Radevormwald: 50 Rumänen eingewandert – Pro NRW sendet SOS

RadevormwaldHintergrund
Eine Großfamilie aus Rumänien ist Gesprächsthema in Radevormwald. Die angeblich 50-köpfige Familie ist  etwa Mitte Juli unerwartet in die Stadt gekommen und hat ein Mehrfamilienhaus in einer ruhigen Siedlung bezogen. Wie bei Radio Berg zu erfahren war, zahlt die Großfamilie die Miete aus eigener Kraft, die Rumänen beziehen keine Sozialleistungen. Die Leute seien „sauber“ haben die Anwohner der Presse gesagt, dennoch machen die Fremden Angst: Man sorgt sich, sie könnten kriminell sein. Offiziell beschwerten sich Anwohner bei der Stadt: Die Rumänen seien laut, bis in die Nacht hinein sollen sie angeblich vor der Tür feiern. Die Polizei hat aber noch keine Einsätze wegen Ruhestörung gefahren. Quelle

Steilvorlage
Die Kommunalwahlen 2014 stehen vor der Tür. Nach einem herben „Rückschlag“, (am 25. April 2012 hatte es einen großangelegten Polizeieinsatz gegeben, bei dem rund zwanzig Wohnungen in Radevormwald und auch das Fraktionsbüro von „Pro NRW“ im Haus Burgstraße 8 durchsucht worden waren. Umfangreiches Datenmaterial, Computer, aber auch Waffen wurden sichergestellt), endete die Affäre mit dem Rausschmiss des Fraktionsvorsitzenden Tobias Ronsdorf. Pro NRW stand vor dem politischen Aus in Rade.

So wie die Tragödie in Fukushima den „Grünen“ einen gewaltigen Wählerzuwachs bescherte, möchte Pro NRW augenscheinlich von den Ereignissen in Radevormwald profitieren und neue Wähler akquirieren. Die Marschrichtung ist wie immer durchschaubar. Mit Flugblättern werden die Fremden pauschal diffamiert und in die kriminelle Ecke gestellt. Es wird versucht, sich als einziger „Retter“ aus dieser scheinbar „ausweglosen Situation“ darzustellen.

Sondersitzung beantragt
Unter der Überschrift „Maßnahmen zur Befriedung der nachbarschaftlichen Situation in Dahlerau“
hat Pro NRW eine Rat-Sondersitzung beantragt, in der folgende Forderungen gestellt werden:

Es sind „sofortige Maßnahmen zur Befriedung der durch „südosteuropäische Migranten“ entstandenen katastrophalen Situation in Dahlerau durchzuführen.  Hier ist mit allen ordnungsbehördlichen Kräften wie der Polizeibehörde, dem Ordnungsamt und dem Jugendamt ein Maßnahmenkonzept zu erstellen, welches eine umgehende Verbesserung der nachbarschaftlichen Situation zur Folge hat. Zudem findet eine ausgiebige Bürgeranhörung statt.“

In der Begründung des Antrages spricht Pro NRW von „mehreren Dutzend südosteuropäischer Migranten“, bei denen es sich dem äußeren Anschein und dem Benehmen der Personen nach, um eine sogenannte landfahrende ethnische Minderheit, die offensichtlich dem Volk der Sinti und/oder Roma angehört“ handeln soll. Es sei bekannt, „dass diese ethnische Minderheit eine gänzlich andere Vorstellung von nachbarschaftlichem Zusammenleben, von Ordnung und Sauberkeit und von persönlichem Eigentum hat. Dadurch kommt es „zu massiven Beeinträchtigungen der Lebensqualität normaler Anwohner“, so Pro NRW weiter.

Verzweifelt hätten sich mehrere Bürger schon an die städtischen Ordnungsbehörden gewandt, ein Ergebnis, das zur Verbesserung der Situation führte, sei bislang nicht feststellbar. Aus diesem Grunde hätten nun mehrere Anwohner die Hilfe von Pro NRW gesucht, und berichten über nachfolgende Ereignisse, die als Begründung für die geforderte Sondersitzung herhalten müssen:

1.) Am 19.07.2013 um 22.40 Uhr sollen 3 Schüsse gefallen sein

2.) Unter anderem am 29.07. soll ein Balkon zum einem Minarett umfunktioniert worden sein, von dem aus die Umgebung beschallt wurde

3.) Es kommt zu Diebstählen von sogenanntem „Elektroschrott“ (Redak.: Durch wen?)

4.) Durch beinahe tägliche regelrechte Grillfeste, die vornehmlich abends und nachts stattfinden  kommt es zu Lärm und anderen Emissionen. Außerdem wurden hierbei durch nicht sachgerecht entsorgten Grillresten bereits Ratten angelockt (Redak.: Wer grillt bei diesem Wetter nicht? Wegen dem Lärm Anzeige erstattet?)

5.) Mehrere ältere KFZ, die in einem miserablen technischen Zustand sind, verlieren Öl. Ein Fahrzeug mit einem zeitlich limitierten und bereits abgelaufenen Überführungskennzeichen wird seit Wochen benutzt. (Redak.: Wer sind denn die Halter der öltropfenden Fahrzeuge? Anzeige erstattet?)

6.) Verwahrlosungstendenzen treten insbesondere bei den Jugendlichen und Kindern auf. Es kommt zu aggressiven Betteleien. (Redak.: Wer hat die Verwahrlosung denn festgestellt?)

7.) Es wurde seitens der jugendlichen Migranten versucht, spielenden Kindern ihr Spielgerät zu entwenden. (Redak.: Anzeige erstattet?)

8.) Auch außerhalb der „Öffnungszeiten“ wird der Sportplatz widerrechtlich genutzt (Redak.: Von wem?)

In der Ortschaft wird mittlerweile gemunkelt, dass weitere „südosteuropäische“ Migranten im Anmarsch seien und ein weiteres Haus besetzen würden. Es herrscht Angst, Frust und Verbitterung ob der unhaltbaren Zustände.  Einige Bürger haben bereits resigniert und wollen ausziehen.

Kommentar
Bewiesen ist offenbar noch überhaupt nichts. Die angeblichen Aussagen der Anwohner werden alle im Konjunktiv gehalten. Roß und Reiter werden nicht benannt, Anzeigen liegen keine vor und es gab auch keine Einsätze der Polizei wegen Ruhestörung.

Berücksichtigt man den Dateinamen des Pro NRW-Antrages „Andre-1.doc“, der mittlerweile wieder aus dem Netz genommen wurde, könnte der Gedanke an Andre Hüsgen als Autor aufkeimen. Der ex. NPD´ler aus Ennepetal, jetzt neuer Pro NRW Funktionär, fungierte schon öfter als Souffleur für die Rader Pro-Fraktion. Die auch aus anderen Schriftstücken bekannte, eher bescheidene Grammatik, liefert ein weiteres Indiz.

Ob der Radevormwalder-Rat ob dieses schwachen Antrages, der nach § 47 GO NRW gestellt wurde, tatsächlich am 13. oder 14.08.2013 zu einer Sondersitzung einberufen wird, ist unklar. Im Terminkalender des Ratsinformationssystem ist jedenfalls kein Hinweis zu finden. Eine Bestätigung durch die Verwaltung liegt auch nicht vor.

Ihr Ronald Micklich

Radevormwald: Zitterpartie endet positiv für Pro NRW

RadevormwaldFraktionsstatus zurück erlangt
Einen Paukenschlag nennen die Propagandisten den erneuten Fraktionsstatus für Pro NRW im Radevormwalder Rat. Freuen wird sich der Fraktionsvorsitzende Udo Schäfer über den unerwarteten Geldregen durch die nun verdoppelte Aufwandsentschädigung sowie der von Stelle 11 der Reserveliste nachgerückte Uwe Rohde-Müller über das einfache Zubrot. Ob die Rader-Bürger auch politisches Kapital aus dieser Formation zu erwarten haben, ist eher nicht anzunehmen.

Neubesetzung der Ausschüsse
Jedem Unterstützer sein Pöstchen. Die Plätze am Tisch sind wieder frei. Es dürfte spannend werden, ob die „alten“ Ausschussmitglieder wieder in Amt und Würden gelangen.

Kommentar
Es sind eindeutige Signale die in Radevormwald gesetzt wurden. Nachdem Ronsdorf und Vogt die Partei verlassen hatten, rückte Udo Schäfer als Einzelmandatsträger im Rat nach. Durch Ronsdorfs Umzug in eine andere Stadt kam dann die Chance für einen Nachrücker. Der auf Platz 11 der Reserveliste aus 2009 geführte Uwe Rohde-Müller brachte die Erlösung. Neun vor Rohde-Müller platzierte Listenplatz-Inhaber waren entweder verzogen, verstorben, aus der Partei ausgetreten oder hatten einfach keine Lust mehr auf Pro NRW. Wer will es Ihnen verdenken. Dies ist wahrhaftig ein Paukenschlag.

Für Alle die es genau wissen möchten, hier die Listen der Bewerber für den Stadtrat Radevormwald und den Oberbergischen Kreistag.

Ihr Ronald Micklich

Radevormwald: neues von Pro NRW im Rat

Screenshot Ratsinfo-System

Screenshot Ratsinfo-System

Ronsdorf gibt Mandat zurück / Nachfolger?
Tobias Ronsdorf hat sein Mandat am 30.01.2013 zurückgegeben. Auf Anfrage der Bergischen-Stimme erklärte der Bürgermeister aus Radevormwald Dr. Josef Korten zum weiteren Verfahren:

„die Nachfolgebesetzung erfolgt über die Reserveliste zur letzten Kommunalwahl von ProNRW. Im Moment wird eruiert, welche Personen dort aufgeführt sind und – der Reihe nach abgefragt – das Mandat annehmen oder ablehnen.“

Pro NRW im Rat
Am 02.10.2012 bestätigte der ehemalige Fraktionschef von Pro NRW in Radevormwald, Tobias Ronsdorf, die Auflösung der Fraktion. Ronsdorf behielt seinen Sitz im Rat als parteiloses Mitglied. In der Folge verloren die Pro-Ausschussmitglieder wegen des fehlenden Fraktionsstatus ihre Mandate. Wir berichteten hier und hier.

Kommentar
Es bleibt abzuwarten, ob sich nach den katastrophalen Ereignissen in Radevormwald überhaupt noch eine Person findet, die auf der Reserveliste stand und jetzt für Pro NRW in den Ring steigen will. Bislang schweigen jedenfalls die ProPaganda-Lautsprecher in Köln. Gäbe es eine Rückkehr in den Fraktionsstatus in Radevormwald, wäre dies mit Pauken und Trompeten in alle Täler des Bergischen Landes verkündet worden. Wir bleiben am Ball.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: Was ist eigentlich aus der KPV PRO geworden?

KPV PROGründung
Am 14.06.2011 wurde die kommunalpolitische Vereinigung der Pro-Bewegung (KPV PRO) im Leverkusener Forum gegründet. Es wird von 30-40 Teilnehmern der Gründungsveranstaltung berichtet. (Unser Artikel).

Akteure
Jörg Uckermann, stellvertretender Vorsitzender von „pro NRW“, stellvertretender Vorsitzender der „pro Köln“-Ratsfraktion und Beisitzer im „pro Köln“-Vorstand fungiert als Präsident der KPV PRO. Als Stellvertreter wurde der Gelsenkirchener „pro NRW“-Fraktionsvorsitzende Kevin Gareth Hauer gewählt.

Außerdem gehörten das Kölner Ratsmitglied Bernd M. Schöppe als Schriftführer sowie Markus Hintz, Norbert Back, Tobias Ronsdorf, Stephan Hövels, Susanne Kutzner und Ulrich Manes als Beisitzer dem Vorstand an. Der ex. NPD´ler André Hüsgen vervollständigt  als Mehrfach-Geschäftsführer die Runde.

Als Beiratsvorsitzender der KPV PRO wurde der Mitarbeiter der „pro Köln“-Ratsfraktion Gereon Breuer gewählt. Aufgepeppt wurde der Beirat im August 2011 durch Dr. Christoph Heger, Dr. Otto Ernst, Dr. Manfred Linn und der Regierungsrätin a.D. Gabriele Mathieu.

Ziele der KPV PRO
Bereitstellen einer Plattform für freiheitlich-konservativ denkenden Kommunalpolitiker in ganz Deutschland, die als Kompetenzzentrum für Organisation und bürgernahe Kommunalpolitik dient. Schulung und Ausbildung kommunalpolitischer Nachwuchskräfte auch für Kommunalpolitiker aus Wählervereinigungen die nicht zur PRO-BEWEGUNG gehören.

So tönte die KPV PRO in ihrem letzten Beitrag am 17.01.2012! (Vorstand beschließen Seminar- und Bildungsprogramm):

Der Beirat und der Vorstand … der KPV PRO haben Ende vergangener Woche ein umfangreiches Seminar- und Bildungsprogramm beschlossen. Kernbestandteil des Programms ist die Schulung der freiheitlichen Mandatsträger in den Bereichen Rhetorik, Anforderungen des Mandats und Öffentlichkeitsarbeit. Damit ist das Seminarprogramm auch für die Mitglieder der PRO-Bewegung besonders geeignet, die für die Kommunalwahl 2014 ein kommunales Mandat anstreben.

Kommentar
Viel war bisher nicht zu hören, von der mit großem Getöse propagierten KPV PRO. Spötter nennen sie auch die „kommunalpolitischen Versager“. Ganze 17 Beiträge finden sich seit Juni 2011 auf der Internetseite, dessen Betreiber der kürzlich zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Bruder des KPV Präsidenten Jörg Uckermann ist, wieder. 10 Beiträge wurden im August 2011 eingestellt, 7 Beiträge stellen den Rest. Seit einem Jahr ist nichts mehr zu vernehmen.

Der „wissenschaftliche Beirat“ aus Doktoren und Regierungsrätin bröckelt. Gereon Breuer ist aus der Partei ausgetreten, die Position von Dr. Linn ist unklar (wir berichteten).

Ebenso erodiert der Vorstand. Die Beisitzer Norbert Back und Tobias Ronsdorf haben Pro NRW verlassen. Bernd Schöppe scheint politisch recht inaktiv. Ob er auch nur eine Minute seiner Zeit in der KPV vergeudet ist nicht anzunehmen.

Hätten die Strategen von Pro NRW/Köln auch nur einen Mandatsträger einer anderen Partei für sich gewinnen können, würden es die Pro-Trompeten aus Köln sicher lautstark verkündet haben. Gehört hat man nichts. So ist auch hier wieder viel ProPaganda gemacht worden um Aufmerksamkeit zu erhaschen und sich gegenüber den unbedarften Mitgliedern als tolle Partei darzustellen, die ihren Mitgliedern z. B. politische und rhetorische Schulungen durch „Wissenschaftler“ ermöglicht. Die öfter recht einfältige politische Arbeit der Mandatsträger spiegelt dies leider nicht wieder.

Essenz „KPV PRO“: nur eine weitere nutzlose Internetleiche. Warum wird sie nicht beerdigt?

Ihr Ronald Micklich

Radevormwald: Verwaltung entsorgt – Pro NRW behält nur einen Mandatsträger –

AusschusstonnePro NRW wird entsorgt
Am 11.12.2012 findet in Radevormwald um 16:00 Uhr die 17. Sitzung des Rates statt. Unter dem Tagesordnungs-punkt 5 „Besetzung von Ausschüssen und Gremien“ will die Verwaltung das Ratsgefüge bereinigen. Laut dem Verwaltungsvorschlag sollen alle ehemaligen Pro NRW-Akteure ihre Mandate verlieren.

Der Rat der Stadt beruft folgende Personen aus den genannten Gremien ab:
– Lisa Leonhardt aus dem Integrationsrat
– Udo Schäfer und Sigrun Römerscheidt aus dem Seniorenbeirat
– Udo Schäfer und Joachim Bötte aus dem Ausschuss für Eigenbetriebe und Beteiligungen
– Udo Schäfer und Sigrun Römerscheidt aus dem Ausschuss für Schule und Kultur
– Tobias Vieregge und Sigrun Römerscheidt aus dem Ausschuss für Soziales, Sport und Tourismus
– Tobias Vieregge und Sigrun Römerscheidt aus dem Ausschuss für Umwelt, Stadtentw.und Verkehr
– Udo Schäfer und Sigrun Römerscheidt aus dem Bauausschuss
– Tobias Ronsdorf und Udo Schäfer aus dem Hauptausschuss
– Sigrun Römerscheidt und Beate Bötte aus dem Jugendhilfeausschuss
– Udo Schäfer und Tobias Ronsdorf aus dem Rechnungsprüfungsausschuss
– Udo Schäfer und Lara Djokic aus dem Wahlausschuss

Udo Schäfer hat die Mitgliedschaft als beratendes Mitglied im Bauausschuss beantragt. Diese steht ihm laut GO zu und kann nicht verweigert werden. Tobias Ronsdorf wird nach eigenen Angaben keinen diesbezüglichen Antrag stellen.

Erläuterungen
Die ProNRW-Fraktion hat sich zwischenzeitlich aufgelöst. Insofern bestehen die rechtlichen Voraussetzungen für die Mitgliedschaften in den Ausschüssen und Gremien nicht mehr. Der Rat kann deshalb die nach § 58 GO bestellten und beratenden Mitglieder abberufen. Wahlausschuss, Rechnungsprüfungsausschuss und Aufsichtsrat Bäder GmbH können aufgelöst und neu gebildet werden. Es wird davon ausgegangen, dass die von den Fraktionen bei Neubildung von Ausschüssen einzureichenden Listen, die jetzige Besetzung der v.g. Gremien wiederspiegeln. Die bisherigen Sitze der ProNRW-Fraktion fallen an die CDU-Fraktion.

Kommentar
Morgen findet nun die von den etablierten Parteien angestrebte „Bereinigung“ statt. Bis auf Udo Schäfer als Ratsmitglied ist Pro NRW in Radevormwald „Geschichte“.

CDU, SPD und Freunde haben die Bürgerbewegten in Radevormwald geradezu vorgeführt. Das Antragsrecht für Pro NRW ist futsch. Dass dabei auch der parteilose Tobias Ronsdorf und der „Linke“ Peter Fritz Ullmann betroffen sind, kann getrost als „Kollateralschaden“ abgehakt werden.

Ärgerlicher ist wahrscheinlich der Verlust der Aufwandsentschädigungen für die geschassten Mandatsträger. Auch das Zubrot ist Vergangenheit. Verschwinden werden ebenso die Namen der „Ehemaligen“ aus den Listen. So z.B. die eMail-Adresse von Beate und Joachim Bötte, die irritierender Weise mit Claudia Gehrhardt ät pro-nrw.net angegeben wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Die ProPaganda-Maschinerie versucht selbst dieses Desaster noch als Erfolg zu verkaufen. So ist auf der Hauptseite der Bürgerbewegten zu lesen:

“[…] Diesen PRO-NRW-Effekt, also mitbestimmen aus der Opposition heraus, erleben wir landesweit immer wieder. Besonders in Rade gelingt es uns aber, die Altparteien regelrecht vor uns her zu treiben. Ein schöner Erfolg für PRO NRW … PRO NRW wählen lohnt sich also doch!”[…]

Da kann man sich nur ungläubig an den Kopf fassen. Wer treibt hier wen vor sich her? Der Wähler von 2009 ist betrogen. Eine wirkungsvolle Vertretung im Rat der Stadt existiert nicht mehr. Wer will diese Propaganda-Polit-Versager noch wählen? Und was bitteschön, soll der Lohn dafür sein?

Ihr Ronald Micklich

Radevormwald: Antragsrecht für Einzelmandatsträger soll aufgehoben werden

RadevormwaldTauziehen um Antragsrecht
„Die bürgerlichen Parteien haben kurzfristig einen Antrag zur nächsten Ratssitzung am 11.12.2012 eingereicht, den „pro NRW“ bereits 2011 gestellt hatte. Ziel ist es, fraktionslosen Mitgliedern das Antragsrecht zu nehmen“, ist im Stadtnetz Radevormwald zu lesen. Das Gejammer bei den „Linken“ ist groß.

Antrag von UWG, CDU, SPD und FDP
Sehr geehrter Her Bürgermeister,

wir beantragen den Paragraphen 3 der Geschäftsordnung zu ändern:

§ 3 Aufstellung der Tagesordnung:
Der Bürgermeister setzt die Tagesordnung fest. Er hat dabei Vorschläge aufzunehmen, die ihm in schriftlicher Form spätestens am 10. Tag vor dem Sitzungstag von mindestens einem Fünftel der Ratsmitglieder oder einer Fraktion vorgelegt werden.

Begründung:
Der Paragraph 48 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalens sieht vor, dass der Bürgermeister die Tagesordnung festsetzt. ,,Er hat dabei Vorschläge aufzunehmen, die ihm innerhalb einer in der Geschäftsordnung zu bestimmenden Frist von einem Fünftel der Ratsmitglieder ader einer Fraktion vorgelegt werden. “ Diese Regelung wird in die Geschäftsordnung des Rates der Stadt Radevormwald übernommen. Screenshot Antrag

Kommentar
Es kommt wie es kommen musste. Jetzt kommt der „Polit-Profi“ André Hüsgen doch noch zum Zuge, leider zu spät. Hat er seine Niederlage in gleicher Angelegenheit im Rat der Stadt Ennepetal einstecken müssen (wir berichteten), geht der Schuss nun in Radevormwald nach hinten los. Da Pro NRW nur noch ein Ratsmitglied stellt, verliert dieses nun auch das Antragsrecht, sollte für eine Änderung der Geschäftsordnung gestimmt werden. Und dies ist so sicher wie das „Amen“ in der Kirche.

Ihr Ronald Micklich

Pro NRW: Doppelmoral par excellence

Ratsherr aus Ennepetal André Hüsgen

Ratsherr aus Ennepetal André Hüsgen

Hüsgen mit kontraproduktivem Antrag
Ein Klos wird dem ex. NPD´ler und jetzigem Pro NRW Mitglied André Hüsgen im Halse stecken, wenn die Ratsmitglieder in Ennepetal seinen Antrag auf Erstellung eines unabhängigen Rechtsgutachten in Sachen Fraktionsstatus der neu gegründeten CDE (Abspalter der CDU) ablehnen werden. Am Fraktionsstatus der CDE gäbe es keinen Zweifel, so die Verwaltung. Hintergründe

Fraktionsstatus für Einzelmandatsträger soll entfallen
Mit der Gemeindeordnung (GO) und gerade dem § 48 Abs. 1 Satz 2 GO NRW sollte sich der „Unterstützer und Mentor“ der ehemaligen Ratsfraktion von Radevormwald unter Tobias Ronsdorf eigentlich auskennen. Trotzdem stellt Pro NRW in Radevormwald am 12.04.2011 einen Antrag auf Änderung des § 3 der Geschäftsordnung des Rates der Stadt Radevormwald, in einer sofort  einzuberufenden Sitzung. Ziel: dem ungeliebten „Linken“, soll das Antragsrecht entzogen werden.

Begründung:

„Der Gesetzgeber hat nicht ohne Grund in der Gemeindeordnung des Landes NRW (u.a. §54) eine gewisse Privilegierung der Fraktionen vorgesehen. Man kann hier durchaus interpretieren, daß es nicht gewollt ist, extremistischen Splittergruppierungen Gelegenheit zur Lähmung der Ratsarbeit zu geben. Auch in allen anderen Städten des Oberbergischen Kreises, sowie allen Nachbarstädten Radevormwalds ist es laut den jeweiligen Geschäftsordnungen allein den Fraktionen, sowie einem Fünftel der Ratsmitglieder vorbehalten, Anträge zur Tagesordnung zu stellen.“

Der Schuss ging nach hinten los. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt.

Fraktionsstatus für Einzelmandatsträger soll beschlossen werden
Am 22.12.2011 stellte dann der Politprofi einen Antrag zum gleichen Thema in Ennepetal. Bürgerantrag : Antragsrecht für Fraktionslose Ratsmitglieder, Änderung des § 3 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Rates.

Begründung:

„Der Rat in unserer Nachbarstadt Radevormwald hat seine gängige Praxis, auch fraktionslosen Abgeordneten Antragsrecht einzuräumen, in seiner vorletzten Sitzung eindrucksvoll bestätigt.“

Die Dreistigkeit des Antragstellers ist kaum zu toppen. Auch dieser Schuss ging erwartungsgemäß nach hinten los. Der Hauptausschuss hat den Hüsgen-Bürgerantrag am 24.01.2012 abgelehnt, und die Angelegenheit damit erledigt.

Kommentar
Und nun sollen auch noch die Ratsmitglieder der CDE im Rat der Stadt Ennepetal Fraktionsstatus und somit Antragsrecht erhalten. Das geht doch gar nicht, oder? Was der ex. NPD´ler auch anpackt, nichts will ihm gelingen. Da steckt doch sicher eine politische Verschwörung hinter, gelle?

Vielleicht hätte die Lektüre des Beschlusses des OVG NRW, vom 18.8.2011 – 15 A 1574/11 -; I. Instanz: VG Aachen – 4 K 628/10 – bei den Antragstellern für die notwendige Erleuchtung gesorgt. Offensichtlich waren die vier Seiten Text zu lang oder zu kompliziert oder sie waren trotz einer Armada von Anwälten schlicht und einfach nicht bekannt.

Mit Ruhm hat sich Pro NRW hier sicher nicht bekleckert. Schon gar nicht der Wunschtraum-Fraktionsvorsitzende aus Remscheid ab 2014, André Hüsgen. Wer soll solche “ Mache es mir passend“ Hobby-Politiker wählen? Es gilt weiterhin das alte Sprichwort: „ Es ist leichter die Verdauung eines Anderen zu fördern, als die Beförderung eines Anderen zu verdauen.“

Ihr Ronald Micklich