwendige Zeit noch die Mittel. Eine schöne Wohnung mit den Annehmlichkeiten, die ein junger Mann für die Gründung einer eigenen Familie benötigt, bleibt utopisch. Die Wertschätzung bei dem größten Teil der Gesellschaft, ihm gegenüber, tendiert gegen Null. Die Berufsaussichten sind minimal. Jeder Personalchef googelt den Namen des Bewerbers. Bei Tony Xaver Fiedler finde die Suchmaschine in 0,46 Sekunden 22 600 Einträge. Schon bei Sichtung der ersten Seite dürfte die Bewerbungsmappe im Papierkorb landen.

So findet man sich schneller bei denjenigen wieder, gegen die einst gehetzt wurde … den Menschen die von der Solidargemeinschaft leben, ohne Aussicht auf ein schönes Auto, eine glückliche Familie einen jährlichen Urlaub. Höchstens die Grundbedürfnisse lassen sich damit befriedigen. Von einer Selbstverwirklichung ist Tony Xaver Fiedler so weit entfernt, wie Pro NRW von einem Einzug in den Landtag.

Halt … es gibt eine Möglichkeit doch noch die Kurve zu kriegen. Ein Aussteiger-Programm wie zum Beispiel Exit kann helfen, diese schwierige Situation zu umschiffen und sich mit deren Hilfe für ein bürgerliches Leben zu präparieren. Denken Sie dabei einmal an Alexander K. oder Andreas M.

Wenn Fiedler diese Chance nutzen würde, wäre zwar ein weiterer indirekter Informant verloren, dies wär aber zu verkraften, da diese Quelle unmittelbar durch andere Gewährsleute kompensiert werden könnte.

Ihr Ronald Micklich