Disharmonie zwischen Wiener (pro Köln) und Beisicht (Pro NRW) wird öffentlich

Markus_vs_MarkusArtikel gekupfert
„Fleissig fleissig: die Leverkusener Redakteure unserer Tochterpartei Pro NRW haben unseren neuesten Artikel fast auf Punkt und Komma abgeschrieben – dabei aber überall Pro Köln durch Pro NRW ersetzt. Ob da jemand politisch pubertiert?“, fragt sich höhnisch der Autor auf der Facebook-Seite von pro Köln.

Gemeint ist damit ein Artikel auf der Internetseite von pro Köln, mit der Überschrift: „Pastor-Wolff-Straße in Niehl: Asylbewerber statt Kita!“ Dieser wurde offensichtlich am 06.05.2015 um 12:40 Uhr von Autor Markus (Wiener) ins Netz gestellt. Als Bild ist ein Wahlkampfschild von pro Köln (Bürgermut stoppt Asylantenflut) mit dem Untertitel „Der Zeit mal wieder voraus: PRO-KÖLN-Plakat aus dem Kommunalwahlkampf 2014!“ im Text eingebettet.

Am selben Tage, knapp 3 Stunden (15:38 Uhr) nach dem Erscheinen des pro Köln Artikels hatte es dann der Autor des Pro NRW Propagandaorgans, Generalsekretär von Pro NRW, Tony Xaver Fiedler, geschafft, mit leicht geänderter Überschrift: „Köln: Asylbewerber statt Kita!“ und geändertem Wahlkampfschild, dieses Mal von Pro NRW (Bürgermut stoppt Asylantenflut) und dem Untertitel „Der Zeit mal wieder voraus: PRO-NRW-Plakat aus dem Kommunalwahlkampf 2014!“, den Artikel von Markus Wiener fast 1:1 zu kopieren.

Kommentar
Es ist klar zu erkennen, dass die Fehde eröffnet und nun auch öffentlich ausgetragen wird. Ob nach der Veröffentlichung noch das Urheberrecht Anwendung finden würde ist eine juristische Frage, aber soweit würde Wiener wohl noch nicht gehen wollen, oder? Da wird es wohl eher beim beißenden Spott und kleinen Seitenhieben gegen Beisicht und seinen Past&Copy-Akrobaten bleiben.

Ihr Ronald Micklich

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Pro NRW im Grabenkrieg – Beisicht kämpft gegen Übermacht in den eigenen Reihen

Screenshot: Tageswoche.ch

Screenshot: Tageswoche.ch

Vorspann ausgeblendet
Auf der Hauptseite des Propagandaorgans findet sich ein kurzer Artikel der sich ausschließlich mit den gewählten Mitgliedern des Kreisverbandes Wuppertal und dem gewählten Oberbürgermeisterkandidaten Markus Stranzenbach befasst. Von der freundschaftlichen Nähe und dem Zusammenschluss der Beisicht-Gegner aus dem Bergischen wird bewusst nichts berichtet. So fehlen in der von Tony Xaver Fiedler verfassten Kurzmitteilung die einführenden Worte des Wuppertaler Berichts gänzlich:

„Die anfängliche Moderation und im späteren Verlauf auch die Tagungsleitung übernahm Andre Hüsgen, der Geschäftsführer des PRO-NRW-Bezirksverbandes Bergisches Land. Nach informativen und motivierenden Grußworten von Wolfgang Palm, Markus Wiener, Dr. ChristophHeger und Detlev Schwarz, war die Wahl des PRO-NRW-Oberbürgermeister-Kandidaten für Wuppertal an der Reihe.“

Auch die Anmerkungen zu den Bildern von Wiener und Palm: „Der stellvertretende Parteivorsitzende Markus Wiener zeigt seine Nähe zu Wuppertal“ und „Der stellvertretende Parteivorsitzende Wolfgang Palm beim umjubelten Auftritt in Wuppertal“, schienen nicht den Geschmack des Großadministrators Markus Beisicht zu treffen und wurden komplett ausgeblendet.

Informativer Artikel ohne Hetze
In einem ungewöhnlich informativen und transparenten Artikel, berichten die Bürgerbewegten aus Wuppertal von der am Sonntag abgehaltenen Kreisvorstandswahl. Die Wahlergebnisse sind mit Bildern hinterlegt, auch das ist nicht immer üblich. Hier nun das Ergebnis:

Vorsitzende Claudia Bötte, Stellvertreter Gerd Wöll und Sabine Twardokus, Schatzmeister Markus Stranzenbach, Schriftführerin Brunhilde Wöll, Kreisgeschäftsführer Uwe Lorani, Beisitzer sind Klaus Balkmann, Eleonore Dahlmann, Susanne Funke, Piotr Partyka und Monika Schmidt.

Deutliche Zeichen für den Verfall des Imperiums
Der Grabenkrieg geht weiter. Während Wolfgang Palm, Detlev Schwarz, Markus Wiener und Dr. Christoph Hegern in freundschaftlicher Verbundenheit an den Wahlen teilnahmen, war von den Hardcore Pro´lern Markus Beisicht, Christopher von Mengersen, Tony Xaver Fiedler, Dominik Roeseler und Katja Karakus nichts zu sehen. Auch von der „sehr harmonischen und kameradschaftlichen Atmosphäre“ in Wuppertal findet sich kein Wort auf der Hauptseite von Pro NRW. Klare Ansage auch aus Leverkusen. Auf Beisichts Propagandaseite wird die Wahl in Wuppertal noch nicht einmal erwähnt.

Entgegenkommen der Verprellten
Am 1. Mai demonstrierte die neue Opposition ihre Möglichkeiten, sie blieb den Demos in Oberhausen und Mülheim fern. Genau 23 Hartgesottene hielten Markus Beisicht noch die Stange. Obwohl Markus Beisicht deutlich seiner Negativ-Wertschätzung für Palm, Schwarz, Wiener usw. Ausdruck verleiht, will die neue Opposition am kommenden Freitag dem 08.05.2015 Beisichts Demo, zumindest in Düsseldorf, durch ihre Teilnahme unterstützen. Ob dies gut überlegt ist?

Presseerklärung von Dominik Roeseler
Heute Mittag gab Dominik H. Roeseler auf seiner Facebook-Seite eine Presseerklärung zur PRO NRW-Vorstandssitzung am Sonntag, den 19.04.2015 in Leverkusen ab. Die Essenz daraus lautet: Der Pro NRW-Vorstand legitimiert Dominik Roeseler´s Aktivitäten bei „Gemeinsam-Stark Deutschland“. Wolfgang Palm scheitert mit seinem Antrag auf Amtsenthebung. Dominik Roeseler wird auch zukünftig sowohl als stellvertretender Parteivorsitzender bei der Bürgerbewegung PRO NRW, als auch bei der Öffentlichkeitsarbeit von „Gemeinsam-Stark Deutschland“ (Pressesprecher) aktiv mitwirken.

Kommentar
Der Grabenkrieg geht weiter. Mit seiner Presseerklärung düpiert Roeseler wieder einige Funktionäre des Vorstandes, besonders aber Wolfgang Palm. Der despektierliche Umgang mit den Teilnehmern der Wuppertaler Kreisverbands- und Oberbürgermeisterwahl ist ein weiteres Indiz für die laufenden Zerfallserscheinungen rund um den Messias Beisicht. Dieser hat nichts mehr zu verlieren und scheint auch privat ziemlich angeschlagen zu sein. Wie aus gut informierten Quellen kolportiert wird, soll die Ehefrau von Markus Beisicht mit Ihren Kindern nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung in Lev. Bergisch Neukirchen wohnen. Weitere Details verbieten sich von selbst.

Alles sieht nach einem „voll gegen die Wand gefahren“ aus. Es werden schon Wetten angenommen, bis wann Wolfgang Palm fliegt, oder bis wann Pro NRW abgewickelt wird. Ein Favorit setzt als Datum den 01.08.2015.

Ihr Ronald Micklich

Hooligan Aufmarsch in Erfurt – Pro NRW Vize Dominik Roeseler als Frontmann in erster Reihe dabei

Screenshot MDR Bericht: Hooligandemo - Roeseler wieder Frontmann

Screenshot MDR Bericht: Hooligandemo – Roeseler wieder Frontmann

Hooligans marschieren in Erfurt
„Auf dem Domplatz in Erfurt haben am Sonnabendnachmittag rund 270 Hooligans aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Kundgebung abgehalten. Sie waren einem Aufruf einer Hooligan-nahen Vereinigung namens „Gemeinsam-Stark Deutschland“ gefolgt“, berichten die Medien.

Pro-Vize wieder dabei
Nachdem Dominik Roeseler am Samstag noch lautstark bei den Pro NRW Demos in Oberhausen und Mülheim zu sehen und hören war, setzte er seine Ankündigung um und war auch in Erfurt bei der Hooligan-Demo von Gemeinsam-Stark Deutschland in vorderster Front aktiv. In erster Reihe trug er mit seinen Freunden den Banner der Hooligans.

Der MDR berichtet über die Demo mit zwei Videosequenzen, auf denen auch Roeseler im Bild zu sehen ist. Auch soll der Pro NRW-Vize zu den Hooligans gesprochen haben. Entsprechende Bilder finden sich bei Flickr.

Kommentar
Groß scheint die Liebe des stellvertretenden Landesvorsitzenden, der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei pro NRW, zu den Hooligans zu sein. Der eindeutige Vorstandsbeschluss,

“Der Gesamtvorstand der Bürgerbewegung PRO NRW hat gestern in Leverkusen in großer Geschlossenheit mehrere wegweisende Beschlüsse gefasst. Einhellig verurteilten die Vorstandsmitglieder jegliche Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Hooligans und Neonazis. Explizit lehnt die Bürgerbewegung PRO NRW laut einstimmigen Vorstandsbeschluss auch jede Zusammenarbeit mit den “Hooligans gegen Salafisten”, genannt Hogesa, und möglichen Nachfolgeorganisationen ab.“

“Der Vorstand hat auch einstimmig beschlossen, dass für Abweichler von dieser Linie kein Platz ist in unserer Bürgerbewegung. Diese Beschlüsse werden im Bedarfsfall auch unmittelbar und uneingeschränkt zur Anwendung kommen.“

scheint weder Roeseler noch die anderen Vorstandsmitglieder zu jucken. Frei nach dem Motto „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“ scheint die Zusammenarbeit mit den Hooligans bestens zu funktionieren.

In Zeiten sinkender Mitgliederstände und offener Querelen im Vorstand der Bürgerbewegten, will ihr Anführer, der Leverkusener Rechtsanwalt Markus Beisicht offensichtlich hier keine weitere Stimme verlieren. Bei dem theatralischen Austritt von Melanie Dittmer aus Vorstand und Partei konnte Beisicht noch durchatmen, hier verließ eine offensichtliche Gegnerin seiner politischen Vorgehensweise den Vorstand. Bei Roeseler sieht das anders aus, ein Verlust von Roeselers Stimme im Vorstand könnte für Beisicht fatale Folgen haben. Wer soll dies Mischpoke aus „Rechtsextremisten“ und gewaltbereiten Hooligans eigentlich noch wählen?

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW-Demo am 1. Mai in Oberhausen und Mülheim a.d.R. – Bus bleibt wohl (fast) leer +Ergänzung+

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMobilisierung
Aus internen Quellen war zu erfahren, dass ein gemieteter Bus mit 50 Plätzen, der die Demowilligen der Splitterpartei Pro NRW ins Ruhrgebiet bringen soll, augenscheinlich fast leer fahren wird. Bislang sollen erst 4 kritiklose Hartgesottene ihre Mitfahrt signalisiert haben. Verzweifelt soll der Generalsekretär Tony Xaver Fiedler versuchen, telefonisch die letzten Karteileichen zum Mitfahren zu bewegen.

Beisicht schmiert ab
Da der Imperator der Bürgerbewegten, der Opladener Rechtsanwalt Markus Beisicht seine Parteikameraden aus dem Bergischen Land, dem Aachener Raum aber besonders die Kölner mit seiner desaströsen Haltung nicht nur in Punkto Personalpolitik verprellt hat, wird er wohl selber mitfahren müssen um den wenigen Mitfahrern zu erklären, warum die Unterstützung der Basis ausbleibt.

Wollen Sie am 1. Mai gerne lachen? Der traurige Haufen kann um 10.00 Uhr am Leverkusener Busbahnhof besichtigt werden…..

Ergänzung / Erste Meldungen
Zwischenfazit in Oberhausen. Nur etwa 15 Hartgesottene lungern um den Bus (Bild) herum Zwar sind keine Gesichter zu erkennen, die Anzahl der Teilnehmer wird aber stimmen. Ein weiteres Bild der Polizei aus Mülheim gibt besseren Aufschluss. Hier werden etwa auch nur 15 Personen gezählt, siehe Foto.

Polizei_EssenIhr Ronald Micklich

Pro NRW-Vize Dominik Roeseler lädt zur Hooligan-Demo am 02.05.2015 nach Erfurt ein

Screenshot Facebook-Einladung. Zum Vergrößern ins Bild klicken!

Screenshot Facebook-Einladung. Zum Vergrößern ins Bild klicken!

Mobilmachung Zu der am 02.05.2015 um 14:00 Uhr in Erfurt stattfindenden Hooligan-Nachfolgegemeinschaft „Gemeinsam stark Deutschland“ (GSD) – Demo, lädt der auf deren Netzpräsenz als Pressesprecher bezeichnete Dominik Roeseler seine Facebook-Gemeinde ein. Adressiert ist die Einladung wie oben im Bild zu sehen an 3679 Personen. Folgt man dem hinterlegten Link, findet man das „Mobilisierungsvideo für Erfurt“. Für Heimat, Freiheit, Tradition – gegen Islamisierung, Asylmissbrauch und dieses korrupte System gekaufter Politiker sowie deren „Lügenpresse“ und natürlich Roeselers kurzer Video-Verbal-Erguss wird hier postuliert.

Knapp bei Kasse Unter der Überschrift „Ohne Moos nix los!“, schnorren die Veranstalter um eine Geldspende. „Alle Mitglieder der Orga arbeiten ehrenamtlich und investieren ihre Zeit. Aber LKW (Bühne), Soundanlage, Flyer, Gerichtskosten usw. kosten Geld“, ist die Argumentation hierfür.

Pro NRW-Vize Roeseler für GSD aktiv
Nicht nur als Teilnehmer an der geplanten Erfurter Demo, sondern zumindest auch als aktiver Unterstützer ist Dominik Roeseler, stellvertretender Vorsitzender der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW, wieder mittenmang dabei. Offensichtlich schert er sich einen feuchten Kehricht um den Vorstandsbeschluss vom 03.11.2014. Dort heißt es:

“Der Gesamtvorstand der Bürgerbewegung PRO NRW hat gestern in Leverkusen in großer Geschlossenheit mehrere wegweisende Beschlüsse gefasst. Einhellig verurteilten die Vorstandsmitglieder jegliche Zusammenarbeit mit gewaltbereiten Hooligans und Neonazis. Explizit lehnt die Bürgerbewegung PRO NRW laut einstimmigen Vorstandsbeschluss auch jede Zusammenarbeit mit den “Hooligans gegen Salafisten”, genannt Hogesa, und möglichen Nachfolgeorganisationen ab.“

“Der Vorstand hat auch einstimmig beschlossen, dass für Abweichler von dieser Linie kein Platz ist in unserer Bürgerbewegung. Diese Beschlüsse werden im Bedarfsfall auch unmittelbar und uneingeschränkt zur Anwendung kommen.“

“Darüber hinaus wertete der Vorstand die eigenmächtige Anmeldung der Kölner Demonstration am 26. Oktober durch den stellvertretenden Vorsitzenden Dominik Roeseler als grob parteischädigend und sprach auf Antrag des stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Palm als Parteiordnungsmaßnahme eine scharfe Rüge aus. In einem vergleichbaren Wiederholungsfall würde laut gestrigem Vorstandsbeschluss ein unmittelbarer Parteiausschluss erfolgen.”

Kommentar Der Anführer von Pro NRW, der Opladener Rechtsanwalt Markus Beisicht, will offensichtlich den auch mit seiner Stimme gefassten Beschluss nicht durchsetzen. Die Sachlage ist glasklar, doch Beisicht sperrt sich weiter und verschleppt den Ausschluss von Roeseler, so ein Insider. Zeit schinden scheint das Motto. Mit Roeseler könnte er eventuell einen weiteren Adlatus verlieren, wodurch sich die Stimmenmehrheit im Vorstand weiter zu seinen Ungunsten verschieben würde.

Bedauerlich ist nur, dass die Befürworter eines Parteiausschlusses von Roeseler, sich vom Imperator Beisicht so gängeln lassen. Leider gibt es augenscheinlich keine Parteikameraden die genügend Rückgrat haben, um sich dem mehr und mehr machtverlustigen Befehlshaber der Splitterpartei energisch in den Weg zu stellen.

Wer soll diesem unfähigen Haufen von Funktionären bei den kommenden Wahlen noch die Stimme geben. Da gibt es sicher andere „rechts der Mitte operierende Parteien“, die nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden und eine dem kritischen Wähler passende Politik betreiben, deren politische Inhalte mehr als nur ständige Hetze gegen Asylanten und Muslime sind.

Ihr Ronald Micklich

Duisburg: Pro NRW vs. REP vs. Einzelmandatsträger – Stationen einer schiefgelaufenen Kommunalwahl

REP_Pro_Geld_BlitzDem Wähler verpflichtet
Korruption und Vetternwirtschaft sind negativ Merkmale, die gerne von Pro NRW gegen die von ihnen als etablierten Parteien bezeichneten politischen Mitbewerber aufgeführt werden. Dies wolle man ändern, ist eines der Wahlversprechen der Rechtsextremisten, was neben der hauptsächlichen Aversion gegen Asylbewerber und der angeblichen Islamisierung Deutschlands eines der Hauptthemen im Wahlkampf ist und war. Mit diesen Wahlversprechen gelang es Pro NRW in Duisburg, zur Kommunalwahl 2014, 4,25% (6.192 Stimmen) auf sich zu vereinigen und 4 Sitze im Rat der Stadt zu belegen. Damit dominierten sie als „Rechtsaußen sogar die AfD, die mit 3,54% aus dem Rennen ging und die NPD klar, die nur 1,73% der Stimmen erhielt.

Nun hätte ein gemeinsames Vorgehen der rechten Parteien, wie es sich anfangs auch abzeichnete, dem Wählerwillen (13.871 Rechts-Wähler) entsprechende politische Arbeit folgen können.

Die Demontage
Die Selbstzerstörung der Pro-Fraktion Duisburg, begann kurioser Weise mit dem Ansinnen des Anführers der Splitterpartei, des Leverkusener Rechtsanwaltes Markus Beisicht, verdiente Parteimitglieder aus dem Köln-Bonner Raum finanziell gut bedient an Duisburger Fraktionsgeldern partizipieren zu lassen. Doch da spielte der damalige Kreisvorsitzende und neu gewählte Fraktionsvorsitzende Mario Malonn nicht mit (wir berichteten). Die Freundschaft hört bei Geldfragen auf, sagt der Volksmund und genau so kam es. Drei der vier Ratsmandatsträger verließen Pro NRW und waren vorerst parteilos.

Der Duisburger Pro NRW-Ratsherr Egon Rohmann verärgert seine Wähler. In einer Abstimmung stimmte Rohmann entgegen seiner Fraktion und Pro NRW Doktrin für das Landesasyl im Stadtteil Neumuehl. Mittlerweile wurde Rohmann, offenbar bedingt durch die Abspaltung der drei Duisburger Pro NRW-Mandataren, in den Pro NRW Vorstand als Beisitzer gewählt. Bei seinem Ausscheiden aus der Partei müssten die Bürgerbewegten zur nächsten Kommunalwahl die Unterstützungsunterschriften neu beibringen. So wird anscheinend lieber etwas Honig geschmiert und „gebaggert“. Als Ratsmitglied ist von Rohmann nicht viel zu hören, wo bleiben die Wahlversprechen?

Neuanfang mit Hindernissen
Zunächst versuchten sich die drei verbliebenen bei Pro NRW ausgetretenen Ratsleute in einer neuen Fraktion, die den Namen Bürgerbewegung pro Duisburg e. V. tragen sollte. Dies ging in die Hose, da sich ein Verein mit Namen Pro Duisburg e.V. gegen diese Namensgebung wehrte und sich gegen Mario Malonn durchsetzen konnte. Zurzeit muss die Stadt Duisburg darüber entscheiden, ob die Republikaner Gruppe im Rat der Stadt das Stadtwappen für Briefpapier, Visitenkarten, Homepage, Facebook-Seite, Beschriftung von Infoständen, Printmedien und andere Medien wie Werbespots etc. verwenden darf.

Im Frühjahr fand ein politischer Wechsel zu den Republikanern statt. Die Vorstellung, dass alle drei Mandatsträger gemeinsam die politischen Interessen der Wählerschaft vertreten würden, machte das parteilose Ratsmitglied Wolfgang Bißling zunichte.

Nachdem Bißling einer Mitarbeit als parteiloses Mitglied in einer neugegründeten Fraktion „Die Republikaner“ zugestimmt hatte, revidierte er seine Entscheidung vom 25.03.2015 und teilte Mario Malonn mit, dass er in der Fraktion „Die Republikaner“ nun doch nicht mitarbeiten werde und sein Mandat als fraktionsloses Mitglied des Rates wahrnehmen wolle. „Es ist für Euch bitter, jedoch nach Abwägung aller Punkte und Prioritäten setze ich meine Person an erster Stelle, da ich meinem Gewissen verantwortlich bin und in diesem Fall keinerlei Parteiinteressen zu dienen habe und auch nicht dienen werde„, verkündet Bißling seinen ehemaligen Fraktionskollegen. Eine Niederlegung meiner Mandate wäre der letzte Schritt, dann würde die erste Partei (Anm. d. Redak. Pro NRW) jubeln und sie hätten ihr Ziel erreicht. So wie diese Parteimitglieder sich verhalten haben, kann man nur dagegen angehen, um so ein Verhalten zu unterbinden“ merkt Bißling noch an.

Wolfgang Bißling hat mit seiner Entscheidung den Wählerwillen entscheidend zunichte gemacht. Die umbenannte Fraktion „Die Republikaner“ verfügt nun nicht mehr über die Privilegien einer Fraktion sondern hat mit einer erheblichen Einbuße an Geldern auch ihr Recht auf Antragsstellung usw. verloren. Die Gegner der Rechtsaußen wird dies freuen, haben sich die Rechtspopulisten doch selbst zerlegt.

Einzig Wolfgang Bißling profitiert von seiner Entscheidung. Mit wenig Aufwand ist er einer der Besserbedienten aus den städtischen Töpfen. Zur Zeit bekommt Bißling Aufwandsentschädigung als Ratsmitglied (Pauschale) 433,40 €/Monat, als Mitglied der Bezirksvertretung  Homberg/Ruhrort/Baerl 183,20 €/ Monat, Sitzungsgeld Ratsmitglied (je Sitzung) 17,80 €, Bezüge aus dem Aufsichtsrat Frischekontor Duisburg GmbH sowie Bezüge aus der Verbandsversammlung Sparkassenzweckverband der Städte Duisburg und Kamp-Lintfort. Nach seiner Ablehnung in der Fraktion der „Republikaner“ mitzuarbeiten, stehen dem nun fraktionslos bleibendem Einzelmandatsträger Wolfgang Bißling nach §56 Abs. 3 GO zusätzliche Mittel zu. Die Stadt Duisburg stellt monatlich etwas mehr als 400€ zur Verfügung. Dies könnte ein starkes Argument bei Bißlings Entscheidungsfindung gewesen sein.

Kommentar
Wie meistens geht es um das liebe Geld, um die Sicherung der eigenen sozialen Situation, wie so oft von der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei benutzten Redewendung. Was können Wolfgang Bißling und Egon Rohman noch im Sinne ihrer Wählerschaft ausrichten? Zurückgelassen haben sie einen politischen Scherbenhaufen und einen zahnlosen Papiertiger. Des Einen Freud ist des Anderen Leid. Die verschaukelten Pro NRW Wähler sollten einmal in sich gehen und überlegen, wem sie bei den kommenden Wahlen ihre Stimme geben. Die oben Genannten wird das wenig interessieren, sie kassieren noch bis 2020.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: Vorstandswahlen Bezirksverband Mittelrhein heute und Vorstandssondersitzung morgen +Erstes Ergebnis+

Bild Wiki: Mittelrhein Burg Katz

Bild Wiki: Mittelrhein Burg Katz

Erstes Ergebnis: Die Vorstandswahlen sind abgeschlossen. Neuer Vorsitzender ist Christopher von Mengersen, zusammen mit dem Rest der neuen Funktionäre hier im Bild, von links nach rechts: Waldemar Staudenherz, Bastian Pufal, Christopher von Mengersen, Detlev Schwarz, Jürgen Hintz und Markus Wiener.

Vorstandswahlen im Bezirksverband Mittelrhein
Heute soll in Bergheim (Quadrath-Ichendorf), in einem Hotel gegenüber dem historischen Bahnhof die Neuwahl des Vorstandes des Bezirksverbandes Mittelrhein stattfinden. Dabei könnte es einige Überraschungen bei der Besetzung der Funktionärsposten geben.

Im Dezember 2010 wurde der Vorstand des Bezirksverbandes Mittelrhein mit folgenden Funktionären gewählt. Bezirksvorsitzender wurde der damalige Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener, zu seinen Stellvertretern wurden der Rhein-Erft-Kreisvorsitzende Jürgen Hintz und der Pro-Köln-Schatzmeister Karel Schiele gewählt. Als Bezirksgeschäftsführer wird der Bonner Kreisvorsitzende Detlev Schwarz fungieren, die damals gewählte Schatzmeisterin Sandra K. hat Pro NRW mittlerweile verlassen, als Schriftführer wurde der ehemalige Bonner Stadtverordnete Nico Ernst gewählt. Als Beisitzer des neuen Bezirksvorstandes wurden Susanne Kutzner (Lev.), Christel Tank(Köln), Markus Hintz (Pulheim), Bernd M. Schöppe (Köln) und Peter Engel gewählt.

Vorstandssondersitzung in Leverkusen
Am Sonntag soll in den Fraktionsräumlichkeiten von Pro NRW in Leverkusen eine Vorstandssondersitzung stattfinden. Wie zu erfahren war, soll der Anführer der Splitterpartei zu einigen heiklen Fragen Rede und Antwort stehen. So berichteten wir über die Aussage der ehemaligen Beisitzerin im Vorstand, Melanie Dittmer, sie wäre bei Pro NRW angestellt und würde sich daraus finanzieren. Unser Bericht scheint einige, der bisher kritiklosen Parteikameraden, zum Nachdenken angeregt zu haben und daraus resultierend eine Anfrage an Beisicht gestellt worden sein.

Ob sich im Vorstand eine Opposition entwickeln und durchsetzen kann, um die ihnen zustehenden demokratisch verbrieften Mitsprache- und Entscheidungsrechte im Präsidium endlich einzuholen, wird sich zeigen. Allein die Tatsache, dass die Sondersitzung morgen stattfinden soll, zeigt auf, dass die offensichtlich lange Jahre vorherrschende Alleinregentschaft von Markus Beisicht Risse bekommt und bald ein Ende haben könnte. Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, hat vorgemacht wie eine Führungsperson mit seinem Verein umgeht um das Beste für ihn zu erreichen… und ist zurückgetreten.

Von diesem vorbildlichen Verhalten ist der Leverkusener Imperator der Bürgerbewegten meines Erachtens meilenweit entfernt. Hier werden augenscheinlich alle Register gezogen um unliebsame und unbequem werdende Mitglieder auszubooten, wie so oft.

Ich bitte vorsorglich alle Borussia-Fans und Jürgen Klopp um Verzeihung, den Verein und Ihren honorigen Trainer mit dem Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlichen, selbsternannten Bürgerbewegung Pro NRW, Markus Beisicht, in Verbindung gebracht zu haben.

Ihr Ronald Micklich