Veranstaltungstipp: Film über Rassismus gegen Muslime

kamera-objektivFilm über Rassismus gegen Muslime
Die AG Es TUT sich WAS lädt zu ihrem 4. Film der sechsten Filmreihe am Montag, 23. Februar, um 20 Uhr in das Lichtspielhaus Altenhundem ein. Gezeigt wird eine Dokumentation zum Thema „Muslimfeindlichkeit“. Vor dem Hintergrund der Pegida- Aufmärsche und deren Nachahmerveranstaltungen, wie z. B. die von Pro NRW gesteuerte Dügida Veranstaltung, in immer mehr Städten hat sich die AG entschlossen, einen Film über antimuslimischen Rassismus zu zeigen. Link zur AG.

Islam und Islamismus
In der Dokumentation werden Menschen auf der Straße zu ihrer Einstellung zum Islam befragt. Immer wieder stellt sich heraus, dass die meisten keinen Unterschied machen zwischen Islam und Islamismus. In den Interviews über Vorurteile, Ängste und Stereotypen gegenüber Muslimen wird schnell klar, dass der Rassismus auch häufig in der Mitte der Gesellschaft stattfindet und nicht nur am rechten Rand.

Alltägliche Diskriminierung
In diesem Film wird auch die alltägliche Diskriminierung, die Muslime erleben, sei es am Arbeitsplatz, in der Schule, bei der Wohnungssuche oder auf der Straße zum Thema gemacht, dabei wird auch das Tragen von Kopftuch als äußeres Symbol der Religion angesprochen. Am Ende des Films wird nochmals hinterfragt „Was steckt hinter Pro NRW?“ Es kommen die Rechtspopulisten von Pro NRW zu Wort und verschaffen ein gutes Bild von ihrem rassistischen und chauvinistischen Weltbild.

Was steckt hinter Pro NRW
Diese Dokumentation durchleuchtet die Ziele, Strukturen und Methoden von rassistischer Meinungsmache der rechtsextremistischen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei Pro NRW. Zu Wort kommen der Anführer der selbsternannten Bürgerbewegung, Rechtsanwalt Markus Beisicht aus Leverkusen-Opladen sowie der damalige Generalsekretär Markus Wiener aus Köln, die ex. NPD-Werbeikone Claudia Bötte mit ihrem Lebensgefährten, dem ex. NPD´ler Andre Hüsgen, Gerd Wöll (aus Wuppertal), Frau Dr. Susanne Winter von der FPÖ und viele Andere von Beisichts Jüngern.

Begleitende Erklärungen zu Pro NRW erfolgen u. A. von Hans-Peter Killguss von der Info- und Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus der Stadt Köln. Die Bergische-Stimme berichtete mehrfach.

Ihr Ronald Micklich

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Demo: Rechtsextreme nehmen Wuppertal in den Fokus

WuppertalRechtsextreme in Wuppertal
Die Rechte – „Erneut rückt Wuppertal in den Fokus von Rechtsextremen. Am 21. September, einen Tag vor der Bundestagswahl, will die Neo-Nazi-Organisation „Die Rechte“ durch Elberfeld marschieren.“

„Zudem ist eine Demo der rechts gerichteten Bewegung „Pro Deutschland“ geplant. Ob diese stattfindet, ist indes ungewiss, weil die Polizei am Dienstag- Nachmittag den von „Pro Deutschland“ gestellten Versammlungsleiter – bei ihm handelt es sich um einen vorbestraften Mann – abgelehnt hat“, ist in der WZ-online zu lesen.

Kommentar
Auf unsere Nachfrage bei der Polizeipressestelle, bezüglich der betroffenen Personen, konnte aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskunft gegeben werden. Bestätigt wurde hingegen, dass ein erneuter Antrag mit einem anderen Versammlungsleiter vorliegt und derzeit geprüft wird.

Ihr B.S. Team

Was steckt hinter Pro NRW?

Zum Abspielen des Videos bitte in das Bild klicken!

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Ein Film über Rechtspopulismus
Die Dokumentation durchleuchtet die Ziele, Strukturen und Methoden von rassistischer Meinungsmache der rechtspopulistischen Partei Pro NRW. Am 27.10.2012 macht Pro NRW in Wuppertal-Elberfeld mit knapp 100 Personen eine Demonstration gegen den geplanten Bau einer neuen Moschee durch die DITIB-Gemeinde. Ein breites Bündnis von 1.000 BürgerInnen protestiert friedlich dagegen. Wir berichteten: Bericht, Bilderstrecke.

Hintergrundinterviews
Weiterhin wurden für diesen Film Hintergrundinterviews mit zwei Wuppertaler Vertretern von Pro NRW (Andre Hüsgen, ehemaliges Mitglied bei den Parteien „Die Republikaner“ und NPD, heute Kreisgeschäftsführer Pro NRW Wuppertal, Gerd Wöll/ stellvertretender Kreisvorsitzender Pro NRW Wuppertal) zu den Zielen der Partei geführt, zu ihrer Einstellung gegenüber dem Islam und muslimischen MigrantInnen, ihrer Überfremdungsangstmache, der Präsentation der Mohammed-Karikaturen auf Demonstrationen als politisches Mittel der Agitation und den Verflechtungen von Pro NRW mit rechtsextremen Parteien und Gruppen.

Quellenhinweis
Die Interviews und Statements von Pro NRW werden von den Experten Hans-Peter Killguss und Patrick Fels von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus der Stadt Köln politisch eingeordnet und mit weiteren Informationen und Analysen zu der Partei, ihren Zielen und Hintergründen ergänzt.

Ihr B.S. Team

Wuppertal: Resümee zur Pro NRW-Demo

Resümee zur Wuppertaldemo von Pro NRW
Diesmal hat sich die selbsternannte „Bürgerbewegung“ Wuppertal als Ziel ihrer Provokationen ausgesucht. Nicht die Salafisten standen dabei im Mittelpunkt, sondern Mitbürger und deren Glauben. Auch ging es keinesfalls um die Verhinderung eines zusätzlichen, aufsehenerregenden Moscheeneubaus, sondern lediglich um den Umzug einer alten Moschee mit Minarett in eine neue Moschee mit Minarett auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Hoher Besuch von der österreichischen „FPÖ“ gab wohl den Anlass für den Vorsitzenden, mal wieder persönlich zu erscheinen. Da eine ähnlich lächerliche Beteiligung, wie vor einigen Wochen in Bonn wohl nicht sein durfte, trommelte man diesmal aus ganz NRW 138 handgezählte Teilnehmer zusammen. Für fast alle wurden Mitfahrgelegenheiten organisiert und mindestens 9 Abfahrtsstellen brachten dann den ersehnten Demo-Umfang. Nur im Zustieg Haan gab es einen unliebsamen Zwischenstopp, verursacht durch die Antifa „Bündnis Kreis Mettmann“.

Wie immer öfter, sind die Demonstranten ein illustrer Haufen, der sich irgendwo zwischen Sekte und immer mehr einer braunen Choreographie mit Rechts-Rock-Musik und schwarzen Jacken widerspiegelt. Selbstverständlich geht irgendwann das auf, was man sich mangels einer fehlenden bürgerlich-konservativen Schicht vom ultrarechten Rand in die eigenen Reihen geschleust hat. Mehr von diesem Beitrag lesen

Wuppertal: Pro NRW – Demo am 27.10.2012 – Infos

Demo gegen Pro NRWOrganisation
Der neue Mitarbeiter in der Kölner Pro-Fraktion, Tony Xaver Fiedler, ist offenbar mit der Organisation der Wuppertal-Demo betraut, und überfordert worden. Leider konnte die Parteiführung um den Vorsitzenden Markus Beisicht und Generalsekretär Markus Wiener auch dieses Mal wieder ein Durchsickern der Pro-internen Aufmarsch-Pläne nicht verhindern. Zu viele Informanten stecken in ihren Reihen bis hoch in die Führungskreise.

Landesweite Mobilisierung
Um nicht wieder ein so erbärmliches Bild wie am 29.09.2012 bei der König Fahd Moschee-Demo in Bonn zu zeigen, es kamen nur 40 Demonstranten, wurde vorsorglich landesweit mobilisiert. Um die willigen Dauerprotestler einzusammeln wurden extra 9 Zustieg-Möglichkeiten, so in Gelsenkirchen, Dortmund, Düsseldorf, Mönchengladbach, Haan, Hagen ja sogar noch in Wuppertal eingerichtet.

Die beiden Standard-Treffpunkte, Köln, Breslauer Platz, Hinterausgang (Hbf) und Bahnhof Leverkusen-Opladen, Abfahrt wie bei vorhergegangenen Terminen, sind wie immer obligatorisch.

Wo der Vierfachvorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht und die angekündigte Polit-Prominenz aus Österreich, Frau Dr. Susanne Winter (FPÖ), zusteigen will, ist nicht bekannt.

Kommentar
Ob die intern der Kreisvorsitzenden Claudia Gehrhardt gewidmete Jahresabschluss-Demo pünktlich stattfinden wird bleibt abzuwarten.

Die Westergaard Karikatur werden die ProVokateure nach dem für sie positiven Gerichtsentscheid auf jeden Fall im Gepäck haben. Zum Beginn des islamischen Opferfestes darf den Muslimen (nicht den Salafisten) nun ein Zeichen der Verständigung und Friedfertigkeit präsentiert werden.

Ihr Ronald Micklich

Wuppertal: Mobilmachung der Gegendemonstranten

Die Mobilmachung gegen die Pro NRW Demonstration in Wuppertal am 27.10.2012 ab 12:00 Uhr in der Nähe der DITIB Moschee Gathe läuft auf Hochtouren. Das „Wuppertaler Bündnis gegen Rechts“ ruft mit drastischen Worten dazu auf, […] „sich dem Naziaufmarsch von Pro NRW entgegen zu stellen.“ […]

Als Beleg für die „Rechtsradikalität“ wird nicht etwa der Verfassungsschutzbericht genannt, sondern es werden die ex. Werbe-Ikone der NPD und ihr Lebensgefährte der ex. NPD´ler André Hüsgen ins Feld geführt. Dies liest sich dann so:

[…] “Diese angebliche „Bürgerbewegung“ in Wuppertal wird von den einschlägig bekannten NPD-Nazis Claudia Gehrhardt und André Hüsgen angeführt.
André Hüsgen war 2000 an dem Naziangriff auf die Gedenkfeier am ehemaligen KZ Kemna in Wuppertal-Beyenburg als Fluchthelfer der Nazis beteiligt und wurde später wegen Fluchthilfe verurteilt.“
[…]

Es dürfte fast sicher sein, dass die im Impressum genannten Verantwortlichen Post von einem der bekannten Pro-Anwälte bekommen.

Für Pro NRW gilt das alte Sprichwort: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert.“

Ihr Ronald Micklich