Bastian P., ex. Pro NRW Funktionär wegen Beleidigung zu 600€ Geldstrafe verurteilt

Kölner Abordnung der Pro-Bewegung am 09.01.2016 in Köln

Kölner Abordnung der Pro-Bewegung am 09.01.2016 in Köln

Kurz und bündig
Darf es etwas mehr sein?, dachte sich offenbar der Richter am Kölner Amtsgericht, als er das Urteil im Verfahren wegen Beleidigung eines Polizisten bekannt gab. Bastian P. sollte per Strafbefehl zunächst wegen seiner angeblichen Äußerung gegen einen Polizisten, (halt die Fresse du Wichser) und zweifachem Stinkefinger, 400€ Strafe zahlen.

Doch mit der „professionellen Unterstützung“ durch den selbsternannten „honorigen“ Anwalt Markus Beisicht aus Opladen, gelang es dann den Richter zu bewegen, die Strafe auf 600€ zu erhöhen. Wie zu erfahren war, will Bastian P. nun Berufung gegen das Urteil einlegen lassen. Ob er hierbei wiederum sein Geld in Beisicht investiert, ist nicht bekannt.

Kommentar
Während der Verhandlung soll auch die kriminelle Vergangenheit (Tötungsdelikt) des Beklagten P. Thema gewesen sein. Falsch ist die Aussage der Medien (z.B. WAZ), P. habe als Anmelder der Pegida Demo fungiert. Der Anmelder war nach anders lautenden Presseberichten eben nicht Bastian P. sondern der stellvertretende Vorsitzende der Restetruppe von Pro NRW, Dominik Horst Roeseler. Bastian P. wurde am 9.01.2016 mit einem Platzverweis belegt, von der Demo dürfte er nicht allzuviel mitbekommen haben.

Ihr Ronald Micklich

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Pro Köln / NRW: ProPaganda und Tatsachen +Nachtrag+

Die Wahrheit zurecht biegen

Nachtrag: Die Internetseite Kpv-pro.de ist derzeit aus dem Netz genommen; der Domaineintrag bei Denic.de lautet wie vor. (Stand 28.03.2013)

Gejammer von Pro Köln
Am 13.09.2012 war auf der Hausseite von „Pro Köln“ unter der Überschrift „Neue mediale Diffamierungskampagne gegen Jörg Uckermann“ das Wehgeschrei über einen Artikel des „Kölner Stadtanzeigers“ zu lesen.
So erklärte hierzu, in seiner unnachahmlichen Art, der Vierfachvorsitzende Rechts-Anwalt aus Leverkusen, Markus Beisicht:

Auszug: […] „In einem Rechtsstaat gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Es gibt in der Bundesrepublik keine Sippenhaft. Jörg Uckermann muss sicherlich nicht für bislang nicht erwiesene Verfehlungen seines Bruders, der mit der PRO-BEWEGUNG rein gar nichts zu tun hat, gerade stehen.“ […]

Ob dies so der Wahrheit entspricht, ist zumindest zweifelhaft.

Fakten
Bereits im Landtagswahlkampf 2010 befand sich der Bruder von Jörg Uckermann, Thorsten Uckermann, unter den Empfängern der Bilder vom Tagesgeschehen des Wahlkampfes, die auch an Vorstandsmitglieder von Pro Köln sowie Pro NRW und andere Personen adressiert waren.

Bemerkenswert ist auch der Umstand, dass der Domaininhaber der Internetseite der Kommunalpolitischen Vereinigung der Pro Bewegung (KPV-Pro) eine gewisse „Uckermann e.V.“, mit Anschrift von Thorsten Uckermann ist, der auch als administrativer Bevollmächtigter geführt wird.

Die KPV wurde am 16. Juni 2011 im Leverkusener Forum gegründet. Zum stellvertretenden Präsidenten wählten die Gründungsmitglieder den Gelsenkirchener PRO-NRW-Fraktionsvorsitzenden Kevin Hauer. Der Kölner Ratsherr Bernd M. Schöppe wurde zum Schriftführer gewählt. Komplettiert wurde der Vorstand durch Markus Hintz, Norbert Back, Tobias Ronsdorf, Stephan Hövels, Susanne Kutzner und Ulrich Manes als Beisitzer. Präsident der so genannten KPV ist … Jörg Uckermann.

Thorsten Uckermann hat also rein gar nichts mit der Pro-Bewegung zu tun?

Wahr ist …
Unter der Überschrift: „KPV-PRO-Vorstand wählt André Hüsgen zum Geschäftsführer“, ist unter anderem zu lesen:

[…] „Auch die Radevormwalder PRO-NRW Fraktion um den jungen und dynamischen Fraktionsvorsitzenden Tobias Ronsdorf konnte enorm von den Erfahrungen und der Zusammenarbeit mit Hüsgen profitieren und sorgt seither auch für massive politische Paukenschläge.“ […]

Diese Aussage kann bedenkenlos als wahr akzeptiert werden. Der letzte Paukenschlag vehallte am 10. September 2012 in Rade – mit dem Rausschmiss von Tobias Ronsdorf.

Ihr Ronald Micklich

Lehren aus der NRW-Wahl

Der Wahlkampf in NRW ist vorüber. Die SPD kann vor Kraft kaum laufen, die CDU leckt ihre Wunden. In der so genannten „islamkritischen Szene“ ist man enttäuscht.
Manch einer hatte ernsthaft gehofft, die Pro-Bewegung könne in NRW ein Zeichen gegen Islamisierung und Linksruck setzen, so wie es in anderen europäischen Ländern längst der Fall ist. Doch die Rechnung ging nicht auf. Die Wahlkämpfer um Markus Beisicht und Co. haben sich verkalkuliert. Verprovoziert, um genau zu sein.

Mit ihrem höchst provokativem Wahlkampf hatte es die Pro-Bewegung geschafft, das Thema „Islamkritik“ mit nie dagewesener Quantität vor einer Wahl in den Medien zu platzieren. Freilich kam Pro-NRW das Verhalten von Islamisten und Salafisten entgegen, die mit ihren Ausschreitungen in Bonn und Solingen die mediale Aufmerksamkeit ungleich erhöhten. Im Ergebnis durfte sich die Pro-Bewegung daran erfreuen, dass ihr Name, ihr Logo und ihre zentrale Botschaft „Freiheit statt Islam“ den Weg in nahezu alle bedeutenden Medien fanden. Angesichts dessen ist das Ergebnis von 1,5 Prozent ernüchternd. Viele Pro-Aktivisten dürften gar bitter enttäuscht sein, hatten sie sich nach ihrem „medialen Coup“ doch weit mehr erhofft.

Lesen Sie hier den vollständigen, ausführlichen Bericht der FrankFurter Schnauze.

In Folge werden weitere Aufsätze verschiedener Autoren zum Thema veröffentlicht.

Ihr B.S. Team