Pro NRW Bonn: OB-Wahlteilnahme von Kutzner noch nicht in trockenen Tüchern

Vorsitzender KV-Bonn, Pro NRW-OB-Kandidatin, Nachgerutschter Stadtrat

Vorsitzender KV-Bonn, Pro NRW-OB-Kandidatin, Nachgerutschter Stadtrat

Wahlausschuss vertagt Entscheidung
Tony Xaver Fiedler, der Adlatus von Pro-Anführer Markus Beisicht, von Spöttern gerne auch Fehler-Fiedler genannt, muss um die Teilnahme von Pro NRW mit Susanne Kutzner noch zittern. In der Tagung konnte kein Entschluss gefasst werden. Zur Entscheidung standen 7 Kandidaten/innen.

Es sollen viele Einsprüche gegen die Teilnahme der vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bezeichneten Partei eingegangen sein. Auch ein anonym eingegangenes Mail spielt eine Rolle. Trotzdem die Bonner Hausjuristen eine Teilnahme von Pro NRW befürworteten, wollten die Ausschussmitglieder keine Entscheidung treffen. Erst wolle man die Sachlage eingehend prüfen. So wurde ein neuer Termin angesetzt (05.08.2015).

Dilettantische Vorbereitung
Nachdem der mit lauter Propaganda angekündigte OB-Kandidat Kevin Gareth Hauer seine Nominierung absagte, (25. Juni 2015 / wir berichteten) fand dann eine mit heißer Nadel gestrickte Neuwahl statt, bei der Susanne Kutzner am 3. Juli gewählt wurde (wir berichteten). Die daraufhin eingereichten Unterlagen sind möglicherweise vom Wahlamt beanstandet worden. Aufgrund dessen, hat Beisichts Generalsekretär eine Blitzversammlung einberufen. Mit Schreiben vom 22.07.2015 lädt Fiedler zu einer Kreismitgliederversammlung am 24.07.2015 ein. Rechnet man 1 Tag Postlaufzeit ein, hatten die „Mitglieder“ gerade 24 Stunden Zeit den Termin einzuplanen. In der Einladung wird darauf hingewiesen, dass Pro NRW „die möglichen rechtlichen Beanstandungen vom Wahlamt der Stadt Bonn mitgeteilt bekommen habe“. Kolportiert wird auch, dass es auch schwierig gewesen sein soll, die gerade einmal 3 notwendigen Stimmen für Kutzners Wahl zusammen zu bringen.

Ergebnis offen
Es ist keineswegs sicher, ob Pro NRW überhaupt antreten darf. Vorsorglich soll aber schon eine juristische Auseinandersetzung für diesen Fall angekündigt worden sein. Bei wem es dann wieder in der Kasse klingelt dürfte klar sein.

Kommentar
Die schnell ins Netz gesetzte Reaktion auf die Vertagung entblößt wieder die hässliche Fratze der Rechtsextremisten. Nachdem anscheinend auch Schwarz seine Bedenken an das Wahlamt adressierte, schreibt die Propagandaseite mit dem üblichen Getöse und dem Greinen, „dass es sich hierbei um eine gesteuerte Aktion handelt, um rechtspopulistische Oppositionskräfte zu schwächen und im Endziel zu vernichten.“ Dann bekommt der ehemalige Landesgeschäftsführer sein Fett weg:

„Dies ist auch daran ersichtlich, dass Schwarz sein über die PRO-NRW-Liste errungenes Mandat nach seinem Ausschluss nicht etwa niederlegte, sondern wahrscheinlich aus persönlichen Bereicherungsgründen weiterführte.“ (Hervorhebung durch Redak.) Dazu gibt es sicherlich noch einiges zu sagen.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW – Gelsenkirchen: Kevin Gareth Hauer zieht Bonner Oberbürgermeisterkandidatur zurück

Screenshot Ruhrbarone

Screenshot Ruhrbarone

Hauer gibt auf
„Der Gelsenkirchener Fraktionsvorsitzende Hauer hat seine Kandidatur als Bonner OB Kandidat zurückgezogen um sich voll und ganz für die Interessen der Gelsenkirchener Bürger einzusetzen. Aufgrund der zahlreichen Probleme in Gelsenkirchen gibt es keinen Raum für landesweite Aktivitäten bzw. Kandidaturen für den Fraktionsvorsitzenden“, ist auf der Gelsenkirchener Pro-Seite von Hauer zu lesen.

Beisicht düpiert
Wie Hauer ausführt, will er sich voll und ganz auf Gelsenkirchener Interessen konzentrieren. Damit muss der Anführer der rechtsextremen und vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich bezeichneten Mikropartei, der Leverkusen-Opladener Rechtsanwalt Markus Beisicht, einen weiteren Nackenschlag hinnehmen. Nichts wird es aus der bombastisch angekündigten Kandidatur in Bonn. Die Propaganda Beisichts war auch hier einfach nur lächerlich.

Ob Hauer die möglicherweise folgenden Ausbrüche Beisichts wegsteckt, oder ob er auch den schwächelnden Anführer verlässt, ist noch nicht bekannt. Der Letzte macht die Türe zu.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW Auflösungserscheinungen – Zähneklappern bei Pro-Anführer Markus Beisicht

OB-WahlAngst vor dem Zerfall
Dem Anführer der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem und verfassungsfeindlich bezeichneten Splitterpartei steht das Wasser augenscheinlich bis zum Halse.

In einem gestern versendetem Anschreiben an seine vermeintlichen Anhänger greint Beisicht:

es gibt Kräfte, die offenbar alles daran setzen, den schon jetzt sehr erfolgreich angelaufenen Oberbürgermeisterwahlkampf von PRO NRW in Essen, Bonn und insbesondere in Leverkusen mit Negativschlagzeilen – in wessen Auftrag auch immer – zu belasten

Im Weiteren beklagt sich Beisicht darüber, dass seiner Meinung nach von frustrierten Ex-Funktionären mit gezielten Desinformationen für Unruhe in seinen verbliebenen Enklaven gesorgt würde. Auch über die Weitergabe parteiinterner Vorgänge zeigt sich Beisicht entsetzt. Zudem behauptet Beisicht, dass dieser Personenkreis dann auch noch dreist gemeinsame Sache mit linksextremen Gegnern von Pro NRW machen würde. Und dies alles nur um der Partei weiteren Schaden zuzufügen und den Parteivorstand in der Öffentlichkeit bloßzustellen.

Schüsse gegen Konkurrenten
Der seit geraumer Zeit stetig größer gewordene Widerstand gegen den Anführer von Pro NRW, den Leverkusener Rechtsanwalt Markus Beisicht, hat sich nun explosionsartig mit einer Flucht aus der Partei als Folge einer total verfehlten Personalpolitik und eines unübersehbaren Rechtsrucks, Gehör verschafft.

Besonders skurril findet Beisicht, dass die ausgetretenen Funktionäre, die wenigen verbliebenen Mitglieder und Anhänger des Imperators impertinent auffordern würden, ausgerechnet zu Pro Deutschland zu wechseln.

Seinen Konkurrenten sieht Beisicht jetzt in seinem ehemaligen Freund und Kameraden Manfred Rouhs, dem Vorsitzenden der Bürgerbewegung Pro Deutschland (PD), der einen regen Zulauf enttäuschter ex. Pro NRW´ler verzeichnen kann (wir berichteten). Beisicht bezeichnet sich auf seiner Internetseite auch nicht mehr als Vorsitzender des Dachverbandes der Pro-Bewegungen. Dort war Manfred Rouhs übrigens Vize. Weitere Mitglieder waren zu keiner Zeit bekannt.

Nun zeigt sich die widerliche Fratze der Propaganda-Maschine. PD bezeichnet Beisicht als „Politsekte“ von Herrn Rouhs. Dann folgt eine Aufzählung von (aus Beisichts Sicht) erfolgten Misserfolgen von PD bei den Wahlen der vergangenen Jahren. Als Vergleich zieht Beisicht gerne die NPD, die er nun wieder als „Narrensaum“ bezeichnet, heran. Danach noch ein kurzes bashing. Rouhs wird „Sucht nach Aufmerksamkeit“ unterstellt und Beisicht folgert – „Der Ex-NPD-Funktionär mit seiner Partei PRO D stellt also beim besten Willen keine seriöse Alternative zu PRO NRW dar.“

Retten was zu retten ist
Zähneklappernd bitte Beisicht seine Jünger sich nicht verunsichern zu lassen. Wo vernünftige Öffentlichkeitsarbeit gemacht würde, könne eine hervorragende Resonanz erzielt werden. So schwafelt Beisicht von einem Bündnis der Altparteien in Leverkusen, der einen angeblich „sich abzeichnenden Pro NRW-Wahlerfolg“ bei den kommenden Oberbürgermeisterwahlen noch in aller letzter Sekunde verhindern soll.

In gewohnter Propaganda-Manier fantasiert Beisicht weiter. So will er in den kommenden Wochen und Monaten nachweisen, dass Pro NRW als selbsternanntes freiheitliches und seriöses Original auch zukünftig in Nordrhein-Westfalen, Wahlerfolge erzielen kann. Dann wird dem Leser dieses Hilferufs noch suggeriert, dass Pro NRW aus diesen kritischen Tagen gestärkt herauskommen würde und Beisicht auch weiterhin auf die Unterstützung seiner verbliebenen unkritischen Resttruppe zählt.

Kommentar
Markus Beisicht ist der chancenlose Oberbürgermeister (OB)-Kandidat von Pro NRW in Leverkusen. Dass Beisicht die politische Lage in Leverkusen kennen sollte ist zu erwarten, da er dem Rat der Stadt Leverkusen angehört. Seine Propaganda zu dieser Kandidatur ist unerträglich. Welcher Wahlerfolg soll verhindert werden?

Tony Xaver Fiedler als Pro NRW OB-Kandidat in Essen. Einfach eine Lachnummer. Der vollkommen politisch unerfahrene Mehrfach-Funktionäre erfüllt wohl in keiner Weise das Anforderungsprofil dieser Aufgabe. Hier gilt auch nur die Propaganda – Dabei sein ist alles.

Kevin Gareth Hauer will OB in Bonn werden… oder doch nicht? Sei es drum, Hauer hat wohl derzeit genug mit seiner Fraktion in Gelsenkirchen zu tun. Auch hier scheinen sich dunkle Wolken am Horizont zu zeigen. Mit der politischen Lage in Bonn hat sich der Gelsenkirchener augenscheinlich nur in einer Schnellunterrichtung vertraut gemacht.

„Bonn ist in den vergangenen Jahren leider nicht lebenswerter geworden, und die meisten Probleme der Bundesstadt sind hausgemacht“, weiß Hauer zu berichten, und „es wird Zeit, dass ein frischer Wind durch das Alte Rathaus weht. Jeder Bürger, der mit der Verwaltungspolitik der vergangenen Jahre, den Skandalen um das WCCB und anderen Baustellen unzufrieden ist…“, suggeriert Hauer dem verdutzen Leser, dass er mit der Verwaltungspolitik der vergangenen Jahre in Bonn bestens vertraut wäre. Dies dürfte aber unserer Meinung nach eher nicht der Fall sein.

Au weia. Da sollte sich der nicht nur wegen einer Bilderaffäre stark in die Kritik geratene Gelsenkirchener Pro NRW Partei-Vize wirklich überlegen, ob es nicht besser wäre die Kandidatur zurückzuziehen, da ja auch noch eventuell eine rechtliche Frage zur Wahl zu klären sein könnte.

Unerträgliche Propaganda und Durchhalte-Parolen
Beisicht fliegt momentan seine von Markus Wiener (ehemaliger Generalsekretär Pro NRW) als eine sich in Richtung „Krawall-fixierte NPD 2.0“ Radikalenpartei um die Ohren. Der Pro Köln Vorsitzende Michael Gabel sprach von „einer Art NPD 2.0“.

Wie bereits vorhergesehen finden sich in Beisichts Information die üblichen Propaganda-Parolen: Wir werden gestärkt …., wir werden Wahlerfolge haben, wir können eine hervorragende Resonanz erzielen, der sich abzeichnende Wahlerfolg und nicht zu vergessen: Pro NRW ist das freiheitliche Original und die NRW-Grundgesetzpartei.

Dies sieht der Verfassungsschutz allerdings völlig anders. Siehe erste Zeile.

Ihr Ronald Micklich

Nico Ernst – Der Todeskandidat von Pro NRW wegen Beleidigung verurteilt

Nico Ernst am 5.5.2013 bei einer Demo in Bonn

Nico Ernst am 5.5.2013 bei einer Demo in Bonn

Wegen Beleidigung verurteilt
Nico Gösta Chlodwig Ernst, einstiger „Stadtverordneter von Pro NRW, wie er sich gerne nannte und selbsternannter „Todeskandidat“ in der Salafistenaffäre rund um Pro NRW, ist von Amtsrichter Rolf Krebber wegen Beleidigung zu 900€ Geldstrafe verurteilt worden. Diese dürfte sich aus 90 Tagessätzen je 10€ ergeben, wie aus informierten Kreisen berichtet wird.

Mit ausschlaggebend für die relativ drastische Strafe ist sicherlich eine frühere Verurteilung. Erst im August 2013 hatte das Amtsgericht Ludwigsburg gegen ihn eine Geldstrafe von 300 Euro verhängt, ebenfalls wegen Beleidigung.

Nico Ernst bezeichnete Gegendemonstranten am 24. Mai des vergangenen Jahres auf einer Wahlkampfkundgebung als „Linksextremisten“. Schon „eure physische Erscheinung“ sei „erbärmlich“ und „ekelhaft“, und sie hätten so viel Mist im Kopf, „dass es auf keine Kuhhaut geht“, ereiferte sich der jetzt augenscheinlich von der Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte lebende ex. NPD´ler.

Wer hat wieder verdient?
Ernst will, wie von Insidern berichtet wird, mit einem neuen Anwalt Berufung einlegen. War der alte Anwalt so mies? Ob Ernst schon eine Rechnung bekommen hat ist nicht bekannt. Wenn nein, wird diese sicherlich nicht lange auf sich warten lassen. Nach Durchsicht meiner Akten …..

Kurz-Kommentar
Die typische Funktionärshistorie. Studium abgebrochen, soziale Bindung verloren, sehr schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Zukunft weitestgehend versaut, von der Partei ausgesaugt, verbrannt und schlechthin entsorgt. Wer da noch Mitglied bleibt, muss schon ziemlich hartgesotten sein. Viele vor ihm haben dasselbe schon erlebt. Denken wir nur einmal an Alexander K. oder Jörg Sch. oder, oder, usw.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW-Wahlveranstaltungen am 17.05.2014: Eskalation vorprogrammiert

Archivfoto: Spitzenfunktionäre in Bonn 05.2013

Archivfoto: Spitzenfunktionäre in Bonn 05.2013

Bonn: Laut aber friedlich
Der Generalanzeiger Berichtet: „Rund 200 Demonstranten haben sich am Samstag auf dem Friedensplatz versammelt, um gegen eine parallel stattfindende Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen Partei Pro NRW zu protestieren.

Unter ohrenbetäubenden Lärm, aber völlig gewaltfrei sind am Samstagmittag auf dem Friedensplatz die Wahlkampfveranstaltung der rechtspopulistischen Partei Pro NRW sowie eine parallel stattfindende Gegendemonstration über die Bühne gegangen.

Teilnehmer der Protestveranstaltung waren Privatleute und linke Gruppen, Flagge und Plakate zeigten in der Schar der Demonstranten zudem SPD, Jusos, Grüne, Linkspartei, Piraten und Antifa. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der BIG-Partei. Die von Pro NRW vor deren Abzug intonierte Nationalhymne ging im schrillen Pfeifkonzert unter.

Gegen 14 Uhr waren die Kundgebungen beendet. Die etwa zweistündige Kundgebung von Pro NRW zählte 20, die Gegendemonstration knapp 200 Teilnehmer.“  Quelle

Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat Bonn - Detlev Schwarz

Kreisvorsitzender und Spitzenkandidat Bonn – Detlev Schwarz

Leverkusen: Laut mit Handgreiflichkeiten
Gegen 15:00 Uhr fuhr der Gerätewagen, von 2 Polizeifahrzeugen begleitet, an den vorgesehenen Standplatz. Die üblichen Figuren begannen nach einiger Zeit mit dem Aufbau des Unterstandes und der Lautsprecheranlage. Zum Teil wie Diebe schlichen sich einige Bürgerbewegte aus den Regionen Bonn, Köln, Aachen, Wuppertal, Solingen und Leverkusen in die Fußgängerzone am Rathaus in der Wiesdorfer-Innenstadt, um unerkannt zu bleiben. Auch die Eheleute Palm versuchten offensichtlich inkognito das Umfeld zu sondieren um dann zu den Pro-Demonstranten zu stoßen, wurden aber sofort erkannt. Einzeln und in kleinen Trüppchen versammelten sich so nicht einmal 30 handgezählte Pro´ler rund um den Info-Stand.

Gegendemonstranten in der Überzahl
Bei strahlendem Sonnenschein waren sehr viele Menschen zum Einkaufen unterwegs oder saßen in den anliegenden Straßencafe´s. In der Fußgängerzone befanden sich die Infostände der seriösen Parteien, die ihre üblichen Parteiinfos verteilten, wenig laut, friedlich und nicht beleidigend. Den versammelten Pro´ler schenkte bis dahin kaum jemand Beachtung.

Dies änderte sich allerdings schlagartig als Pro-Generalsekretär Wiener das Mikro ergriff und die Veranstaltung eröffnen wollte. Ein ohrenbetäubender Lärm aus Trillerpfeifen und Drucklufttröten schlug dem Häufchen rechten Wahlkämpfern entgegen. Eingekesselt von plötzlich ca. 150 anwesenden Gegendemonstranten, war hinter deren Reihe kaum etwas aus den voll aufgedrehten Lautsprechen von Pro NRW zu registrieren.

Handgreiflichkeiten
Da kein Absperr-Gehege für Pro NRW bereitgestellt wurde, war der Infostand anfangs für jedermann zu erreichen. Ein Bürger nahm die Gelegenheit wahr und stürmte zum Infostand, wurde abgewehrt und als er flüchtete von einigen Pro NRW-Mitgliedern verfolgt. Die Polizei beendete die Jagdszene in der Fußgängerzone ca. 50 Meter vom Infostand entfernt professionell und hatte aus jedem Lager eine Person am Schlafittchen. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang noch, dass eine sonst mit Gehstützen versehene Kommunalwahlkandidatin freistehend ihre Deutschlandfahne zur Abwehr des „Aggressors“ als Schlagstock verwenden konnte. Auch bei einem zweiten Störversuch waren selbst Herren aus der Pro-Seniorenabteilung bemüht, den Angreifer in die Flucht zu schlagen.

Die übliche Hetze
Für den Vierfachvorsitzenden Markus Beisicht ergab sich die letzte Möglichkeit die Öffentlichkeit mit seinen „Ausführungen“ zur Wahl seiner Partei zu bewegen. Davon machte er langatmig und wiederholend Gebrauch. Themen waren einmal mehr die Großfamilie in Leverkusen, der unfähige Bürgermeister, die bald aufgelösten Linken, die Partei mit Internetanschluss (Piraten), die undemokratische SPD, Asylbewerber usw. Das Erbe von Willy Brandt (mehr Demokratie) würde nicht mehr von den Jusos und der SPD wahrgenommen sondern von Pro NRW gelebt. Abgesehen davon, dass kaum jemand die Hetze und die Anfeindungen wegen des enormen Lärms wahrnehmen konnte, schlug RA Markus Beisicht nur Abscheu und Widerspruch von den versammelten Bürgern/innen entgegen.

Traumdeuter
Ein Wahlergebnis von 10% prognostizierte der Leverkusener Rechtsanwalt als Ergebnis für Pro NRW am 25.05.2014 in seiner Heimatstadt. Dies wird wohl nur ein Wunschtraum bleiben. Die plastische Erzählung über das undemokratische Füllen seines Anwaltsbriefkasten mit menschlichen Exkrementen (vielleicht war es gar ein unzufriedener Mandant?) und der Lobgesang auf seine wegen Betrugs vor Gericht stehenden Spitzenfunktionäre Wolter, Wiener und Uckermann bringt garantiert keine zusätzliche Stimme, eher das Gegenteil ist der Fall.

Pro NRW-Vize und Spitzenkandidat Aachen - Karl Wolfgang Palm

Pro NRW-Vize und Spitzenkandidat Aachen – Karl Wolfgang Palm

Aachen: Laut mit gegenseitigen Beleidigungen
Für 18:30 Uhr war Pro NRW in Aachen angekündigt. Durch eine Blockade an der Blondelstraße durch nur 6 Gegendemonstranten verzögerte sich Palms Theaterstück um über eine Stunde und begann erst um 19:45 Uhr. Der vom Polizeidienst suspendierte Aachener Pro NRW-Spitzenkandidat und ProNRW Vize Wolfgang Palm wollte Tacheles reden. Dies missglückte wie vorausgesehen vollends. Den schon müden Wanderwahlkämpfern, die schon einige Stunden in den Knochen hatten (Bonn, Leverkusen) standen ca. 300 Gegendemonstranten gegenüber und veranstalteten die übliche Geräuschkulisse. Empfangen wurde der Aachener Spitzenkandidat, laut Ohrenzeugen, aus dem eher bürgerlichen Lager mit der Aussage: „Führer … wo ist die Gaskammer“. Auch in Aachen wurden keine Bürger/innen erreicht. Die einzige Ausbeute ist die wahrscheinlich anstehende Presse. Trotz gegenseitiger Beleidigungen verlief die Veranstaltung gewaltlos. Um ca. 21 Uhr war die Vorstellung zu Ende.

Kommentar
Wer nun gedacht hat, Beisicht oder sein Vize Palm würden bahnbrechende Wahlprogramme für die Kommunal- oder Europawahl bekannt geben, hat sich geschnitten. Wie schon erläutert der immer wieder kommunizierte Einheitsbrei, den selbst die Spitzenfunktionäre gebetsmühlenartig leiernd den eigenen Mitgliedern vorpredigen. „Würde es Euch nicht geben würde, müsste man Euch erfinden“, erklärt der Pro Vorsitzende den Gegendemonstranten in Leverkusen. „Ihr besorgt uns die nötige Presse“, ist sein Resümee. Da hat er wohl nicht ganz Unrecht, nur vergisst Beisicht offenbar, dass die Presse noch nie positiv war, sondern eher das Gegenteil. Früher fragte man sich: „wer soll diese Partei eigentlich wählen?“

Heute steht fest: „Keine Stimme für Pro Köln/NRW mit ihren Möchtegern-Politikern zur Kommunalwahl in Bonn, Leverkusen, Aachen und anderenorts, sowie für ihren Anführer Markus Beisicht zur Europawahl“ denn:

Pro NRW/Köln […]„sei über den bloßen Verdachtsfall hinausgehend als verfassungsfeindlich einzuschätzen, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW‘ missachten Menschenrechte, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ schüren Fremdenfeindlichkeit, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ verbreiten islamfeindliche Vorurteile, ‘Pro Köln e.V.’ und ‘pro NRW’ werten Minderheiten ab und grenzen sie aus.“[…], so der Verfassungsschutzbericht NRW 2012.

Vorab vielen Dank an unseren Mitarbeiter im Büro Aachen für die Bilder und seine Berichterstattung. Eine aussagefähige Bilderstrecke aus Leverkusen und Aachen folgt in den nächsten Tagen.

Ihr Ronald Micklich

Bonn-Bad Godesberg: Pro NRW´ler bedrohen Migranten

Pro NRW-Ratsmitglied in Bonn - Nico Ernst

Pro NRW-Ratsmitglied in Bonn – Nico Ernst

Plakatierzubehör Reizgas-Spray
Bei einer Plakatierungsaktion im Rahmen des EU-Wahlkampfes in Bonn Bad Godesberg ist es am Morgen zu einem Zwischenfall gekommen: Drei Mitglieder der rechtsextremen Partei ProNRW gerieten mit drei Bürgern mit Migrationshintergrund in Streit. Eines der ProNRW-Mitglieder zog im Laufe der Streitigkeit einen Gegenstand, der wie eine Pistole aussah. Es stellte sich heraus, dass es sich um ein Reizgas-Spray handelte. Die Polizei beendete die Auseinandersetzung und nahm die Personalien der Streitenden auf. Der Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Bedrohung, berichtet Radio Bonn/ Rhein Sieg.

Bonner Presse
„Mit mehreren Beamten hat die Polizei am Montagmittag auf der Bonner Straße einen eskalierenden Streit zwischen Mitgliedern der rechtspopulistischen Partei Pro NRW und einer Gruppe Migranten beendet. Dabei stellte die Polizei bei einem Pro-NRW-Vertreter ein pistolenähnliches Pfefferspraygerät sicher.

Der Vorfall ereignete sich gegen 11 Uhr vor dem Lebensmitteldiscounter an der Bonner Straße. Als die rund fünf Pro-NRW-Mitglieder dort Wahlplakate anbrachten, wurden sie von einigen Männern angesprochen, die sich an den politischen Aussagen der Partei zu stören schienen. Wie zu beobachten war, gewann der Streit rasch an Lautstärke und Aggression.

Kurz darauf griff ein Pro-NRW-Vertreter ins Auto und nahm eine Pfefferspray-Pistole zur Hand, die äußerlich einer Schusswaffe zum Verwechseln ähnlich sieht. In dem Moment schritten die Polizisten ein, die sich in der Nähe aufgehalten hatten. Der Ruf der Beamten („Das Ding auf den Boden!“) sorgte auf dem Kundenparkplatz für einiges Aufsehen, zu Handgreiflichkeiten kam es aber nicht mehr.

Während die Migranten dem Pro-NRW-Mann vorwarfen, sie mit der vermeintlichen Waffe bedroht zu haben, erklärte dieser ebenfalls, er habe sich bedroht gefühlt und verwies auf wiederholte Angriffe durch Gegner. Vor Ort kündigten beide Streitparteien an, einander anzeigen zu wollen. Die Polizei stellte das Pfefferspraygerät zur Prüfung möglicher juristischer Folgen für den Besitzer sicher. Vor vier Wochen hatte die Polizei bei einem Handgemenge an einem Pro-NRW-Stand auf dem Friedensplatz einschreiten müssen“, ist im Bonner Generalanzeiger zu lesen.

Duplizität der Ereignisse
Im August 2011 berichteten wir und der Bonner Generalanzeiger:

Auszug:„Bonn/Berlin. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte Polit-Gruppierung Pro NRW ist um eine Negativschlagzeile reicher: Ihr Bonner Kreisvorsitzender Detlev Schwarz (50) ist am Mittwochmittag nach einem Handgemenge in Berlin vorübergehend festgenommen worden.

Inzwischen ist er zwar wieder auf freiem Fuß, es wurden gegen Schwarz jedoch Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Was war passiert? S. hatte mit einem 42 Jahre alten Mann Wahlplakate in Steglitz geklebt, als sich ein im Libanon geborener Mann (32) beschwerte: Er hatte die Motive gesehen, eine rot durchgestrichene Moschee. Laut einer Pressemeldung der Berliner Polizei ergab sich deshalb ein Streitgespräch, in dessen Verlauf der 42-Jährige einen Hammerstiel ergriff und dem 32-Jährigen gedroht habe, ihn „totzuschlagen“. Als der 32-jährige Mann verängstigt die Flucht ergriff, habe ihn der Angreifer verfolgt.“ Vollständiger Artikel

Mittlerweile ist Detlev Schwarz in dieser Angelegenheit zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Ihr Ronald Micklich

Übelste Hetze auf Pro NRW – Hassblog

Hass AbartigWulfens Hass
[…] In Köln war es mal wieder ein Türke,… Immer das Gleiche, immer wieder Türken oder eben Migranten, die mit Gewalt uns hier in unserem eigentlich schönen Land bekämpfen und denken uns unterdrücken zu können. Nein rausschmeißen diese Idioten, diese scheiß Ausländer, … dann sind es für mich scheiß Ausländer, oder eben, wie in diesem Fall mal wieder, ein scheiß Türke!!! … Schon fast täglich immer wieder die Gleichen Nachrichten, mit durchgedrehten Türken oder eben, Ausländern aus dem arabischen Raum, oder eben Mosleme. Es reicht langsam mal, es muss mal ein Ende kommen mit diesen Idioten, die hier unsere Bevölkerung nach dem Leben trachten bzw. unschuldige Menschen einfach mal so umbringen, wie der heute verurteilte Marokaner, … dieser Idiot, … dieser Spinner, soll er doch abgeschoben werden. Laut der Nachrichten heute soll er auch nach 15 Jahren Gefängnis, abgeschoben werden, hoffentlich wird er auch abgeschoben, nur raus mit dem Schwein, kann ich da nur schreiben!!! […] (sic!)

Bei NRW rechtsaußen geoutet
Auf einem Info-Blog über „die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen“ gab es am 23.02.2012 unter der Überschrift „Notizen aus der „Pro“vinz Interessantes zu lesen:
[…] “An der Spitze stehen … der Kreisvorsitzende Detlev Schwarz, … in den Kommentarspalten eines Internetblogs, der eigentlich für die Rechtspopulisten werben soll, in diesem Fall aber unfreiwillige Einblicke in das Innenleben der extrem rechten Partei lieferte. Schwarz warf dort … Er schrieb dies unter dem Pseudonym „Wulfen“, das früher von einem Bonner „pro“-Sympathisanten verwendet worden war und das Schwarz nach eigenem Bekunden dann für seine Beiträge übernommen hatte. […] Quelle

Liest man den o. vollständigen Artikel, fallen gleich die eigenwillige Rechtschreibung und Grammatik von Wulfen auf. Auch das recht einfach gehaltene Vokabular mit den vielen Kraftausdrücken zeigt Parallelen zu Wulfens Text vom 05.04.2013 auf demselben Pseudonym-Blog ohne Impressum. Erste Hinweise auf die Identität von Wulfen gab es schon im Dezember 2011.

Kommentar
Der Text von Wulfen steht noch immer im Netz. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass auf einem Blog, auf dem jede kritische Anmerkung zu Pro NRW fast ausnahmslos der Zensur unterliegt und gelöscht wird, derlei Hasstiraden unkommentiert weiter der Öffentlichkeit zugemutet werden. Keiner der sonst so peniblen „Wächter“ hat hier etwas einzuwenden. Ein Dementi der Parteifunktionäre … Fehlanzeige. Hier gibt es offensichtlich Konsens in der Pro-Community.

Es ist augenscheinlich wie bei der Verbalentgleisung von Pro-Vorstandsmitglied Michael Gabel (wir berichteten); die Parteispitze beklatscht derartige Äußerungen auch noch.

So ist es nicht verwunderlich wenn der Verfassungsschutz Pro NRW als verfassungsfeindlich darstellt. Auch die Bezeichnung „rechtsradikal“ erscheint bei diesen Texten nicht als unangemessen.

Ihr Ronald Micklich