Pro NRW: Blamage in Bonn – Demo unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Bürgerbewegte Bonn 2013Hoffnung zerstört
Der ProPagandalautsprecher aus Köln verkündete noch am gestrigen Samstag auf der hauseigenen Internetpräsenz:

Die Kundgebung, zu der natürlich nicht nur Mitglieder der PRO-Bewegung herzlich eingeladen sind, wird um 13.00 Uhr auf dem Theaterplatz beginnen. PRO NRW hofft mit mehereren hundert Teilnehmern.“ (sic!)

Leider hat sich diese Hoffnung einmal mehr nicht erfüllt. Von wegen mehrere Hundert Teilnehmer. Schlappe 80 Pro-Dauerdemonstranten hatten sich in Bonn eingefunden, um den Worten Ihrer Führer zu lauschen. Dazu wurden sie aus ganz NRW herbei gekarrt. Selbstverständlich war auch Kevin Hauer, stellvertretender Vorsitzender aus Gelsenkirchen anwesend.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurden die immer selben Worthülsen von den immer gleichen Rednern ausschließlich an die Bürgerbewegten gerichtet. Nur die ca. 30 anwesenden Journalisten und die etwa 100 Polizisten im Kernbereich der Veranstaltung, mussten sich die Phrasen anhören. Neues war nicht zu erfahren. Von Passanten keine Spur, auch Salafisten waren keine zu sichten.

Gegendemonstranten Bonn 2013Gegendemonstranten
Etwa 250 Gegendemonstranten hatten sich auf Sichtweite den Pro´lern gegenüber positioniert. Mit Fahnen und Transparent bekundeten sie ihrem Unmut über die Islam-Allergiker und ihre Propaganda lautstark aber friedlich.

Zu erwähnen wäre noch ein glimpflich ausgegangener Zwischenfall. Auf Höhe der Pro- Demonstranten stürmte plötzlich eine Gruppe von ca. 20 Antifaschisten den Versammlungsplatz von Pro NRW. Dort bildeten Sie eine Sitzgruppe nur ca. 10 Meter von den Pro´lern entfernt. Zu Tätlichkeiten kam es nicht, die schnell reagierende Polizei kesselte die Gegendemonstranten ein, das war´s dann.

Kommentar
Die mit zwei Bussen angereisten Bürgerbewegten haben keinen Bürger erreichen können. Selbst an den Fenstern oder auf den Balkonen der anliegenden Gebäude war kein Mensch zu verorten. Kontraproduktiv könnte man da meinen, war diese Demo mal wieder, wäre da nicht die Presse und die eigene Propaganda als Nutzen zu sehen. Warten wir ab, welche Zahlen und Erfolge die Lautsprecher aus Köln aus dieser verkorksten Demo zu verkünden haben. Eine Bilderreportage mit prominenten Pro-Politikern, auch solchen die auf der Todesliste stehen, folgt später.

Ihr Ronald Micklich

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Leverkusen: Pro NRW Demo vor Asylantenheim

Asylheim SandstraßePresse
Wahrscheinlich durch den verhinderten Anschlag am Mittwoch auf den Vorsitzenden der Bürgerbewegung Pro NRW Markus Beisicht bedingt, hatten sich gut 10 Pressevertreter vor dem Asylantenheim eingefunden.

Demo-Teilnehmer
Etwa 20 Demonstranten der Bürgerbewegten trafen gegen 14:30 Uhr in 2 Kleintransportern und einem PKW an der Sandstraße (Asylantenunterkunft) ein. Dort formierten sich die angekarrten Teilnehmer auf dem gegenüber liegenden Bürgersteig. Die ca. 20 Personen mussten offensichtlich mühsam zusammengekratzt werden. Vertreten waren Teilnehmer aus Gelsenkirchen, Ennepetal, Aachen, Bonn, Bergisch Gladbach, Köln, Ratingen, Leichlingen und Leverkusen, halt die üblichen Dauerdemonstranten. Auch Oliver Wesemann mit Piratenflagge durfte nicht fehlen.

Ablauf
Bei „Aprilwetter“ eröffnete Tony Xaver Fiedler die Veranstaltung. Danach sprach der Vierfachvorsitzende Markus Beisicht. Hauptthema in beiden Fällen der versuchte Anschlag auf den Parteivorsitzenden. Danach die übliche Leier, die nicht mehr kommentiert werden muss.

Gegendemonstranten
In der Stichstraße zum Kindergarten, und der Zufahrt zu den Asylanten-Häusern, hatten sich etwas mehr als 40, mit bunten Luftballons bewaffnete Personen, zusammengefunden. Stören konnten sie die Lautsprecheransage von Pro NRW nicht. Dies war aber auch nicht nötig, weil kein Mensch weit und breit deren Argumente hören wollte. Bemerkenswert ist allerdings die Intoleranz einer Mitarbeiterin der AWO, die mit der Organisation der Gegendemo beschäftigt schien. Davon u.U. später mehr.

Kommentar
Abgesehen von der stark vertretenden Presse hatte die Pro-Veranstaltung keinerlei Außenwirkung. Es war nicht ein einziger Anwohner aus der näheren Umgebung zu der Demo erschienen. Ohne Absperrungen und mit wenigen Polizeikräften gab es wieder einmal eine kaum beachtete Demo der Bürgerbewegten. Das einzige was verursacht wurde, waren Kosten für Polizei und Personenschutz zu Lasten der Steuerzahler.

Ihr Ronald Micklich

Bildbericht: Pro Köln Demo – Köln Porz am 26.01.2013

Mit einem "Klick" auf die Filmspule gelangen Sie zur "Bildreportage".Ihr Ronald Micklich

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Ihr Ronald Micklich

Was steckt hinter Pro NRW?

Zum Abspielen des Videos bitte in das Bild klicken!

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Ein Film über Rechtspopulismus
Die Dokumentation durchleuchtet die Ziele, Strukturen und Methoden von rassistischer Meinungsmache der rechtspopulistischen Partei Pro NRW. Am 27.10.2012 macht Pro NRW in Wuppertal-Elberfeld mit knapp 100 Personen eine Demonstration gegen den geplanten Bau einer neuen Moschee durch die DITIB-Gemeinde. Ein breites Bündnis von 1.000 BürgerInnen protestiert friedlich dagegen. Wir berichteten: Bericht, Bilderstrecke.

Hintergrundinterviews
Weiterhin wurden für diesen Film Hintergrundinterviews mit zwei Wuppertaler Vertretern von Pro NRW (Andre Hüsgen, ehemaliges Mitglied bei den Parteien „Die Republikaner“ und NPD, heute Kreisgeschäftsführer Pro NRW Wuppertal, Gerd Wöll/ stellvertretender Kreisvorsitzender Pro NRW Wuppertal) zu den Zielen der Partei geführt, zu ihrer Einstellung gegenüber dem Islam und muslimischen MigrantInnen, ihrer Überfremdungsangstmache, der Präsentation der Mohammed-Karikaturen auf Demonstrationen als politisches Mittel der Agitation und den Verflechtungen von Pro NRW mit rechtsextremen Parteien und Gruppen.

Quellenhinweis
Die Interviews und Statements von Pro NRW werden von den Experten Hans-Peter Killguss und Patrick Fels von der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus der Stadt Köln politisch eingeordnet und mit weiteren Informationen und Analysen zu der Partei, ihren Zielen und Hintergründen ergänzt.

Ihr B.S. Team

Pro NRW: „Die Grundgesetzpartei“??

Pro NRW Ordner bei der Demo in WuppertalGrundgesetzpartei?
Der Vierfachvorsitzende von Pro NRW, Markus Beisicht, bezeichnet seine Splitterpartei auch gerne als „Grundgesetzpartei“. So zuletzt am 11.10.2012 auf der Hausseite der Bürgerbewegten zum Thema „Meinungsfreiheit“ und der Demo am 27.10.2012 in Wuppertal.

Alte Tatsachen
Der Verfassungsschutz bezeichnet Pro NRW als verfassungsfeindlich. Der ausgetretene ex. NPD´ler Andreas Molau, zuletzt Vorstandsmitglied bei Pro NRW, bezeichnet Beisicht als klassischen Rechtsextremisten. Ein weiteres Vorstandsmitglied, Claudia Gehrhardt, ist die ex. Werbeikone der NPD. Ihr Lebensgefährte André Hüsgen, ein ex. NPD´ler, fristet sein Dasein u. a. als Mitarbeiter in Beisichts Fraktionsbüro in Leverkusen. Max Branghofer, ex. DVU´ler, ist ebenfalls als Beisitzer in dieser Riege anzutreffen. Die Reihe ähnlich gestrickter Mitglieder, ohne Funktionärstätigkeit, kann beliebig erweitert werden.

Neuzugänge
Im Demo-Zug von Pro NRW am 27. 10.2012 in Wuppertal fiel ein junger Mann auf (Pfeil), der gekleidet im GDL-Kostümchen (German-Defence-League) in deren Reihen mit marschierte. Ausgestattet mit einer Ordnerbinde war er sicher auch als solcher bei der Polizei gemeldet.

Einem Hinweis aus interner Quelle zufolge soll es sich um einen gewissen Alexander A. handeln, der wegen seiner NPD-Aktivitäten bekannt sein soll. Dies belegen Bilder von einer Mahnwache des NPD Kreisverbandes Krefeld/Kleve am 22.10.2011 anlässlich des bundesweiten NPD-Aktionstages in Mönchengladbach und Krefeld. Auch bei einem Heldengedenken am 13.11.2011  – „Ewig lebt der Toten Tatenruhm“- ist der Pro NRW-Ordner in erster Reihe mit schwarzer Fahne als Kranzträger abgelichtet zu sehen.
Dass ausgerechnet auf der Hauptseite von Pro NRW, in ihrer Bilderstrecke (Bild 12, DSC-142), ein Bild ins Netz gestellt wird, wo dieser NPD-Akteur als Ordner Markus Beisicht bei seinem „ewig gleichen Geschwätz“ an seiner „rechten Seite“ flankiert, sagt eigentlich schon alles.

Richtig verstanden?
Markus Beisicht scheint irgendetwas durcheinander zu werfen. So war am 18.09.2012 in der Presse zu lesen:

Wie aufgeheizt die Stimmung war, dokumentiert ein Video, von dem Richter Krebber am Montag eine Passage vorspielte. Gegen den lautstarken Protest der Demonstranten von der Gegenseite versuchte Markus Beisicht als Versammlungsleiter, sich mit einem Lautsprecher zu behaupten. Die Schmähungen, die ihn vor Gericht gebracht haben, begannen mit dem Satz, er sehe „einen aufgeregten grünen Bundestagsabgeordneten“, der sich „als Obergauleiter dieser SA-Horden“ aufspiele; das seien „die Kinder von Adolf Hitler“, beherrscht von derselben Ideologie: „Die haben auch so angefangen.“

Kommentar
Wer sind denn diese Kinder? Die Gegendemonstranten oder Beisichts Ordner? Pro NRW öffnet den Zugang für alle die kommen. Der braune Sumpf verdickt sich durch die Abgänge „rechtskonservativer Mitglieder“ zusehends. Offensichtlich hat der Vorsitzende und sein General die Mitglieder und Demo-Teilnehmer nicht mehr unter Kontrolle. Die Führungsschwäche des Vorsitzenden fordert nun seinen Tribut. Ein Wechsel an der Spitze wird auch nichts mehr retten. Wer soll diese Splitterpartei noch wählen? Der Letzte macht die Türe zu.

Ihr Ronald Micklich

Wuppertal: Pro NRW Demo – Bilderstrecke

Zum Anschauen der Bilderstrecke (3,3 MB) klicken Sie bitte auf die Filmrolle.
Viel Spaß dabei wünscht Ihnen Ihr Ronald Micklich.

Wuppertal: Resümee zur Pro NRW-Demo

Resümee zur Wuppertaldemo von Pro NRW
Diesmal hat sich die selbsternannte „Bürgerbewegung“ Wuppertal als Ziel ihrer Provokationen ausgesucht. Nicht die Salafisten standen dabei im Mittelpunkt, sondern Mitbürger und deren Glauben. Auch ging es keinesfalls um die Verhinderung eines zusätzlichen, aufsehenerregenden Moscheeneubaus, sondern lediglich um den Umzug einer alten Moschee mit Minarett in eine neue Moschee mit Minarett auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Hoher Besuch von der österreichischen „FPÖ“ gab wohl den Anlass für den Vorsitzenden, mal wieder persönlich zu erscheinen. Da eine ähnlich lächerliche Beteiligung, wie vor einigen Wochen in Bonn wohl nicht sein durfte, trommelte man diesmal aus ganz NRW 138 handgezählte Teilnehmer zusammen. Für fast alle wurden Mitfahrgelegenheiten organisiert und mindestens 9 Abfahrtsstellen brachten dann den ersehnten Demo-Umfang. Nur im Zustieg Haan gab es einen unliebsamen Zwischenstopp, verursacht durch die Antifa „Bündnis Kreis Mettmann“.

Wie immer öfter, sind die Demonstranten ein illustrer Haufen, der sich irgendwo zwischen Sekte und immer mehr einer braunen Choreographie mit Rechts-Rock-Musik und schwarzen Jacken widerspiegelt. Selbstverständlich geht irgendwann das auf, was man sich mangels einer fehlenden bürgerlich-konservativen Schicht vom ultrarechten Rand in die eigenen Reihen geschleust hat. Mehr von diesem Beitrag lesen