Mönchengladbach: Facebook-Outing – Stadt Mönchengladbach „gefällt“ Pro NRW

Screenshot Facebook

Screenshot Facebook

Mönchengladbach gefällt Pro NRW
Auf der offiziellen Facebook-Seite der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestuften Splitterpartei Pro NRW-Kreisverband Mönchengladbach befand sich ein „Gefällt mir“ mit der die Bürgerbewegten der Regierungsbehörde Mönchengladbach, mit Wappen und Gruppenfoto der Verwaltungsspitze im Bild, ihre Zuneigung bekundeten.

Aufmerksamer Bürger
Auch einem aufmerksamen Bürger ist dies aufgefallen. In einem Anschreiben an den SPD Oberbürgermeister Budde bat er darum dieses „Gefällt mir“ zu blockieren, da eben Dieses zu Fehlinterpretierungen führen könnte. Nachdem einige Vollprofis die nötigen Hinweise gaben, konnte die Facebookseite der Stadt Mönchengladbach aus der missverständlichen Liste entfernt werden.

Kommentar
Auch unsere Redaktion befand sich für eine Stunde auf dem Glatteis und dachte an ein „Gefällt mir“ von Seiten der Stadt. Diesen Faupax bittet die Redaktion zu entschuldigen. Die Stadt Mönchengladbach hat durch die Aufmerksamkeit eines besonnenen Bürgers mit einer schnellen, der Situation entsprechenden Reaktion dafür Sorge getragen, dass durch Facebook keinerlei Verbindung zwischen der Stadt Mönchengladbach und der vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestufte Kleinpartei Pro NRW hergestellt werden kann. Das „Gefällt mir“ der Bürgerbewegten ist blockiert und damit nicht mehr im Netz, da kann sich der selbsternannte Politiker ohne Mandat und Verantwortliche der Mönchengladbacher Pro NRW-Facebookseite, Dominik Roeseler, mühen wie er will.

Man wird nicht dadurch seriös, wenn man Gefallen an einer Facebook-Seite einer seriösen Verwaltung heuchelt oder einfacher ausgedrückt: „Ein rechtsradikaler Esel mit Krawatte und aufgesetztem Doktorhut“ bleibt erstaunlicher Weise nur ein Esel, wobei diese Erkenntnis ausdrücklich nichts mit der Person Roeseler oder Pro NRW zu tun hat und auch dem Esel nicht zu nahe getreten werden soll. Au Backe!

Ihr Ronald Micklich

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Pro NRW und NPD – Identische Werbeslogans, Sprüche, Ziele und Demoteilnehmer

Hilfe 2Einzigartig?
„Jetzt hilft nur noch Beisicht“
verkündet der Vierfachvorsitzende von Pro NRW seinen Besuchern auf der Leverkusener Pro-Internetseite. Beisicht versteht sich offenbar nicht nur als einzige Alternative in regionalpolitischen Fragen, sondern besonders mit seiner Partei als alleiniger Retter der Nation vor einer bevorstehenden Islamisierung Deutschlands und Europa, sowie jetzt aktuell vor einer angeblichen „Flutung deutscher Städte mit Sinti und Roma“ oder allgemein gehalten durch Asylbetrüger.

Gleiches nimmt auch die NPD für sich in Anspruch. „Jetzt hilft nur NPD“ verkünden die Rechtsradikalen auf ihrem Wahlplakat. Beide Parteien nehmen für sich in Anspruch, ihre Meinung wie ein Produkt mit einem einzigartigen Verkaufsversprechen USP (unique selling proposition) an den Mann/Frau zu bringen.  Dabei ist nicht nur die Werbung fast identisch. In den Reden der Akteure aus beiden Parteien finden sich immer wieder Parallelen.

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„Lieber Geld für die Oma als für Sinti und Roma“ und „Asylbetrug heißt Heimatflug“ sind nur zwei Beispiele für gemeinsam gegrölte Parolen. Auch „kein Asyl in Neumühl“ klingt irgendwie nach NPD. Die Banner wie „Es gibt kein Grundrecht auf Asylmissbrauch“ und Schilder wie „Ausländer rein, wir sagen nein“ sind von beiden Parteien mit fast inhaltsgleichen Verkündungen zu finden. Selbst die Logos wie das Anti-Moschee-Bild von Pro NRW findet sich auf NPD-Schildern wieder.

Jetzt, vor der kommenden Kommunalwahl hat man sich auf das Wahlkampfthema „Asylanten“ und  die angebliche „Massenhafte Armutszuwanderung aus Südosteuropa (hauptsächlich sogenannte Sinti und Roma“  wie im Pro NRW-Flyer zu lesen, eingeschossen. Das Thema Islamisierung schwelt derweil im Hintergrund.

Demo-Teilnehmer
Abgesehen von den ehemaligen NPD´lern Hüsgen, Ernst und Schmidt, die man ebenso wie die ex. Werbeikone der NPD Gerhardt auf fast jeder Demo antrifft, gab es offensichtlich sogar  NPD – Pro NRW-Wanderdemonstrantinnen. Die beiden jungen Damen in der Bildergalerie der WAZ (Bild 15) mit NPD-Fahne am Bahnhof Borbeck (9.11.2013) zu sehen, waren am selben Tag auch bei der Pro NRW Demo in Duisburg aktiv, dort allerdings mit Deutschlandfahnen ausgestattet. Entsprechendes Bildmaterial liegt der Bergischen Stimme vor, eine entlarvende Bildergalerie im Netz wurde entfernt.

Der Anteil von Teilnehmern aus dem rechtsradikalen Spektrum nimmt erkennbar kontinuierlich zu. Pro NRW ist offensichtlich für Jeden der „mitmachen will“ offen und dankbar.

Resümee
Betrachtet man Pro NRW und die NPD in Beziehung auf die derzeitige Wahlkampf-Propaganda ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Beisicht beteuert zwar immer wieder gebetsmühlenartig und träumt es offenbar schon:

 Wir sind nur in einem Punkt radikal: In der Abwehr des Extremismus von rechts und links!“ und bezeichnet die NPD als „Narrensaum“.

Dabei haben NPD und Pro NRW doch so viel gemeinsam. Auszüge aus dem Verfassungsschutz-Bericht 2012:

„Pro Köln e.V.“ und „pro NRW“ werden vom Verfassungsschutz beobachtet, weil bei diesen Gruppierungen tatsächliche Anhaltspunkte für eine verfassungsfeindliche Bestrebung vorliegen.“ (Wie bei der NPD)

Auf einer Linie mit der NPD liegt die Forderung der Jugendabteilung von ‚pro NRW‘, ‚Jugend pro NRW‘, „Ausbildungsplätze zuerst für Deutsche!“ (aus dem Flyer der ‚Jugend pro NRW‘ „Eine starke Rechte für NRW“). Von der NPD ist die Parole „Arbeitsplätze zuerst für Deutsche“ seit Jahren bekannt.“ (Hervorhebungen durch Redak.)

Alles klar? Sie haben am 25. Mai 2014 die Wahl.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: Neuzugänge von REP und Piraten

Screenshot Potpourri

Screenshot Potpourri

C.v.M. der Parteien-Hopper
Der „selbsternannte Politiker“ Christopher von Mengersen (C.v.M.) hat anscheinend diese Woche Post von seiner ex.(?) Partei (REP) bekommen. Wie aus zuverlässigen Kreisen zu erfahren war, soll ein Parteiausschlussverfahren gegen Mengersen eingeleitet worden sein. Unangenehmeres folgt möglicherweise, oder ist schon zugestellt. Die veränderte Darstellung auf seiner Facebook Seite könnte dem Rechnung tragen. Dort betitelt sich der Parteien-Wandervogel, der in überschaubarer Zeit bei „der Freiheit“, den Republikanern und bei einigen Gastspielen der German Defence League zu sehen war als Politiker, und zumindest bis zum 08.03.2013 als „Gründungsmitglied des Ring freiheitlicher Jugend“ und „Mitglied der Partei „Die Republikaner“. Heute lautet seine Referenz bei Facebook: stv. Bundesvorsitzender „Ring freiheitlicher Jugend Deutschlands“ und Vorstandsmitglied der Bürgerbewegung Pro NRW.

Mengersen Interview am 20.01.2012 auf dem Pro-Schmuddelblog
Auszug: „
Ich möchte ehrlich […] sein. Ich nehme den Hauptfunktionären der PRO-Bewegung, die früher bei der NPD oder anderen rechtsextremistischen Vereinigungen aktiv waren, ihr nun zur Schau gestelltes Demokratiebewusstsein nicht ab. Ich bin der Auffassung, dass jemand, der bei der NPD einen Funktionärsposten bekleidet hat, das Weltbild dieser Partei auch zur Gänze teilt. Eine Weltanschauung lässt sich nicht so einfach ablegen, das zeigt sich auch bei den Erben der SED. Da ich jedwede Form des politischen Extremismus gleichermaßen ablehne, halte ich Abstand zur PRO-Bewegung. […] Ich zweifle stark an ihrer demokratischen Gesinnung. Moralisch kann ich daher eine Kooperation mit PRO nicht verantworten.

Kommentar
So, so, der selbsternannte Politiker ohne Mandat, C.v.M., der noch vor gut einem Jahr am Demokratieverständnis von Pro NRW zweifelte und Abstand zur Pro-Bewegung halten wollte, ist nun Beisitzer im Vorstand dieser Partei. Von geradliniger Denkweise kann hier wohl weniger ausgegangen werden. Nun steht C.v.M. Piratenfähnchen schwenkend in der Reihe seiner neuen Freunde von Pro NRW.

Ex. Piraten bei Pro NRW
“Doppelmitgliedschaften in der Piratenpartei und in einer Organisation oder Vereinigung, deren Zielsetzung den Zielen der Piratenpartei Deutschland widerspricht, dulden wir nicht. Sie widersprechen dem Grundsatzprogramm und damit dem Selbstverständnis der Piraten. Wir werden gegen solche Personen in jedem Fall Parteiausschlussverfahren einleiten, sofern sie überhaupt Mitglied bei den Piraten sein sollten. Rechtsextremes Gedankengut, wie bei pro NRW oder pro Köln, tolerieren wir nicht.” sagt Christina Herlitschka, stellvertretende Vorsitzende der Piraten NRW.“ Quelle

Kommentar
Damit hat sich das Thema Doppelmitgliedschaft für Oliver Wesemann und Konsorten erledigt. Das ex. Piratenmitglied Andreas Winkler liegt schon länger ad acta. Sein Name wird offensichtlich nur noch temporär für ProPaganda-Zwecke benutzt. Politisch ist von Winkler wohl eher nichts zu erwarten, nachdem ihn seine kriminelle Vergangenheit eingeholt hat. Obwohl, Pro NRW hat ja augenscheinlich keine Probleme mit vorbestraften Mandatsträgern in ihren Reihen.

Die Auftritte der Pro-Demonstranten bei den letzten Veranstaltungen mit der Piratenfahne dient ausschließlich der ProPaganda. Presse ist eben alles, und diese soll mit maximaler Provokation erreicht werden. Gegenüber den Piraten, die sich klar von Pro NRW distanziert haben, ist solches Vorgehen einfach nur schäbig. Dies ist eben die Handschrift der Bürgerbewegten. Die beiden Neumitglieder in der Splitterpartei merken anscheinend nicht wie sie instrumentalisiert werden. Wie sollten sie auch? Zu kurz in der Partei, keine Erfahrung, max. hofiert, der Aufprall nach dem Absturz wird um so heftiger. Beispiele gibt es genug.

Ihr Ronald Micklich

Wuppertal: Polizei genehmigt Pro NRW Demo

Moschee rechts, geplanter Neubau links gegenüber

Vorführung genehmigt
Die Demonstration der verfassungsfeindlichen Splitterpartei Pro NRW und anderer Kleingruppierungen gegen den geplanten Neubau einer Moschee an der Gathe, wurde von der Wuppertaler Polizei unter Auflagen genehmigt. „Wir haben ein Verbot geprüft, mussten dann aber genehmigen“, sagte Polizeisprecher Alexander Kresta. Pro NRW darf jedoch nicht wie gewünscht auf der Gathe demonstrieren, sondern muss eine andere Strecke wählen. Zudem ist das Zeigen von Mohammed-Karikaturen während der Demo verboten worden. Quelle

Kommentar
Der wohl wieder aufgebaute Pferch für die Demonstranten soll 160 m vor dem geplanten Baugelände errichtet werden. Wer die Örtlichkeiten kennt, weiß dass es kein Schaulaufen für die Demonstranten werden wird. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit können dann die Newcomer Ihre Meinung den mitgereisten Dauerdemonstranten aus ganz Deutschland erzählen. Angekündigt haben sich laut Internet bis jetzt ca. 133 Teilnehmer, die Tony Xaver Fiedler, Multijugendbeauftragter von Pro NRW, händeringend zur Teilnahme animiert. Eine Blamage wie üblich, mit nur 40 Teilnehmern wie zuletzt in Bonn, will man sich offensichtlich nicht leisten.

Wie viele Teilnehmer am Samstag dem 27.10.2012 ab 12:00 Uhr in Wuppertal, nähe Moschee Gathe, wirklich erscheinen, bleibt abzuwarten.
Ob der Vierfachvorsitzende wieder auf maximale ProVokation setzt ist ebenfalls ungewiss. Sollte es möglich sein, dass noch Zeichen und Wunder geschehen und Markus Beisicht ob des Widerspruchs aus den eigenen Reihen diesmal seinen Kopf nicht durchsetzt und auf die Westergaard Karikatur verzichtet? Hat der Abgang mehrerer Mitglieder wenigstens in dieser Frage zur Besinnung geführt? Unwichtige Bilderträger wie Christopher von Mengersen und Tony Xaver Fiedler haben Ihr Kommen jedenfalls schon angekündigt. Lassen wir uns überraschen.

Ihr Ronald Micklich